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27.11.2013Erfahrungsaustausch zwischen Brandenburg und Lubuskie / Baaske: Langzeitarbeitslose gezielt unterstützen | 117/2013

Der Erfahrungsaustausch zwischen der polnischen Nachbarregion Lubuskie und Brandenburg im Bereich der Arbeitspolitik wird fortgesetzt. Die vor drei Jahren gegründete gemeinsame Arbeitsgruppe trifft sich heute zu einem zweitägigen Expertenworkshop in Potsdam. Im Mittelpunkt stehen Ansätze zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit. Arbeitsminister Günter Baaske sagte dazu: „Der Brandenburger Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Trotzdem gibt es immer noch eine hohe Zahl von Menschen, die seit vielen Jahren arbeitslos sind und nur schwer Zugang zum ersten Arbeitsmarkt finden. Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit ist und bleibt ein Schwerpunkt unserer Arbeitspolitik. Brandenburg und Lubuskie haben viele Ähnlichkeiten. Deswegen ist es gut und wichtig, dass wir uns regelmäßig austauschen.“

In Brandenburg gab es 2012 rund 54.000 Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos waren, 2007 waren es über 92.000. Über die Hälfte der Langzeitarbeitslosen sind weniger als zwei Jahren lang ohne Arbeit, knapp 35 Prozent sind zwischen zwei und unter fünf Jahren arbeitslos und rund 13 Prozent sind fünf Jahre und länger beschäftigungslos.

Seit einem Jahr werden in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Integrationsbegleiter für die individuelle Betreuung von Langzeitarbeitslosen eingesetzt. Bisher haben 1.700 Menschen an dem Landesprogramm teilgenommen, davon wurden bereits rund 15 Prozent in eine Beschäftigung vermittelt. Ein Begleiter betreut maximal 25 Langzeitarbeitslose gleichzeitig; zunächst bis zu sechs Monate bei der Arbeitssuche, und falls eine Einstellung erfolgt, weitere sechs Monate während der Probezeit. Für das Förderprogramm stehen bis März 2015 22 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung.

Baaske: „Die Integrationsbegleiter sind ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit in Brandenburg. Sie können sich intensiv um die Langzeitarbeitslosen kümmern und bei Problemen sofort eingreifen. Gerade am Beginn einer neuen Arbeit ist das wichtig. Auch für die Arbeitgeber bietet die Betreuung damit Sicherheit und gibt in einigen Fällen vielleicht den entscheidenden Ausschlag, einen Langzeitarbeitslosen einzustellen. Jeder einzelne Fall, in dem das gelingt, ist ein Erfolg.“

In der deutsch-polnischen Expertengruppe sind das Brandenburger Arbeitsministerium, das Marschallamt Lubuskie, die Arbeitsverwaltung, die Statistikämter sowie Arbeitgeber und Gewerkschaften vertreten. Sie arbeitet seit Dezember 2010 an dem Ziel, Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen für einen länderübergreifenden Arbeitsmarkt unter den neuen Bedingungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit auszuloten.

Zentrale Themen für die Zusammenarbeit sind unter anderem die gemeinsame Arbeitsmarktanalyse sowie der Informationsaustausch zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen. Die enge Kooperation wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Brandenburg gefördert. 

Hinweis:
Die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppe wurden 2012 in der Broschüre „Entwicklung eines deutsch-polnischen Arbeitsmarktes in der Region Brandenburg/Lubuskie – Potentiale und Chancen“ in Deutsch und Polnisch veröffentlicht (Download unter www.masf.brandenburg.de Rubrik_Publikationen).

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