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22.08.2012Start ins neue Ausbildungsjahr 2012/2013 / Ausbildung: Fast 4.800 Lehrstellen noch unbesetzt | 081/2012

Betrieben fällt es immer schwerer, Lehrstellen zu besetzen. Ende Juli waren noch 4.769 Stellen unbesetzt. 4.418 Jugendliche waren noch auf der Suche nach einer Lehrstelle, das sind rund 7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Dabei ist die Lage auf Brandenburgs Ausbildungsmarkt regional sehr unterschiedlich. Während es z. B. in Potsdam und in der Prignitz zu wenig Bewerberinnen und Bewerber gibt, fehlen in den Kreisen Spree-Neiße oder Uckermark viele Lehrstellen.

Zum Start des neuen Ausbildungsjahres 2012/2013 stellte Arbeitsminister Günter Baaske im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Landtages heute die aktuellen Zahlen vor. Baaske: „Angebot und Nachfrage passen vor Ort oft nicht zueinander. Die Betriebe haben es selbst in der Hand, mit attraktiven Angeboten Jugendliche für sich zu begeistern. Aber auch die jungen Menschen müssen noch flexibler werden.“

Für den Ausbildungsstellenmarkt 2011/2012 wurden den Arbeitsagenturen von Oktober 2011 bis Ende Juli 2012 insgesamt 12.182 Ausbildungsplätze gemeldet, das sind rund vier Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Im selben Zeitraum meldeten sich in Brandenburg 13.447 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz in den Berufsberatungen der Arbeitsagenturen. Die durchschnittliche Ausbildungsvergütung lag im Jahr 2011 in Ostdeutschland bei monatlich 642 Euro (Westen: 708 Euro).

Baaske: „Ich appelliere an alle Unternehmer: Wer heute selbst ausbildet, sichert seine  Fachkräfte für die Zukunft. Damit die Abwanderung gestoppt wird bleibt aber entscheidend, dass endlich auch die Löhne in Ostdeutschland deutlich steigen.“

Das Verhältnis zwischen den gemeldeten betrieblichen und außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen je 100 Bewerber/-innen lag Ende Juli 2012 im Landesdurchschnitt bei 91:100. In den Landkreisen und kreisfreien Städten ergibt sich folgendes Bild: einen Bewerbermangel gibt es in Potsdam (145:100), Prignitz (125:100), Potsdam-Mittelmark und Dahme-Spreewald (je 115:100), Cottbus (111:100) sowie Elbe-Elster und Havelland (je 104:100). Ein Mangel an Lehrstellen existiert derzeit in Uckermark (40:100), Spree-Neiße (46:100), Ostprignitz-Ruppin (76:100), Oder-Spree (84:100), Barnim (85:100), Märkisch-Oderland (88:100), Brandenburg a. d. H. (92:100), Frankfurt (Oder) (93:100) sowie Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz und Teltow-Fläming (je 99:100).

Baaske: „In den Regionen, in denen es zu wenige Lehrstellen gibt, ‚lösen‘ die Jugendlichen das Problem durch Abwanderung oder Pendeln. Aus diesem Grund brauchen wir mehr Lehrstellen. Auch wenn im vergangenen Jahr landesweit über 40 Prozent der angebotenen Ausbildungsplätze unbesetzt blieben, ist das der einzige Weg, die Jugendlichen im Land zu halten.“

Die Ausbildungsbeteiligung seitens der Betriebe müsse deswegen noch besser werden, betonte Baaske. Nur 57 Prozent der märkischen Betriebe haben eine Ausbildungsberechtigung und davon bildeten im Jahr 2011 nur 42 Prozent tatsächlich aus. Damit bilden drei Viertel aller Betriebe keine Jugendlichen aus.

An die Adresse der Schulabgänger sagt Baaske: „Es gibt über 300 verschiedene Ausbildungsberufe allein in Brandenburg. Es lohnt sich, über den Tellerrand zu schauen und sich beispielsweise bei der Berufsberatung in den Arbeitsagenturen beraten zu lassen. Gerade in den technischen Bereichen oder auch in der gesamten Gesundheits- und Pflegebranche werden händeringend Nachwuchskräfte gesucht. Die Arbeits- und vor allem Verdienstbedingungen verbessern sich angesichts des Bewerbermangels hier zunehmend.“

Weitere Informationen zum Thema Ausbildung auf der Internetseite www.ausbildungskonsens-brandenburg.de.

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