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Vermeidung gesundheitlicher Schäden durch Anpassung an den Klimawandel

Was für eine Hitze, © Jürgen Fälchle / Fotolia Jürgen Fälchle / Fotolia

Die globale Erwärmung und der damit zusammenhängende Klimawandel zeigen bereits heute Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung.

Klimawandelbedingte gesundheitliche Gefahren werden die Verwaltungen und Gesundheitssysteme zunehmend vor neue Herausforderungen stellen.  

Für Brandenburg ist im Auftrag der Interministeriellen Arbeitsgruppe "Anpassung an die Folgen des Klimawandels" ein "Klimawandelmonitoring im Land Brandenburg - Basisbericht entstanden, in dem an Hand von Indikatoren die Veränderungen der letzten Jahre in vielen Bereichen durch Datenanalysen dargestellt werden (Link: Basisbericht zum Download als PDF-Datei).

Die Indikatoren aus dem Bereich Gesundheit sind: 

  • Anzahl der Sommertage (25oC), heißen Tage (30oC) und Tropennächte (20oC)
  • Anzahl von Hitzewarnungen
  • Hitzebedingte Todesfälle
  • Pollenbelastung für Allergiker (Hasel, Erle, Birke, Esche, Gräser, Roggen und Beifuß)
  • Belastung mit Ambrosia-Pollen
  • Blaualgenbelastung in Badegewässern
  • Schadstoffbelastung der Luft (PM10; PM2,5; Ozon; NO2)
  • Meldepflichtige Infektionskrankheiten (Lyme-Borreliose)

Der Indikatorenbericht stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit,  er ist ein Zwischenergebnis der vorhandenen Daten im Land Brandenburg.

Zur Vermeidung gesundheitlicher Schäden kann jeder beitragen.

Hitzewellen

So zählen zum Beispiel die Hitzewellen zu den Extremwetterereignissen, für die nach den derzeit vorliegenden Klimastudien die Wahrscheinlichkeit für eine Zunahme und eine Intensivierung ansteigt.

Besonders betroffen von ungewohnt hoher Hitzeexposition sind Menschen, deren Organismus durch Alter oder Krankheit bereits geschwächt ist.

Da der Anteil der Seniorinnen und Senioren aufgrund des demographischen Wandels in Brandenburg weiter steigt, gewinnen die gesundheitlichen Auswirkungen von Hitzewellen zunehmend an Bedeutung.

Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes 

In Deutschland wurde im Jahr 2005 bundesweit das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes eingerichtet. Damit kann über einen zweistufigen Warnprozess umfassend und rechtzeitig über eine bevorstehende Hitzewelle informiert werden, woraufhin entsprechende Präventionsmaßnahmen eingeleitet werden können.

Darüber hinaus empfiehlt sich die Etablierung eines Hitzeaktionsplans, der neben einer Hitzewarnung auch umfassende Interventionsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz berücksichtigt.

 

Mehr Informationen zu Hitzewarnungen, Hitze-Tipps, Sonne und UV-Strahlung