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07.05.2012„Initiative Inklusion“: Gute Ausbildung für Jugendliche mit einer Schwerbehinderung | 042/2012

38 Jugendliche mit einer Schwerbehinderung erhalten einen betrieblichen Ausbildungsplatz in Brandenburg. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung im Rahmen der Bund-Länder „Initiative Inklusion“ unterzeichneten Arbeitsminister Günter Baaske und Dr. Jens Regg, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit. Baaske sagte am heutigen „Tag des Ausbildungsplatzes“: „38 klingt nicht nach viel – aber für jeden einzelnen kann das die entscheidende und gute Lebensweiche sein.“ Regg: „Die betriebliche duale Ausbildung bietet den Jugendlichen beste Chancen für einen erfolgreichen Berufsstart“.

Die „Initiative Inklusion“ ist eine Maßnahme von Bund und Ländern zur UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sie wird von den Ländern von 2011 bis 2018 umgesetzt. Zur Teilhabe am Arbeitsleben stehen dafür bundesweit 100 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds des Bundes zur Verfügung. Brandenburg erhält daraus 2,8 Mio. Euro; 441.000 Euro davon werden für die Ausbildungsinitiative eingesetzt. Weitere Mittel stehen zur Berufsorientierung schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler und für neue Arbeitsplätze für arbeitslose schwerbehinderte Menschen, die älter als 50 Jahre sind, zur Verfügung.

Für jeden Ausbildungsplatz erhalten Arbeitgeber im Rahmen der neuen Initiative bis zu 10.000 Euro. Für eine mindestens einjährige Weiterbeschäftigung oder eine unbefristete Anstellung erhalten die Betriebe weitere Unterstützung. Die Arbeitsagentur sucht jetzt nach Betrieben, die mitmachen wollen.

Baaske appelliert an Brandenburger Unternehmen, den Menschen mit Behinderung eine Chance zu geben: „Derzeit erfolgt die Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderungen zumeist über geförderte Stellen in außerbetrieblichen Maßnahmen. Das müssen wir ändern. Die Jugendlichen sollen ihre Stärken in den Betrieben zeigen und dort praxisnah das Rüstzeug für eine spätere sozialversicherungspflichtige gute Arbeit erhalten. Das Ziel ist eine dauerhafte Beschäftigung.“

Regg: „Eine Berufsausbildung ist nach wie vor ein wichtiger Baustein für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. Allerdings wissen wir, dass der Übergang von der Schule in Ausbildung für Jugendliche mit Behinderung besonders schwierig ist. Wegen ihrer Beeinträchtigungen brauchen gerade diese jungen Menschen besondere Unterstützung und Förderung – und die Chance auf eine betriebliche Ausbildung. So können sie Betriebe gleich praktisch und vor Ort von ihren Stärken überzeugen und Inklusion im besten Sinne gelebt werden. Zudem bietet sich für Betriebe die Möglichkeit, auch durch die Ausbildung junger Menschen mit Behinderung den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern.“

Der Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderte Menschen am Arbeitsleben ist eine zweckgebundene Vermögensmasse aus Mitteln der Ausgleichsabgabe und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales verwaltet. Vorschläge zur Mittelvergabe unterbreitet der Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen. Die Ausgleichsabgabe müssen Arbeitgeber mit mindestens 20 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zahlen, die nicht auf wenigstens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

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