Das Ministerium

Unsere Themen

Landesbeauftragte

Landesstelle

Service

25.03.2010Lohngerechtigkeit durch Mindestlohn und Frauenquote | 044/2010

Frauen müssen besser entlohnt werden und vermehrt Zugang zu Führungspositionen bekommen. Das forderte heute Sozial- und Frauenminister Günter Baaske anlässlich des morgigen Equal Pay Day. Es ist der bundesweite Aktionstag für faire Entlohnung der Arbeit von Frauen. Baaske: „Die Debatte über Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen muss noch stärker in Gang kommen.“

Baaske weiter: „In Brandenburg geht es weniger um gleiches Geld für gleiche Arbeit, da dies weitgehend gesichert ist, sondern darum, dass Frauen leider zu oft im Niedriglohnsektor und in Teilzeit arbeiten. Sie arbeiten häufiger in Branchen, in denen der Lohn niedriger ist und seltener in gut bezahlten Führungspositionen. Deshalb ist der Mindestlohn vor allem für Frauen wichtig, da er zu mehr Lohngerechtigkeit führt. Und es sind vor allem Frauen, die beruflich eine Auszeit nehmen, um zu Hause Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen.“

In Deutschland verdienen Frauen noch immer weniger als Männer. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes betrug die Lohnlücke im Jahr 2008 bundesweit 23, in Ostdeutschland fünf Prozent. Gründe für die bessere Situation in Ostdeutschland sind unter anderem die höheren Gehälter von westdeutschen Männern sowie die bessere Kinderbetreuung in Ostdeutschland.

Baaske: „Dank der flächendeckenden Kitaausstattung steht Brandenburg besser da als viele andere Bundesländer. Nachholbedarf gibt es aber nach wie vor bei der Besetzung von Führungspositionen, darunter auch in Aufsichtsräten von Unternehmen mit Landesbeteiligung. Im Jahr 2008 waren nur 17,4 Prozent solcher Aufsichtsgremien mit Frauen besetzt.“ Als positives Beispiel sieht er die Telekom, die eine Quote zur Besetzung von Führungspositionen einführen will. Daran sollten sich andere Unternehmen ein Beispiel nehmen.

Zur Sicherung der Chancengleichheit von Frauen und Männern ist ein Frauen- und Gleichstellungspolitisches Handlungsprogramm mit einem Paket konkreter Maßnahmen in Arbeit. Es soll Anfang 2011 vorgelegt werden. Baaske: „Wir wollen damit tatsächliche Chancengleichheit in Brandenburg voranbringen und Benachteiligungen zielgerichtet beseitigen. Das wird auch zu einer gerechteren Entlohnung von Frauen beitragen.“

Download der Pressemitteilung als PDF-Datei

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt

Marina Ringel
Pressesprecherin

Telefon: 0331 866-5040
Telefax: 0331 866-5049
Mobil: 0170 453 86 88
E-Mail:
marina.ringel@masgf.brandenburg.de