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18.06.2012Fachtagung: Betriebliche Gesundheitspolitik stärken | 058/2012

Angesichts des Fachkräftemangels und alternder Belegschaften ist Gesundheit am Arbeitsplatz ein wichtiges Ziel brandenburgischer Arbeitspolitik. Wege zu einem modernen betrieblichen Gesundheitsmanagement diskutierte am Montag in Potsdam die Fachtagung „Gute Arbeit – Gesund arbeiten in Brandenburg“. Arbeitsminister Günter Baaske: „Sich ändernde Arbeitswelten, höhere Belastungen, mehr Stress – das kostet Nerven, macht krank, schadet der Wirtschaft. Sozialpartner und Gesetzgeber müssen handeln, um Arbeit und Gesundheit in eine verträgliche Balance zu bringen.“

In Brandenburg lagen die krankheitsbedingten Arbeitsausfälle 2011 bei durchschnittlich 18,3 Tagen pro Beschäftigtem – der zweithöchste Wert im Bundesgebiet nach Berlin. Baaske: „Es sind zwar vorwiegend die klassischen Verursacher, wie Muskel-Skelett-Schädigungen, Erkrankungen von Haut und Atemwegen; doch die psychisch bedingten Krankheiten steigen stark.“ So entwickle sich die ständige Stand-by-Bereitschaft über Handy zu einer neuen Belastung.

Baaske weiter: „Gute Chefs akzeptieren Freizeit und Ruhebedürfnis ihrer Beschäftigten – die anderen muss man dazu bringen.“ Zur Vermeidung psychischer Belastungen seien spezielle Regelungen im Arbeitsschutzgesetz, beispielsweise die DGB-Forderung nach einer „Anti-Stress-Verordnung“, dafür gute Wege.

Brandenburg will in den Betrieben eine „Kultur der Gesundheits-Prävention“ voranbringen und unterstützt dabei vor allem kleinere Unternehmen. Gegenwärtig erproben die vier Sieger des im Vorjahr gestarteten INNOPUNKT-Ideenwettbewerbs „Gesund arbeiten in Brandenburg – Betriebliche Gesundheitspolitik stärken“ konkrete und praktikable Wege.

Die aus PM- und Landesmitteln mit 2 Mio Euro geförderten Projekte begannen im Dezember 2011 und laufen bis Ende 2014. Erste Lösungsansätze wurden auf der Fachtagung vorgestellt und weitere Vorhaben in Workshops diskutiert.

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