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18.01.2012Dusel: Inklusion im schulischen Bereich vorantreiben | 002/2012

Die Behindertenbeauftragten der Länder und des Bundes fordern von der Kultusministerkonferenz, die Inklusion im schulischen Bereich in ganz Deutschland weiter voranzutreiben. Auf ihrem jüngsten Treffen in Hamburg haben sie dazu die „Hamburger Erklärung“ verabschiedet. Brandenburgs Behindertenbeauftragter Jürgen Dusel sagte dazu heute in Potsdam: „Wir müssen in Brandenburg den Weg hin zu einem inklusiven Bildungssystem konsequent weitergehen.“

Eine wichtige Etappe habe Brandenburg im November 2011 erreicht, als das Kabinett das Behindertenpolitische Maßnahmenpaket beschlossen hat. Dusel: „Dies brachte einen enormen Schub, den wir jetzt bei der weiteren Umsetzung nutzen müssen.“

Beim Thema Inklusion sei es wichtig, alle Beteiligten mitzunehmen und vor allem den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit der Veränderungen in den Schulen und anderen Bildungsorten zu vermitteln. Dusel: „Die Richtung des Weges ist durch die in Deutschland geltende UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen klar vorgegeben: Ziel ist ein Bildungssystem, das von Anfang an offen für alle Menschen ist, gleich mit oder ohne Behinderungen. Es geht konkret darum, elementare Rechte von Menschen mit Behinderungen durchzusetzen.“

Die zweiseitige Erklärung wurde von Hamburgs Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner, an den Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Hamburgs Schulsenator Ties Rabe, übergeben. Die Kultusministerkonferenz wird aufgefordert, „der Verpflichtung aus Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention zur Schaffung eines inklusiven Bildungssystems und zur Gewährleistung eines diskriminierungsfreien Zugangs zur allgemeinen Schule für behinderte Schülerinnen und Schüler zeitnah nachzukommen.“

Unter anderem wird gefordert, den Ausbau von inklusiven Ganztagsschulen voranzutreiben, sich für den barrierefreien Ausbau der Schulgebäude einzusetzen und nicht mehr das Lernen im „Gleichschritt“ als ausschließliche Methodik zuzulassen, sondern durch das individuelle Lernen und den zieldifferenten Unterricht zu ersetzen. Der vollständige Text der „Hamburger Erklärung“ ist auf der Internetseite www.masf.brandenburg.de eingestellt.

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