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1. Behindertenpolitische Konferenz des Landesbehindertenbeirates Brandenburg am 8. Dezember 2004 im Tagungshaus BlauArt Potsdam

Die "1. Behindertenpolitische Konferenz des Landesbehindertenbeirates Brandenburg" fand am 08. Dezember 2004 im Tagungshaus "BlauArt" in Potsdam - Hermannswerder statt und erfuhr ein unerwartet hohes Interesse.  Fast 130 Teilnehmer aus Verbänden, Politik und Wirtschaft konnten die Veranstalter begrüßen. Ziel dieser ersten großen Aktion des im Juni 2003 neukonstituierten Landesbehindertenbeirates Brandenburg (LBB) war eine wesentliche Bestandsaufnahme zur Situation der Menschen mit Behinderungen im Land Brandenburg zu liefern, die Öffentlichkeit über bereits erreichte Erfolge, aber auch über noch immer bestehende Defizite zu informieren und die Diskussion hierzu in den gesellschaftlich relevanten Gruppen anzuregen und weiter zu befördern.

Darüber hinaus hat die Konferenz einen Ausblick auf die künftigen Zielrichtungen der Landesregierung im Bezug auf behindertenpolitisch relevante Themen gegeben und sollte der Auftakt für ein regelmäßig wiederkehrendes Instrument der Wahrnehmung der Interessen von Menschen mit Behinderung im Land Brandenburg durch den LBB sein.

Hintergrund:

Gemäß § 13 Brandenburgisches Behindertengleichstellungsgesetz (BbgBGG) vom Mai 2003 unterstützt der LBBdie Landesregierung bei der Aufgabe, gleichwertige Lebensbedingungen für Menschen mit und ohne Behinderungen zu schaffen. Er berät außerdem den Landesbehindertenbeauftragten in allen Angelegenheiten und ist berechtigt, ihm und der Landesregierung Empfehlungen zu geben. In das BbgBGG fand jedoch, entgegen den Forderungen der Behindertenverbände, eine Berichtspflicht der Landesregierung gegenüber dem Parlament und der Öffentlichkeit zur Situation der Menschen mit Behinderungen im Land Brandenburg keinen Eingang.

Der LBB sieht es daher als seine Aufgabe an, sich aktiv für die Sensibilisierung der politisch Verantwortlichen für diese Thematik einzusetzen. Ein Jahr nach seiner Konstituierung und dem Inkrafttreten des Landesgleichstellungsgesetzes schien die Zeit reif für eine erste Bilanz zur Umsetzung des Gesetzes und der Wirksamkeit der darin enthaltenen Instrumentarien.

Aus diesem Grund sollte diese Konferenz Politiker, leitende Mitarbeiter von Ministerien und kommunale Vertreter von Menschen mit Behinderung zu einem Austausch zusammenführen, Erfolge und noch nicht Erreichtes bei der Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen beleuchten und auch die Rolle des landespolitisch wichtigsten Vertretungsgremiums für Menschen mit Behinderungen gegenüber allen Beteiligten stärker herausarbeiten.


Beiträge

Ein Jahr Landesgleichstellungsgesetz in Brandenburg

Bilanz des Landesbehinderten Beirates *
Marianne Seibert, Vorsitzende des Landesbehindertenbeirates Brandenburg

Erfordernisse und Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen *
Staatssekretär Winfrid Alber, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie

Selbstbestimmung behinderter Menschen – Möglichkeiten und Grenzen des Landesgleichstellungsgesetzes *
Rainer Kluge, Beauftragter des Landes Brandenburg für die Belange der Menschen mit Behinderungen

Die barrierefreie Stadt

Das brandenburgische Landesrecht und die Erklärung von Barcelona *
Dr. Stephan Faust, Allgemeiner Behindertenverband Land Brandenburg e.V.

Für eine barrierefreie Stadt Frankfurt (Oder) – von der Idee zur Umsetzung *
Sabine Stuchlik, Behindertenbeauftragte der Stadt Frankfurt (Oder)

Teilhabe am Leben in der Gesellschaft

Fernsehen und Rundfunk für Alle? Darstellung aus Sicht des Landesverbandes der Gehörlosen *
Uwe Schönfeld, Landesverband der Gehörlosen

Darstellung aus der Sicht der Anbieter (I) *
Hannelore Steer, Produktions- und Betriebsdirektor Rundfunk Berlin - Brandenburg rbb

Darstellung aus der Sicht der Anbieter (II) *
Nawid Goudarzi, Hörfunkdirektorin Rundfunk Berlin - Brandenburg rbb

Gemeinsame Servicestellen für Rehabilitation

Auswertung der Umfrage des Landesbehindertenbeirates und Forderungen für die Entwicklung funktionierender Servicestellen aus der Sicht der Verbände *
Claudia Zinke, DPWV Landesverband Brandenburg

Entwicklung der Servicestellen aus der Sicht der Leistungsträger *
Michael Koch, LVA Brandenburg

Ausblick

Herausforderungen für die zukünftige Arbeit des Landesbehindertenbeirates *
Cornelia Kather, Sozialverband Vdk Berlin - Brandenburg e.V.

Wie weiter in der Behindertenpolitik des Landes Brandenburg? *
Christa Lammel, Referatsleiterin im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie

Anhang (Foto's)*

*: Sollten Sie Interesse an diesen Beiträgen haben, senden wir Ihnen diese gern als PDF-Datei kostenlos zu.
E-Mail: gabriele.paudler@masf.brandenburg.de