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22.06.2011Baaske zu Fachkräftegipfel der Bundesregierung: Zuwanderung ist gut – aber zuerst eigene Hausaufgaben machen | 075/2011

Brandenburgs Arbeitsminister Günter Baaske begrüßt grundsätzlich die geplante Lockerung zur Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Anlässlich des heutigen Fachkräftegipfels der Bundesregierung im Schloss Meseberg (Landkreis Oberhavel) sagte er: „Für Zuwanderung brauchen wir aber auch eine Willkommens-Kultur. Gleichzeitig müssen wir darum kämpfen, dass bei uns in Deutschland kein Talent zurückbleibt.“

Deshalb sei es dringend notwendig, die eigenen Hausaufgaben zu machen, um das Fachkräfteproblem zu lösen. Dazu gehöre, die in Deutschland lebenden Migrantinnen und Migranten besser zu integrieren, sowie ausländische Berufsabschlüsse anzuerkennen. Auf diesen Feldern gebe es „verdammt viel zu tun“.

Baaske: „Wir brauchen Fachkräfte – und dafür brauchen wir gute Bildung an unseren Schulen, müssen die Schulabbrecherquote senken und Arbeitslose qualifizieren.“ Dem widerspreche allerdings beispielsweise die deutliche Kürzung der Mittel für den Arbeitsmarkt.

Die Quote der Schulabbrecher liegt in Brandenburg derzeit bei etwa zehn Prozent; mehr als die Hälfte davon ist statistisch allein dadurch bedingt, dass Förderschulen keinen ausreichenden Abschluss anbieten. Baaske: „Wir wollen aber auch diesen Jugendlichen eine Chance geben. An einer Regelschule bekommen sie einen Abschluss und Möglichkeiten zu Lehre oder Studium. Auch deshalb brauchen wir die Inklusion dieser Schüler in die Regelschule.“

Bereits im Februar 2010 hatten Berlin und Brandenburg ihre erste gemeinsame Fachkräftestudie präsentiert. Demnach können, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden, bis zum Jahr 2015 rund 270.000 Arbeitsplätze nicht besetzt werden, weil Arbeitskräfte fehlen oder die entsprechenden Qualifikationen nicht vorhanden sind. Baaske: „Insbesondere in Ostdeutschland droht die Fachkräftesituation in den nächsten Jahrzehnten sehr schwierig zu werden. Die Länder stehen vor gewaltigen Herausforderungen; deshalb erwarten wir von der Bundesregierung Unterstützung und ein abgestimmtes Vorgehen.“

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