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20.09.2010Teilhalbe Behinderter muss selbstverständlich werden | 116/2010

Über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zu den fünf Regionalkonferenzen zur Behindertenpolitik, die das Sozialministerium seit Ende Juni veranstaltet hatte. "Die große Beteiligung zeigt, dass der Leitspruch der Behindertenbewegung ‚Nicht über uns ohne uns‘ in Brandenburg gelebt wird", sagte Sozialminister Günter Baaske heute bei der Abschlussveranstaltung in Cottbus. In Brandenburg leben rund 220.000 Schwerbehinderte.

Unter dem Motto "Alle inklusive in Brandenburg" fanden die Konferenzen in Eberswalde, Hennigsdorf, Brandenburg a. d. H., Frankfurt (Oder) und Cottbus statt. Gemeinsam wurde über die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und die geplante Neufassung des Behindertengleichstellungsgesetzes diskutiert.

Baaske: "Menschen mit Behinderungen sind Experten in eigener Sache. Der Erfahrungsaustausch mit den Betroffenen, ihren Angehörigen sowie den Beiräten und den vielen Interessierten war sehr erkenntnisreich. Ihre Ideen werden in das geplante behindertenpolitische Maßnahmenpaket und in das Gesetz einfließen." Gemeinsames Ziel sei die Inklusion, die gleichberechtigte Beteiligung Behinderter am gesellschaftlichen Leben.

Landesbehindertenbeauftragter Jürgen Dusel: "Die starke Beteiligung zeigt, wie wichtig das Thema geworden ist. Jetzt geht es darum, die Forderungen, Anregungen und Wünsche in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen hat sich in den letzten Jahren in Brandenburg deutlich verbessert. Der Weg zur Inklusion und zur Umsetzung der UN-Konvention ist aber noch lang. Ich vertraue darauf, dass sich die Menschen mit und ohne Behinderungen in Brandenburg weiter so aktiv und engagiert beteiligen und in die Diskussion einbringen. Denn eine barrierefreie, inklusive Gesellschaft ist gut für uns alle!"

Mit der UN-Konvention, die seit 2009 auch für Deutschland verbindlich ist, wird Behinderung nicht länger vor allem unter medizinischen und sozialen Blickwinkeln betrachtet, sondern als Menschenrechtsthema anerkannt. Der Vertrag formuliert das Recht auf Selbstbestimmung, Partizipation und umfassenden Diskriminierungsschutz und fordert eine barrierefreie und inklusive Gesellschaft.

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