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Charta zur Betreuung Sterbender und schwerstkranker Menschen

Die Bedürfnisse schwerstkranker und sterbender Menschen standen im Mittelpunkt einer Initiative der deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes (DHPV) und der Bundesärztekammer (BÄK). 50 gesellschaftlich und gesundheitspolitisch relevante Institutionen haben zwei Jahre lang an einem runden Tisch die "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen" ausgearbeitet. Es wurden fünf Leitsätze formuliert, die zur Erfüllung der Bedürfnisse dieser Menschen beitragen sollen. Am 17. August 2010 wurde die Charta verabschiedet und am 8. September in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Ministerin Anita Tack unterzeichnete die Charta im Dezember 2010. Mit der Unterzeichnung der Charta erklärt das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, dass es die Ziele und Inhalte der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen" mit trägt und sich somit im Sinne der Charta für die Verbesserung der Situation schwerstkranker und sterbender Menschen, ihrer Familien und der ihnen Nahestehenden in Brandenburg einsetzt.

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen

Die Hospizbewegung startete in Deutschland vor etwa 30 Jahren. Anfänge der Hospizarbeit in Brandenburg sind auf Ende der 90er Jahre zurückzuführen. Mit der Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Brandenburg e.V. begann im Jahr 2000 die organisierte Entwicklung der brandenburgischen Hospizarbeit.

LAG Hospiz Brandenburg
 

Nur wenige Jahre später, etwa ab 2003, schlossen sich Vertreterinnen und Vertreter von ambulanten und stationären Hospizen, von ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen, von Krankenhäusern, Krankenkassen, der Kassenärztliche Vereinigung, der Landesärztekammer, des Gesundheitsministeriums und anderer Brandenburger Einrichtungen zu einer Gemeinschaftsinitiative "Menschenwürdig leben bis zuletzt" zusammen, die sich als Träger eines Gesundheitszielprozess zur Verbesserung der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen im Land Brandenburg verstanden. Um die Versorgungssituation im Land Brandenburg zu analysieren und in weiteren Schritten Versorgungsbedarfe identifizieren und Handlungsempfehlungen entwickeln zu können, beauftragte die Gemeinschaftsinitiative seinerzeit die Medizinische Fachhochschule Hannover zur Erstellung eines Gutachtens zur Situation schwerstkranker und sterbender Menschen in Brandenburg. Im Jahr 2005 wurde dieses Gutachten unter dem Titel "Neue Wege in der Palliativversorgung" veröffentlicht.

Palliativgutachten 2005
 

Das Gutachten diente nach seiner Veröffentlichung auch als Planungsgrundlage - u.a. für die Errichtung stationärer Hospizbetten im Land Brandenburg und für die Errichtung von Palliativstützpunkten, den heutigen SAPV-Teams. Seither hat sich die Versorgungssituation schwerstkranker und sterbender Menschen in Brandenburg weiterentwickelt und maßgeblich verbessert. Viele Patientinnen und Patienten erhalten heute bereits eine ihrem Bedarf entsprechende gute Versorgung, nicht zuletzt aufgrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen.

Um den 2003 begonnenen Prozess wieder aufzugreifen und weiter zu führen, wurde 2012 in Kooperation zwischen dem Gesundheitsministerium und Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V. das Projekt zur Weiterentwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung in Brandenburg durchgeführt. Im Ergebnis des Projekts werden Handlungsempfehlungen für die weitere Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Brandenburg entwickelt und Umsetzungsschritte mit den Beteiligten diskutiert und abgestimmt.

Weiterentwicklung von Hospiz und Palliativversorgung in Brandenburg

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