Das Ministerium

Unsere Themen

Landesbeauftragte

Landesstelle

Service

02.12.2013Preisverleihung familienfreundliche Gemeinde: Baaske würdigt gute Rahmenbedingungen für Familien | 121/2013

Familienminister Günter Baaske zeichnete heute vier Gemeinden als Sieger des Wettbewerbs „Familien- und kinderfreundliche Gemeinde 2013“ aus und würdigte das örtliche Engagement. Baaske: „Den demografischen Wandel nur zu beklagen, ist zu wenig. Man muss handeln. Das tun diese Gemeinden. Unser Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie viele großartige Beispiele es für familienfreundliche Orte in Brandenburg gibt. Viele Kommunen setzen sich für ein familienfreundliches Lebensumfeld ein und stärken damit auch ihre wirtschaftliche Entwicklung. Denn Familienfreundlichkeit ist längst ein starker Standortfaktor.“

Mit dem Titel „Familien- und kinderfreundliche Gemeinde“ können sich seit heute schmücken: Lychen (Uckermark), Nuthetal (Potsdam-Mittelmark), Neuenhagen und Petershagen/Eggersdorf (beide Märkisch-Oderland). Sie erhalten jeweils 19.175 Euro Preisgeld zur Weiterentwicklung ihrer Projekte. Baaske überreichte ihnen außerdem Ehrentafeln und Urkunden.

Baaske: „Familienfreundlichkeit kann man nicht mit staatlichen Verordnungen oder Gesetzen beschließen. Sie muss vor Ort gelebt und gestaltet werden. Dazu brauchen wir auch einen Mentalitätswechsel in der ganzen Gesellschaft. Nicht nur Kommunen, sondern auch Unternehmen und Sozialpartner müssen den Nutzen von Familienfreundlichkeit stärker erkennen und darin investieren.“

Die Gemeinde Neuenhagen mit ihren rund 17.200 Einwohnern wurde nach 2009 bereits zum zweiten Mal mit dem Preis ausgezeichnet. Baaske: „Der Ort ist bei Familien und Kinder beliebt. Besonders beeindruckend ist, wie viele Bürgerinnen und Bürger und auch Betriebe und andere Einrichtungen sich hier ehrenamtlich für familienfreundliche Strukturen engagieren. Das hat Vorbildcharakter.“

Der Wettbewerb fand zum siebten Mal statt. Er wurde 1998 von der damaligen Sozialministerin Regine Hildebrandt ins Leben gerufen und wird seit 2005 alle zwei Jahre vom brandenburgischen Familienministerium ausgelobt. In diesem Jahr hatten sich 10 Kommunen aus 6 Landkreisen sowie eine kreisfreie Stadt um den Titel beworben. Alle Bewerber wurden besucht und die Projekte vor Ort bewertet; eine unabhängige Jury hat die Gewinner ausgewählt.

Baaske: „Es gibt keine Verlierer, denn alle Bewerber können gute Projekte und Initiativen vorweisen.“ Mit der heutigen Preisverleihung wurden bislang 72 Kommunen als besonders familienfreundlich ausgezeichnet.

Die Jury hat auch generationsübergreifende Angebote für Jung und Alt gewürdigt. So arbeitet die Gemeinde Nuthetal (rund 8.700 Einwohner) zum Beispiel eng mit dem Mehrgenerationenhaus Nuthetal e.V., dem Seniorenbeirat und mit dem Lokalen Familienbündnis zusammen. Projekte wie „Starke Eltern – Starke Kinder“ oder „Älter werden in Nuthetal“ werden ständig weiterentwickelt. Baaske: „Das Gemeinde-Leitbild ‚gemeinsam leben‘ bringt es treffend auf den Punkt. Die verschiedenen Generationen können voneinander profitieren, wenn sie sich gegenseitig ernst nehmen und unterstützen. Dieses Miteinander bringt echte Lebensqualität für alle Menschen, das hat uns überzeugt.“

In der Flößerstadt Lychen (3.500 Einwohner) hat sich 2011 ein Lokales Bündnis für Familie mit vielen Akteuren gegründet. Gemeinsam engagieren sie sich vor allem für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf im ländlichen Raum und gestalten das Lebens- und Wohnumfeld für Familien attraktiver. So gibt es ein Mehrgenerationenhaus, um das Miteinander der Generationen zu stärken.

Das Doppeldorf Petershagen/Eggersdorf (rund 14.700 Einwohner) erfüllt mit seinen Projekten alle Anforderungen, die an eine familien-, kinder- seniorenfreundliche und bürgernahe Gemeinde gestellt werden. An der Entwicklung des Ortes sind Familien, Vereine, Betriebe und Bildungsstätten sehr aktiv beteiligt. Und auch Kinder und Jugendliche werden zu ihren Zukunftsvorstellungen befragt. Ihre Vorschläge fließen in die Planungen von Spielplätzen, Schulentwicklung und Jugendkulturarbeit ein. So wurde zum Beispiel die Idee, Senioren in die Klubarbeit miteinzubeziehen, längst zu einem Erfolgsmodell, von dem alle Generationen profitieren.

Der Landeswettbewerb ist Teil des Familien- und Kinderpolitischen Programms der Landesregierung und soll zur Fortentwicklung einer familienfreundlichen Gestaltung in Städten und Gemeinden beitragen. Baaske: „In Brandenburg haben sich viele gute Strukturen entwickelt, darunter 53 Lokale Bündnisse für Familie und 19 regionale Netzwerke Gesunde Kinder.“

Hinweis: Laudationes zu den Siegerorten im Netz: www.masf.brandenburg.de

Download der Pressemitteilung als PDF-Datei

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt

Marina Ringel
Pressesprecherin

Telefon: 0331 866-5040
Telefax: 0331 866-5049
Mobil: 0170 453 86 88
E-Mail:
marina.ringel@masgf.brandenburg.de