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01.04.2011Familienbündnisse in Wachstumskernen: Harter Standortfaktor | 039/2011

Die Unternehmen in Brandenburgs 15 Regionalen Wachstumskernen (RWK) sind „starke Partner“ der Lokalen Bündnisse für Familie. Darauf wies heute Arbeits- und Familienminister Günter Baaske auf einer Tagung in der Potsdamer Staatskanzlei zur Kooperation von Wachstumskernen und Familienbündnissen hin. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Albrecht Gerber, sagte auf der Tagung: „Die Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, Brandenburg zum familienfreundlichsten Bundesland zu machen. Dabei kommt den RWK eine wichtige Rolle zu.“

In den landesweit 45 Bündnissen sind bereits 292 Unternehmen, Institutionen und Freiberufler aktiv beteiligt, davon 166 in den Wachstumskernen. In fast jedem RWK ist mindestens ein Bündnis aktiv. Diese Kooperation soll weiter verstärkt werden. Baaske: „Mit dieser Konferenz wollen wir die Partner enger miteinander verknüpfen, weitere Netzwerke aufbauen und die jeweiligen Stärken miteinander verbinden. Viele Möglichkeiten und Fachkompetenzen liegen vor der Haustüre in den Regionen; man muss sie aufnehmen und nutzen.“ Als besonders gute Beispiele direkter Kooperation von Wachstumskernen mit Bündnissen nannte Baaske Perleberg, Wittenberge und Ludwigsfelde.

Baaske: „Die Kooperation mit Betrieben ist ein Rückgrat für unsere Bündnisse - um Familien zu stärken, das gesunde Aufwachsen der Kinder zu gewährleisten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Familienfreundlichkeit ist ein weicher Standortfaktor, der immer wichtiger wird. Wenn sich Familien in einer Region wohl fühlen und die Betreuung ihrer Kinder gewährleistet ist, dann bleiben sie. Das ist nicht nur für die Familien wichtig, sondern auch für unsere Wirtschaft, denn sie müssen sich anstrengen, um die Fachkräfte der Zukunft zu bekommen. Das heißt nicht nur gute Ausbildung, sondern auch Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch Beruf und Pflege.“

Gerber zog eine positive Bilanz der Entwicklung in den Wachstumskernen: „Alle 15 Regionalen Wachstumskerne haben sich außerordentlich gut entwickelt. Sie sind weit über die Landesgrenzen Brandenburgs hinaus bekannte Beispiele für eine moderne Struktur- und Standortpolitik. Wichtige Pluspunkte der 26 Städte und Gemeinden umfassenden Wachstumskerne sind, dass sie den Arbeitsmarkt vor Ort stärken, die Kooperation innerhalb der Kerne und mit den umliegenden Orten ausbauen und auch den Kommunen Impulse geben, die keinen Wachstumskern-Status erhalten haben. Zur Standortförderung gehört auch die Sicherung von Fachkräften. Darauf liegt auch angesichts des demografischen Wandels ein Hauptaugenmerk der Landesregierung. Eine unserer Forderungen an die Regionalen Wachstumskerne ist daher, die Fachkräftesicherung zu institutionalisieren. Ein noch stärkerer Kontakt zwischen den Wachstumskernen und den 45 Lokalen Bündnissen für Familie kann deshalb nur im Interesse aller Beteiligten liegen. Diesen intensivierten Austausch hat die Konferenz angestoßen. Für Fachkräfte wesentlich sind gute Bedingungen und Angebote für Familien sowie faire Löhne.“

Gerber verwies auf den vom Kabinett verabschiedeten Entwurf zum Vergabegesetz. Der Staatssekretär wörtlich: „Damit können wir im Wettbewerb der Regionen um Fachkräfte bestehen.“ Dem Gesetzentwurf zufolge werden öffentliche Aufträge nur an Bieter vergeben, die ihren Beschäftigten einen Bruttostundenlohn von mindestens 7,50 Euro zahlen.

Vor zwei Jahren gab es erst 30 Bündnisse mit 158 beteiligten Unternehmen. Das erste Familienbündnis wurde im April 2004 von einer Fraueninitiative in Ludwigsfelde gegründet. Neben Wirtschaftsunternehmen arbeiten als Partner zum Beispiel auch Wohlfahrtsverbände, Kliniken, Agenturen für Arbeit, Polizeidienststellen, Kirchen, Schulen und Universitäten.

Die Bündnisse bieten zum Beispiel 24-Stunden-Kinderbetreuung, Familienbildung, Familienwegweiser, Familienfeste und allgemeine Beratung sowie Unterstützung von ausländischen Familien zur Integration. Regional führen sie Wettbewerbe für familienfreundliche Unternehmen, Gaststätten und Handwerksbetriebe durch. Sie sind in der Regel auf Initiative von Vereinen, Verbänden oder Eltern entstanden. Sie gehören zu den zahlreichen von der Landesregierung unterstützten Initiativen für ein familienfreundliches Brandenburg. Ihre Gründung wird mit einer einmaligen Anschubfinanzierung mit bis zu 10.000 EUR gefördert.

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