Das Ministerium

Unsere Themen

Landesbeauftragte

Landesstelle

Service

25.02.2014„Familien stärken – gute Chancen von Anfang an“ / Baaske: Vorsorgende Familienpolitik weiter entwickeln | 015/2014

Der Übergang von Jugendlichen in die Erwachsenenwelt soll stärker in den Fokus der Brandenburger Familienpolitik rücken. So eine zentrale Aussage auf der heutigen Fachtagung „Familien stärken – gute Chancen von Anfang an“ des Familienministeriums in der Potsdamer Staatskanzlei mit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Familienminister Günter Baaske verabschiedete dabei Prof. Dr. Hans Bertram, der dem Familienbeirat des Landes seit Bestehen im Jahr 2004 vorsaß. Baaske: „Hans Bertram hat der Familienpolitik des Landes entscheidende Impulse gegeben und unsere Politik immer konstruktiv-kritisch begleitet. Dafür gebührt ihm großer Dank!“

Günter Baaske weiter: „Brandenburg ist eine besonders kinderfreundliche Region. Dazu hat das Familien- und Kinderpolitische Programm der Landesregierung in den vergangen neun Jahren ganz entscheidend beigetragen. Heute gibt es ein dichtes Netz von Unterstützungs- und Beratungsangeboten. Dazu gehören 53 Lokale Bündnisse für Familie, 18 regionale Netzwerke Gesunde Kinder an 35 Standorten, in denen 1.200 Patinnen und Paten über 4.200 Familien begleiten, sowie 14 Eltern-Kind-Zentren.“

Diese vorsorgende Familienpolitik müsse weiter entwickelt werden. Baaske: „Dabei spielen die Übergänge zur Erwachsenenwelt eine immer wichtigere Rolle. Angesichts der demografischen Entwicklung und des deutlichen Rückgangs von Geburten müssen wir alles daran setzen, dass jeder junge Mensch eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommt.“

Dazu soll beispielsweise das Modellprojekt „Türöffner: Zukunft Beruf – Brandenburger Netzwerk für Jugendliche“ beitragen, das auf der Tagung vorgestellt wurde und vom Arbeitsministerium im August am Oberstufenzentrum in Neuruppin gestartet wurde. Ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren begleiten Jugendliche beim Berufsstart.

Günter Baaske: „Türöffner ist ein gutes Beispiel, wie der Übergang in die Arbeitswelt für Jugendliche erleichtert werden kann. Mit dieser Unterstützung können Talente für die Praxis gewonnen werden, die wir dringend brauchen. Schulnoten dürfen nicht das alleinige Auswahlkriterium sein. Ziel von Türöffner ist es vor allem, Ausbildungsabbrüche zu verhindern.“ Das Projekt hat eine Laufzeit von 18 Monaten und wird mit 120.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Der Landesbeirat für Familienpolitik berät seit 2004 die Landesregierung in allen die Familie betreffenden Fragen. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter von Wirtschaft, Kirchen, Gewerkschaft, Familienverbänden, Wissenschaft sowie der Lokalen Bündnisse für Familie und Netzwerke Gesunde Kinder an. Von Beginn an ist Prof. Dr. Hans Bertram Vorsitzender des Landesbeirates. Er lehrt und forscht seit 1992 an der Humboldt-Universität zu Berlin und hält dort den Lehrstuhl für Mikrosoziologie inne. Aus Anlass seines beruflichen Ausscheidens will er jetzt auch den ehrenamtlichen Vorsitz niederlegen.

Baaske: „Der Familienbeirat ist ein wichtiger Berater der Landesregierung in der Familienpolitik. Familienpolitik kann nur gelingen, wenn alle gesellschaftlichen Akteure sich gemeinsam für das Wohl der Kinder einsetzen. Hierbei hat Hans Bertram für Brandenburg sehr viel erreicht.“

Bisher lag der Fokus der Arbeit des Landesbeirates auf der Situation von Familien mit Kindern im Alter unter sechs Jahren. Mit den neuen Leitlinien wird der Schwerpunkt jetzt auf die Altersgruppe der 7- bis 16-jährigen erweitert. So heißt es darin zum Beispiel: „Erklärtes Ziel muss die Begleitung der Jugendlichen beim Übergang in die Selbständigkeit und die Berufs- bzw. Studienwahl sein. Daher bedarf es entsprechender Angebote, die dem Anspruch der Vermittlung von Persönlichkeitsfestigung gerecht werden.“

Baaske: „Die Familie ist und bleibt die wichtigste Bildungsinstanz für Kinder und Jugendliche. Angesichts der veränderten Arbeitswelt, der Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft und der besonderen Situation in einem Flächenland geht es um die Stärkung der Kinder und deren Eltern durch nachhaltige Unterstützungsangebote, gerade bei den Übergängen von Grundschule zur weiterführenden Schule, von der Schule zur Berufsausbildung. Die neuen Leitlinien des Familienbeirates werden in die Weiterentwicklung des Familien- und Kinderpolitischen Programms einfließen.“

Die neuen Empfehlungen des Landesbeirates für Familienpolitik können als Faltblatt kostenlos unter www.masf.brandenburg.de bestellt werden.

Download der Pressemitteilung als PDF-Datei

Auswahl

Jahr
Rubrik


Kontakt Pressestelle

Pressestelle

Telefon: 0331 866-5044
Telefax: 0331 866-5049
E-Mail:
presse@masgf.brandenburg.de