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02.12.2013Behindertenbeauftragter zum Int. Tag der Menschen mit Behinderungen: Dusel: „Mehr Achtsamkeit in Debatte um Inklusion“ | 122/2013

Am morgigen 3. Dezember jährt sich zum 20. Mal der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Dieser Gedenk- und Aktionstag soll das Bewusstsein der Gesellschaft für die Probleme von Menschen mit Behinderungen sensibilisieren.  

Dazu erklärt der Landesbehindertenbeauftragte Juergen Dusel heute in Potsdam: "Die Würde des Menschen - egal ob behindert oder nicht - ist unantastbar und unteilbar. Menschen mit Behinderungen haben die gleichen Erwartungen und Wünsche an ein erfülltes, glückliches und selbstbestimmtes Leben wie alle anderen Menschen auch. Eine Gesellschaft, in der es normal ist, verschieben zu sein und in der Vielfalt als Selbstverständlichkeit gelebt wird, ist gut für Brandenburg. 

Die teilweise verkürzte Debatte um Inklusion auf deren finanziellen Auswirkungen beschädigt die Würde der Menschen mit Behinderungen. Die Umsetzung der Grundrechte von Menschen darf nicht unter Kostenvorbehalt stehen. Menschen mit Behinderungen machen unser Land reicher. Ich fordere deshalb - gerade  im Hinblick auf die Diskussionen der vergangenen Wochen - mehr Achtsamkeit ein. Es ist letztlich eine Haltungsfrage, ob der Mensch im Mittelpunkt steht oder die vermeintlich durch ihn verursachten Kosten die Diskussion bestimmt!" 

In Brandenburg leben mit steigender Tendenz etwa 340.000 Menschen mit Behinderung (2011). Davon sind 238.000 schwerbehindert – das sind 9,7 Prozent der Gesamtbevölkerung (Bundesdurchschnitt: 8,7 Prozent). 60 Prozent der schwerbehinderten Menschen sind älter als 60 Jahre.

Jürgen Dusel, der von Geburt fast blind ist, sagt dazu: „Nur zehn Prozent dieser Menschen werden mit einer Behinderung geboren. Die meisten haben die Behinderung im Laufe des Lebens, zum Beispiel durch Erkrankung oder Unfall, erworben. Angesichts des demografischen Wandels und steigender Lebenserwartungen gehe ich davon aus, dass die Zahl der Menschen mit Behinderungen auch in Zukunft weiter ansteigen wird.“

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