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05.03.201323. Brandenburger Frauenwoche / Baaske: Mehr Frauen in Führungspositionen | 020/2013

Frauen müssen noch stärker Führungspositionen in Wirtschaft und Politik übernehmen können. Das forderte Frauenminister Günter Baaske anlässlich der 23. Brandenburger Frauenwoche. Bis 11. März finden landesweit mehr als 300 Veranstaltungen statt (Motto „Frauen Stimmen gewinnen“). Im Rahmen der Frauenwoche laden Baaske und die Landesgleichstellungsbeauftragten Sabine Hübner engagierte Brandenburgerinnen am 7. März zum Kinobesuch nach Potsdam in den Film „Willkommen in der Bretagne“ ein. Anmeldungen sind noch möglich (per Mail: presse@masf.brandenburg.de).

Baaske: „Frauen haben nachwievor einen erschwerten Zugang zu Führungspositionen. Das muss sich dringend ändern.“ Auch deshalb hatte Brandenburg gemeinsam mit Hamburg im September 2012 über den Bundesrat einen Gesetzentwurf für eine Frauenquote auf den Weg gebracht. Er sieht vor, dass eine gesetzliche Mindestquote für Frauen in Aufsichts- und Verwaltungsräten börsennotierter oder mitbestimmter Gesellschaften in zwei Stufen eingeführt wird. Ab 2018 muss ihr Anteil mindestens 20 Prozent betragen, ab 2023 dann mindestens 40. Mit dem Entwurf beschäftigt sich derzeit der Bundestag.

Baaske betonte, dass neben der Quote aber auch weiter Handlungsbedarf bei Themen wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gleicher Lohn für gleiche Arbeit besteht: „Damit Frauen gute Berufs- und Verdienstchancen bekommen, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb mehr Investitionen in Kinderbetreuung und Ganztagsschulen statt mehr als eine Milliarde für das bayerische Betreuungsgeld.“

Der Frauenanteil in den Kreistagen beträgt nur 26 und in den Gemeindevertretungen sogar nur 24 Prozent. Sabine Hübner: „Das Land würde davon profitieren, wenn mehr Frauen mit Gestaltungsfreude und Sachverstand auch in der Kommunalpolitik mitmischen würden. Dafür brauchen wir zum Beispiel eine andere Sitzungskultur – Frauen werden abgeschreckt durch wenig zielführende Diskussionen, lange Sitzungszeiten und schlechte Vereinbarkeit von Politik und Familie. Frauenpolitische Bündnisse – über Parteigrenzen hinweg und hinein in die Verwaltung – müssen gestärkt werden.“

Die Frauenwoche hat sich zu einer festen Institution entwickelt, die die Öffentlichkeit für wichtige gleichstellungspolitische Themen sensibilisiert. Sie wurde 1991 von Regine Hildebrandt ins Leben gerufen und ist in dieser Form bundesweit einmalig. Koordiniert wird sie vom Frauenpolitischen Rat des Landes. Das Frauenministerium unterstützt die Veranstaltung mit 40.000 Euro aus Lottomitteln. Weitere Informationen unter www.frauenrat-brandenburg.de

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