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27.09.201215. Alzheimer-Tag Brandenburg / Baaske: Demenz große Herausforderung für die Pflege | 101/2012

Die Zahl der demenzkranken Menschen wird in den kommenden Jahrzehnten stark ansteigen. In Deutschland treten jährlich mehr als 280.000 Neuerkrankungen auf. Das sei vor allem für die Pflege eine große Herausforderung, sagte Sozialminister Günter Baaske heute beim 15. Alzheimer-Tag Brandenburg in Potsdam. Zu der Tagung hatte der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. eingeladen.

In Deutschland leben mehr als 1,4 Millionen Demenzkranke, zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. In Brandenburg wird die Zahl der Erkrankten auf rund 45.000 geschätzt. Betroffen sind vor allem Menschen, die über 70 Jahre alt sind. Ihre geistige Leistungsfähigkeit, Gedächtnis, Sprache, Orientierung werden durch die Krankheit eingeschränkt, bis sie schließlich nicht mehr zu einer selbstständigen Lebensführung in der Lage sind.

Baaske: „Menschen mit Demenz benötigen eine umfassende Betreuung. Wir wissen, dass die meisten zu Hause alt werden wollen – betreut von Familienangehörigen. Deshalb müssen wir niedrigschwellige Angebote zur Entlastung pflegender Angehöriger wie z.B. Betreuungsgruppen und die stundenweise Betreuung zu Hause sowie ambulante Wohn- und Betreuungsformen weiter ausbauen und die Familien durch gute Beratungsangebote vor Ort unterstützen. In einer alternden Gesellschaft sind wir bei der Pflege auch immer stärker auf Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt angewiesen.“

Die Zahl der niedrigschwelligen Angebote in der Mark hat sich seit 2003 bis heute auf 186 mehr als verdreifacht. Baaske: „Diese gute Entwicklung muss in den kommenden Jahren fortgeführt werden. Die Pflege der Zukunft ist eine Pflege in lokalen Quartieren. Das sind auch kleine Wohnformen in vertrauter Umgebung, die durch einen Mix aus professioneller und gesellschaftlicher Betreuung versorgt werden.“ Wenn alles so weiter geht, wie bisher, wird die Anzahl der Pflegebedürftigen in Brandenburg von 2009 bis 2030 um fast 90 Prozent von 86.000 auf über 160.000 Menschen steigen.

Das brandenburgische Sozialministerium hat eine „Brandenburger Fachkräftestudie Pflege“ in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse Mitte 2013 vorliegen sollen. Die Handlungsempfehlungen sollen in das geplante „Brandenburger Pflegepaket“ einfließen. Baaske: „Wichtige Stellschrauben sind die Verminderung und Vermeidung von Pflegebedürftigkeit, die Bewältigung von Pflegebedürftigkeit durch wohnortnahe Angebote und die Optimierung des Fachkräfteeinsatzes.“

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