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27.09.2012Arbeitsmarktzahlen September 2012 / Baaske: Gesetzlicher Mindestlohn längst überfällig | 100/2012

Die Arbeitslosigkeit geht in Brandenburg weiter zurück: Im September betrug die Quote 9,4 Prozent, 0,3 Prozentpunkte weniger als im August und 0,5 weniger als im Vorjahr. Arbeitsminister Günter Baaske: „Diese guten Daten dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele Menschen für einen Niedriglohn arbeiten müssen und trotz Vollzeit-Job Hartz-IV beantragen müssen. Deshalb brauchen wir dringend einen gesetzlichen Mindestlohn. Davon profitiert vor allem der Osten, wo die Löhne immer noch deutlich niedriger sind als im Westen.“

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im September 125.633 Menschen arbeitslos, das sind 4.813 weniger als im Vormonat und 7.172 weniger als vor einem Jahr. Das ist die niedrigste Arbeitslosenzahl seit April 1991. Im Juli 2012 hatten 770.900 Brandenburgerinnen und Brandenburger eine sozialversicherungspflichtige Arbeit, 8.500 mehr als vor einem Jahr. Es gab 10.788 unbesetzte Arbeitsstellen, davon 2.121 für Teilzeit.

In Brandenburg müssen rund 64.000 Menschen trotz ihrer Arbeit zusätzlich Hartz-IV beantragen, da ihr Einkommen zu niedrig ist. Davon rund 20.000 sogar bei einer Vollzeitarbeit. Baaske: „Das muss endlich ein Ende haben. Wer Vollzeit arbeitet, der muss von seinem Lohn auch leben können! Mit der längst überfälligen Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes könnten nicht nur sittenwidrige Löhne verhindert, sondern auch die Binnennachfrage und damit die Wirtschaft angekurbelt werden.“

Die Zahl der jungen Arbeitslosen zwischen 15 bis unter 25 Jahren sank zum Vormonat um 7,0 Prozent auf 11.532. Auch die Zahl der älteren Arbeitslosen sinkt weiter: Im September waren 47.040 der 50- bis unter 65-jährigen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sind das 2,3 und zum Vorjahr 2,5 Prozent weniger. Die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen sank um 7 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf 6.462.

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