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AGnES-Modellprojekte

AGnES steht für Arztentlastende Gemeinde-nahe E-Health-gestützte Systemische Intervention. In vier Bundesländern, nämlich in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wurden im Zeitraum 2005 bis 2008 die Modellprojekte durchgeführt. Das Institut für Community Medicine der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald konzipierte, koordinierte und begleitete sie wissenschaftlich.

Das Ziel war es, eine Entlastung der Hausärztinnen und -ärzte zu erreichen, in dem ärztlichen Tätigkeiten auf speziell geschulte Mitarbeiterinnen delegiert wurden. Diese Pflegefachkräfte, aber auch Medizinische Fachangestellte (Arzthelferinnen) führten Hausbesuche durch, bei denen sie z.B. Patientendaten erhoben oder die Patientinnen und Patienten zu gesundheitlichen Themen berieten. Sie waren als Mitarbeiterinnen des Praxisteams direkt an eine Hausarztpraxis angebunden (Einzelpraxis, Gemeinschaftspraxis, medizinisches Versorgungszentrum, lokaler Hausärzteverbund oder Zweigpraxis).

Durch die Erprobung dieser neuen Versorgungsform sollte ein Beitrag zur Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung der Bevölkerung in unterversorgten bzw. von Unterversorgung bedrohten Gebieten geleistet werden. In Brandenburg waren bis zum Ende des Modellprojektes bzw. in der Übergangzeit bis zur Überführung in die Regelversorgung zum 1. April 2009 drei "AGnES-Fachkräfte" am Medizinischen Zentrum Lübbenau tätig.

Im Rahmen der Modellprojekte wurde das Berufsbild einer „modernen“ Gemeindeschwester entwickelt, der sogenannten AGnES-Fachkraft. Dabei bezieht sich das Akronym „AGnES“ auf eine Fernsehserie der DEFA, deren Hauptfigur die Gemeindeschwester Agnes war, die mit ihrer Schwalbe über Land fuhr und ihre Patienten beteute. Zur Vorbereitung auf ihre Tätigkeit erhielten die Agnes-Fachkräfte eine umfangreiche Schulung nach einem speziell für das Modellprojekt entwickelten Curriculum.

Die Ergebnisse der Modellprojekte veranlassten den Gesetzgeber, diese Versorgungsform in die Regelversorgung zu überführen und zu einer "normalen" Krankenversicherungsleistung zu machen. Aus der "AGnES-Fachkraft" wurde zum 1. April 2009 die nicht-ärztliche Praxisassistentin.

Weitere Informationen:

Nicht-ärztliche Praxisassistentin

Ergebnisse der Modellprojekte

Letzte Aktualisierung: 21.11.2013

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