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16.01.2007Kabinett verabschiedet Seniorenpolitische Leitlinien

Das Kabinett hat am Dienstag Leitlinien für die Seniorenpolitik in den nächsten Jahren verabschiedet. Der Beschluss „Alt werden im Land Brandenburg – Leitlinien zur Seniorenpolitik der Landesregierung“ definiert den Altersbegriff und analysiert die Lebensbedingungen älterer Menschen in Brandenburg. Ausgehend davon werden seniorenpolitische Handlungsfelder und zu erreichende Ziele formuliert. Sozialministerin Dagmar Ziegler sieht in der Verabschiedung der Leitlinien einen Meilenstein in der Politik der Landesregierung für ältere Menschen.

In den Seniorenpolitischen Leitlinien finden sich Rahmendaten über die demografische Entwicklung in Brandenburg. Dargestellt ist etwa, dass derzeit jeder fünfte Brandenburger 65 Jahre oder älter ist. Im Jahr 2030 wird es jeder dritte sein. Die Zahl der Senioren wird in diesem Zeitraum um fast 286.000 Personen zunehmen. Selbst die Zahl der Hochbetagten von 80 und mehr Jahren wird um rund 105.000 Frauen und Männer wachsen, was eine Verdopplung gegenüber jetzt darstellt. Dargestellt wird ferner, wie ältere Menschen leben, welche Wohnformen zu bevorzugen und welche Einkommen sie haben.

Mit dieser Entwicklung einher gehen nach den Worten Zieglers enorme Herausforderungen unter anderem in der Gesundheitspolitik, bei der Infrastruktur, dem Bedarf an Wohnungen oder bei Betreuungsbedarfen. Seniorenpolitik sei als Querschnittsaufgabe Bestandteil vieler Politikbereiche, die in verschiedenen Ressorts behandelt werden. Diese müssten ihre Fachpolitiken zunehmend unter Berücksichtigung des steigenden Anteils älterer Menschen und ihrer Bedürfnisse ausrichten. Mit den Leitlinien würden die Ansätze der Landesregierung erstmals ressortübergreifend gebündelt und ein Rahmen für die weitere Arbeit gesetzt. Ziegler sagte: „Den Folgen des demografischen Wandels kann nicht immer durch Einzellösungen, sondern oft nur im Kontext mit anderen Politikfeldern durch ressortübergreifendes Denken und Handeln begegnet werden.“

Die Seniorenpolitischen Leitlinien sollen aber auch zu einem Mentalitätswechsel beitragen. Ziegler betonte: „Die Alterung der Gesellschaft darf nicht als Last, sondern muss auch als Chance verstanden werden. Dazu zählt, die Seniorenwirtschaft als Wachstumsmotor zu begreifen, die Potenziale Älterer auch auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen und Menschen in höherem Lebensalter als „Aktivposten der Gesellschaft“ zu begreifen sowie ihre Bereitschaft zu nutzen, sich für das Gemeinwesen zu engagieren.“

An der Erarbeitung des Konzepts waren der Landesseniorenrat sowie weitere Verbände beteiligt, wie die kommunalen Spitzenverbände. Die Leitlinien sollen nicht nur einen Rahmen für das Handeln der Landesregierung setzen, sondern auch Orientierung geben für Kommunen, Verbände, Unternehmen und andere wesentliche Akteure sowie die Seniorinnen und Senioren selbst.

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