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Mutterschaftsgeld

Wann wird Mutterschaftsgeld gezahlt?

Sie erhalten für die Dauer der Schutzfristen von sechs Wochen vor und acht Wochen (bzw. zwölf Wochen bei Früh- und Mehrlingsgeburten) nach der Entbindung Mutterschaftsgeld. Für die Zahlung des Mutterschaftsgeldes vor der Entbindung ist das Zeugnis einer Ärztin, eines Arztes oder einer Hebamme maßgebend, in dem der voraussichtliche Tag der Entbindung angegeben wird. Das Zeugnis darf nicht früher als sieben Wochen vor dem errechneten Entbindungstermin ausgestellt sein. Das Mutterschaftsgeld wird Ihnen durch die zuständige Krankenkasse bzw. das Bundesversicherungsamt gezahlt. Für die Berechnung des Mutterschaftsgeldes durch die Krankenkasse hat die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber eine Verdienstbescheinigung aus- zustellen. Mutterschaftsgeld ist steuer- und sozialabgabenfrei und wird netto ausgezahlt. Sie bleiben während des Anspruchs in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung versichert, müssen aber keine Beiträge zahlen. Kein Mutterschaftsgeld erhalten

  • Frauen, deren Arbeitsverhältnis in beiderseitigem Einvernehmen oder wegen Befristung vor Beginn der Schutzfrist endete,
  • Hausfrauen,
  • Selbstständige, die nicht bei einer gesetzlichen Krankenkasse mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind,
  • Beamtinnen und Soldatinnen, da für sie nicht das Mutterschutzgesetz, sondern beamtenrechtliche bzw. soldatenrechtliche Regelungen gelten,
  • Frauen, die sich in Elternzeit oder unbezahltem Urlaub/Sonderurlaub befinden, sofern sie alle keiner geringfügigen Beschäftigung nachgehen.

Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld?

Das Mutterschaftsgeld beträgt maximal 13 Euro täglich. Je nach Länge des Monats sind dies maximal 364 bis 403 Euro. Zusätzlich bekommen Sie bei bestehendem Beschäftigungsverhältnis von Ihrer Arbeitgeberin bzw. Ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe des Differenzbetrages zwischen den 13 Euro und Ihrem täglichen Netto-Arbeitsentgelt, sodass Sie, beides zusammengerechnet, den durchschnittlichen Nettoverdienst der letzten drei Monate erhalten. Für die Zeit, in der Sie weiter Arbeitsverdienst beziehen, ruht Ihr Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Falls Sie arbeitslos gemeldet sind, können Sie während der Dauer der Schutzfristen Mutterschaftsgeld in Höhe des vor Beginn der Schutzfrist erhaltenen Arbeitslosengeldes und die übri- gen Leistungen der Mutterschaftshilfe in Anspruch nehmen. Für alle Leistungen ist die Krankenkasse zuständig. Beachten Sie aber bitte, dass Sie sich nach Ablauf der Schutzfrist von acht bzw. zwölf Wochen wieder bei der Agentur für Arbeit melden und Ihre Leistungen neu beantragen, da diese nicht automatisch weiterlaufen.

Und wenn Sie keinen Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben?

Wenn Sie zum Zeitpunkt des Beginns der Schutzfrist nicht selbst gesetzlich versichert oder privat krankenversichert sind, erhalten Sie Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 Euro. Auch hier hat die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe des Differenzbetrages zwischen 13 Euro und Ihrem täglichen Netto-Arbeits-Entgelt zu zahlen.

Weitere Informationen über Schutzvorschriften für Schwangere und berufstätige stillende Mütter sowie über eventuelle Ausnahmen erhalten Sie bei Ihrer Personalstelle, dem Personal- bzw. Betriebsrat oder den Beratungsstellen für Familienplanung, Sexualität und Schwangerschaft.

Die Schutzvorschriften am Arbeitsplatz und Beschäftigungsbeschränkungen gelten auch für stillende Mütter. Wenn Sie nach Ablauf der Schutzfrist im Anschluss an die Entbindung wieder arbeiten, haben Sie während der Arbeitszeit gegenüber Ihrer Arbeitgeberin bzw. Ihrem Arbeitgeber einen zeitlich begrenzten Freistellungsanspruch, um Ihr Baby zu stillen. Ein Verdienstausfall darf dadurch nicht eintreten.

Die Schutzvorschriften am Arbeitsplatz und Beschäftigungsbeschränkungen gelten auch für stillende Mütter. Wenn Sie nach Ablauf der Schutzfrist im Anschluss an die Entbindung wieder arbeiten, haben Sie während der Arbeitszeit gegenüber Ihrer Arbeitgeberin bzw. Ihrem Arbeitgeber einen zeitlich begrenzten Freistellungsanspruch, um Ihr Baby zu stillen. Ein Verdienstausfall darf dadurch nicht eintreten.

Auskünfte über Ihre Ansprüche (Mutterschaftsgeld, Pauschalbeträge usw.) erteilt Ihnen Ihre Krankenkasse. Falls Sie nicht versichert sind, sollten Sie sich mit dem Bundesversicherungsamt in Verbindung setzen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) informiert in der kostenlosen Broschüre „Leitfaden zum Mutterschutz“ zum Mutterschutz und Mutterschaftsgeld.

Die Bestelladresse lautet:
Publikationsversand der Bundesregierung
Postfach 481009
18132 Rostock
Telefon: 030 18272272
Telefax: 030 18102722721
publikationen@bundesregierung.de
www.bundesregierung.de

Das Servicetelefon des BMFSFJ ist unter der Rufnummer 030 20179130 von montags bis donnerstags von 09:00 bis 18:00 Uhr  erreichbar.

Die Hotline des Bundesversicherungsamtes zum Thema Mutterschaftsgeld ist unter der Telefonnummer 0228 619-1888 täglich von 09:00 bis 12:00 Uhr und donnerstags auch von 13:00 bis 15:00 Uhr zu erreichen.
Informationen finden Sie  auch auf der Internetseite des Bundesversicherungsamtes: www.mutterschaftsgeld.de.

Letzte Aktualisierung: 02.08.2017

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