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19.04.2011Jeder 5. Zugewanderte in Brandenburg ist selbständig | 047/2011

Immer mehr Migranten in Brandenburg wagen den Schritt in die berufliche Selbständigkeit. Heute ist bereits jeder fünfte erwachsene Zugewanderte Unternehmer. Arbeitsminister Günter Baaske: „Zugenommen haben in jüngster Zeit vor allem Gründungen von Migranten aus Osteuropa. Sie kurbeln damit nicht nur die märkische Wirtschaft an und schaffen Arbeitsplätze, sondern sie integrieren sich damit aktiv in unsere Gesellschaft.“ Baaske und Brandenburgs Integrationsbeauftragte Karin Weiss trafen heute Vertreter der Verbände für vietnamesische und russisch-deutsche Unternehmer.

Im Jahr 2007 entfielen rund 9 Prozent aller Existenzgründungen in Brandenburg auf ausländische Staatsangehörige (2005: 4 Prozent). In einzelnen Landkreisen lag diese Zahl sogar deutlich höher: in Potsdam-Mittelmark und Potsdam wurden 10 Prozent, in Spree-Neiße über 15 Prozent und in Frankfurt (Oder) sogar über 20 Prozent aller Gewerbeanmeldungen von Ausländern eingereicht.

Baaske: „Wenn man berücksichtigt, dass in Brandenburg rund 130.000 Migranten leben, die 5 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, dann wird deutlich, welche Bedeutung die berufliche Selbständigkeit unter den Migranten hat.“ Das Land fördert seit 2004 mit dem Programm „Lotsendienst für Migranten“ Ausländer bei der Unternehmensgründung mit rund 1,5 Millionen Euro. Der Lotsendienst hat bis heute rund 250 Existenzgründungen auf den Weg gebracht.

Die meisten ausländischen Unternehmer kommen aus Polen, aus den GUS-Staaten und aus Vietnam, die vor allem in der Gastronomie und im Einzelhandel tätig sind. Seit 2007 werden die rund 1.000 vietnamesischen Unternehmer in Brandenburg von dem Verein Thang Long vertreten. 2010 wurde die Arbeitsgemeinschaft russisch-deutscher Unternehmer gegründet. Ziel der beiden Verbände ist vor allem der Erfahrungsaustausch der ausländischen Unternehmer, Sprachunterricht und die Kontaktherstellung zu Behörden und Kammern.

Weiss: „Die Selbständigenquote der ausländischen Bürgerinnen und Bürger hat die Selbständigenquote der Deutschen mit und ohne Migrationshintergrund überholt. Migranten mit geringer Bildung und schlechten Arbeitsmarktchancen suchen eher einen Ausweg durch Selbständigkeit. Sie sind hoch motiviert und wollen arbeiten. Diese Unternehmerinnen und Unternehmer sind ein tolles Beispiel für eine gelungene Integration. Davon profitiert die ganze Gesellschaft.“

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