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03.11.2011Akzeptanz für Vereinbarkeit von Beruf und Pflege schaffen | 116/2011

Häusliche Pflege und Berufstätigkeit müssen besser vereinbart werden. Dafür trat heute Sozialminister Günter Baaske in Potsdam auf einer Fachtagung zu Beruf und Pflege ein. Baaske: „Tagsüber arbeiten und abends Angehörige pflegen - vor dieser Doppelbelastung stehen immer mehr Beschäftigte.“ Zur Verbesserung der Vereinbarkeit startete das Sozialministerium bereits im vergangenen Jahr die INNOPUNKT-Initiative „Beruf, Familie, Pflegen. Neue Vereinbarkeitslösungen für Brandenburg“.

Für die Kampagne stellt das Arbeitsministerium 2,5 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und vom Land zur Verfügung. Baaske: „Angesichts des drohenden Fachkräftemangels sind Unternehmen stärker denn je gefordert, ihren Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf den Rücken zu stärken. Die INNOPUNKT-Initiative stellt dafür Weichen.“

Im Rahmen dieser Initiative sollen sieben Projekte bis 2013 Lösungen zur Entlastung von Erwerbstätigen mit Pflegeverantwortung entwickeln und erproben. Nach gut einem Jahr Laufzeit wurden bereits über 600 Unternehmen sensibilisiert, Multiplikatoren geschult und erste pflegende Beschäftigte beraten. Bis September 2013 sollen mindestens 1.500 Unternehmen für dieses Vorhaben erreicht werden und etwa 300 den Prozess aktiv unterstützen.

Baaske: „Familien sind der größte Pflegedienst. Drei Viertel unserer rund 90.000 pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause betreut. Mehr als 21.000 märkische Berufstätige kümmern sich um ihre Familienangehörigen – und durch demografische Entwicklung werden es mehr. Für diese Doppelbelastung ist eine verlässliche Unterstützung notwendig. Leider wird dieses Thema von vielen Arbeitgebern noch nicht wahrgenommen und von Betroffenen oft tabuisiert. Pflege ist aber kein Privatproblem sondern ein wichtiger und ehrenvoller Dienst an der Gesellschaft. Die Akzeptanz für dieses Engagement muss steigen.“

Das neue Familienpflegezeitgesetz, das im Oktober vom Bundestag verabschiedet wurde, mache Beschäftigte zu Bittstellern. Baaske: „Die Hemmschwelle, seinem Arbeitgeber über einen Pflegefall in der eigenen Familie zu berichten, bleibt damit bestehen. Ohne Rechtsanspruch werden es nur wenige wagen, eine Familienpflegezeit in Anspruch zu nehmen.“

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