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12.12.2012Sozialpartnerdialog tagt in Potsdam: Ausbildung zentraler Baustein bei Fachkräftesicherung | 131/2012

Gute Ausbildung ist ein zentraler Baustein zur Fachkräftesicherung in Brandenburg. Das bekräftigte der Sozialpartnerdialog Brandenburg heute bei seiner letzten Sitzung in diesem Jahr im Potsdamer Arbeitsministerium. Arbeitsstaatssekretär Wolfgang Schroeder: „Die Ausbildung von jungen Menschen muss verstärkt werden. Das Thema wird ein Handlungsschwerpunkt von Arbeitgebern und Gewerkschaften im Jahr 2013. Gemeinsam will der Sozialpartnerdialog noch mehr Betriebe dazu bewegen, Jugendliche auszubilden. Dabei gilt es, vor allem auch Jugendlichen mit Startschwierigkeiten den Einstieg in die berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Auch die Ausbildungsvergütung muss verbessert werden.“

57 Prozent der märkischen Betriebe haben eine Ausbildungsberechtigung, aber nur 42 Prozent davon bildeten im Jahr 2011 aus: Insgesamt bildeten damit nur etwa ein Viertel der Brandenburger Betriebe aus – zwar im ostdeutschen Durchschnitt, aber deutlich weniger als in Westdeutschland (33 Prozent). Auch bei der Ausbildungsvergütung gibt es noch einen deutlichen Abstand zum Westen: in 2011 lag die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Osten bei 642 Euro, im Westen bei 708 Euro.

Schroeder: „Wir brauchen dringend mehr Ausbildung in den Betrieben. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben im Sozialpartnerdialog bekräftigt, sich dafür verstärkt zu engagieren. Das ist ein gutes Signal für den brandenburgischen Arbeitsmarkt.“ Er kündigte an, dass der Sozialpartnerdialog im kommenden Jahr wieder positive betriebliche Beispiele der Öffentlichkeit vorstellen werde. Zu den Themen im Jahr 2013 gehören insbesondere auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie faire Bezahlung.

Auch für die Beschäftigten in Brandenburg steht Ausbildung ganz vorne: 78 Prozent sehen dieses Thema auf Platz eins der zentralen Aufgaben des Sozialpartnerdialogs, gefolgt vom Lohn mit 73 Prozent. So eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Arbeitsministeriums. Zudem empfinden 93 Prozent die vom Sozialpartnerdialog gepflegte kooperative Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften zur Gestaltung der Arbeitswelt als wichtig.

Trotzdem ist das Thema Sozialpartnerschaft im Land Brandenburg noch zu wenig bekannt. Das belegen Auswertungen zur Kommunikation des Themas in der Öffentlichkeit, die heute ebenfalls diskutiert wurden. Schroeder: „Das zu ändern ist eine wesentliche Aufgabe des Sozialpartnerdialogs. Hier gilt es, die Erfolge der Kooperation von Arbeitgebern und Gewerkschaften im Land noch bekannter zu machen.“ So ist z.B. der Brandenburgische Ausbildungskonsens, in dem sich Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände gemeinsam mit Kammern, Bundesagentur für Arbeit und Landesregierung für die duale Ausbildung im Land stark machen, ein Beispiel für gelebte Sozialpartnerschaft.

Am Sozialpartnerdialog beteiligen sich unter der Moderation des Arbeitsministeriums die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), der DGB Berlin-Brandenburg sowie Einzelverbände und –gewerkschaften aus Metall- und Elektroindustrie, Baugewerbe, Chemie, Handel sowie Hotel- und Gaststättengewerbe. Das Gremium wurde am 14. November 2011 gegründet. Es soll dazu beitragen, die großen strukturellen Herausforderungen der Zukunft in Brandenburg am Arbeitsmarkt gemeinsam zu bewältigen.

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