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12.03.2014Dagmar Köhler-Repp aus Potsdam ist „Unternehmerin des Landes Brandenburg 2014“ | 020/2014

Dagmar Köhler-Repp aus Potsdam ist „Unternehmerin des Landes Brandenburg 2014“. Ministerpräsident Dietmar Woidke zeichnete die Geschäftsführerin der Ripac-Labor GmbH heute in der Staatskanzlei aus. Arbeitsminister Günter Baaske und Wirtschaftsminister Ralf Christoffers gratulierten und zeichneten die weiteren Preisträgerinnen Brigitte Schirmer aus Strausberg (Märkisch-Oderland), Corina Reifenstein aus Spremberg (Spree-Neiße) und Petra van Laak aus Potsdam aus. 129 Unternehmerinnen hatten sich für den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Landespreis beworben.

Der Preis wird seit 2003 alle zwei Jahre im Rahmen des Unternehmerinnen- und Gründerinnentages (UGT) vergeben. Der 9. UGT, zu dem 200 Gäste kamen, stand unter dem Motto „Unternehmen für die Zukunft – Gründerinnen gestalten Brandenburg“. Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg finanziert.

In seiner Festrede sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Dieser Preis soll auch andere Frauen ermutigen, Brandenburg mitzugestalten, Innovationen auf den Markt zu bringen und die Wirtschaftskraft in unserem Land zu stärken. Die Landesregierung unterstützt an vielen Stellen den Weg in die Selbstständigkeit. So gibt es regionale Lotsendienste, die die Gründerinnen und Gründer von der Ideenphase bis zum Geschäftsaufbau begleiten. Darüber hinaus spielt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Frauen eine wichtige Rolle. Entscheidend dafür sind ausreichende Betreuungsangebote, hier zählt Brandenburg zu den Spitzenreitern. Dass uns die Gleichstellung von Mann und Frau ein Herzensanliegen ist, hat die Landesregierung mit der Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes deutlich gemacht.“

Arbeitsminister Günter Baaske sagte in seiner Eröffnungsrede: „In Brandenburg arbeiten mehr als 44.000 Frauen selbständig. Es gibt aber mit einem Anteil von knapp 32 Prozent nach wie vor deutlich weniger Existenzgründerinnen als Existenzgründer. Angesichts des hohen Bildungsniveaus der Brandenburgerinnen ist dieser Anteil weiter ausbaufähig. Und die zahlreichen Bewerbungen für den Preis zeigen eindrucksvoll: Gründerinnen sind mindestens genauso erfolgreich, wie ihre männlichen Mitbewerber. Mit dem Unternehmerinnen- und Gründerinnentag möchten wir mehr Frauen ermutigen, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Brandenburg bietet ein hervorragendes Gründungsklima und es gibt viele Unterstützungsangebote. Allein mit den regionalen Lotsendiensten wurden in den vergangenen zehn Jahren über 12.500 Gründungen realisiert, davon 45 Prozent von Frauen.“

Wirtschaftsminister Ralf Christoffers sagte: „Rund ein Drittel der brandenburgischen Unternehmen werden von Frauen geführt. Das ist beachtlich angesichts der Tatsache, dass es vielfach noch immer die Frauen sind, die für ihre Familie auf ihre Karriere verzichten. Umso mehr gilt es das Engagement derjenigen zu würdigen, die der Doppelbelastung zum Trotz bereit sind, ein Unternehmen zu führen. Mit der Auszeichnung der Unternehmerin des Jahres würdigt die Landesregierung den Mut und das Engagement dieser Frauen. Der Wettbewerb trägt dazu bei, das Wirtschaftspotenzial der brandenburgischen Unternehmerinnen sichtbar zu machen sowie ihre Leistungsfähigkeit und Innovationsstärke zu dokumentieren. Indem sie mit ihren Betrieben erfolgreich am Markt tätig sind, bringen sie auch die Wirtschaft unseres Landes insgesamt weiter voran.“

Die Biologin Dagmar Köhler-Repp gründete die Ripac-Labor GmbH Ende 2001 als ein „Ein-Frau-Unternehmen“ (www.ripac-labor.de). Das Unternehmen hat sich auf die veterinärmedizinische Infektionsdiagnostik und die schnelle Identifizierung und Bekämpfung von bakteriellen Infektionskrankheiten vor allem beim Geflügel, Schwein, Rind und Kaninchen spezialisiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Herstellung von Impfstoffen. Kunden aus dem In- und Ausland nutzen das Leistungsangebot. 2007 zog es auf das Gelände des Technologiezentrums Go:IN im Potsdamer Ortsteil Golm. Heute hat das Unternehmen 21 Beschäftigte. Köhler-Repp erhält für den 1. Preis 3.000 Euro.

Woidke: „Sie sind ein leuchtendes Beispiel in der märkischen Unternehmerlandschaft. Wo Innovation und Leidenschaft aufeinander treffen, kommt auch etwas Gutes dabei raus. Ihr Schritt in die Selbstständigkeit war ausgesprochen erfolgreich. Was als Ein-Frau-Betrieb im elterlichen Keller begann, ist heute zu einem High-Tech-Unternehmen im Wissenschaftspark Golm geworden. Mit Ihrem Werdegang sind Sie auch persönlich ein Vorbild für die Brandenburgerinnen.“

Chemieingenieurin Brigitte Schirmer, die Zweitplatzierte, gründete gemeinsam mit ihrem Mann 1992 die Allresist GmbH in Strausberg (www.allresist.de). Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt lichtempfindliche Lacke (Resists) für die Herstellung von Mikrochips. Zu den Kunden zählen vor allem Schaltkreis- und Chiphersteller sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen. Das Unternehmen hat zehn Beschäftigte, davon sind acht Frauen. Schirmer erhält für den 2. Preis 1.000 Euro.

Baaske: „Brigitte Schirmer zeigt, dass Frauen in Bereichen der Naturwissenschaften und Technik hervorragende berufliche Karrieremöglichkeiten haben. Hier sind Frauen leider noch immer deutlich unterrepräsentiert, obwohl in diesen Zukunftsfeldern weibliche Talente händeringend gesucht werden. Das zeigt nicht nur der hohe weibliche Beschäftigungsanteil bei Allresist, der vorbildlich ist. Die Unternehmenskultur – jede und jeder wird einbezogen und am Erfolg beteiligt – spornt zu Spitzenleistungen an.“

Die Drittplatzierte Corina Reifenstein, Ingenieurin für Hochbau, ist seit 2010 Geschäftsführerin der Terpe Bau GmbH (www.terpebau.de). Das Unternehmen ist mit seinen über 50 Beschäftigten eines der größten Bauunternehmen in der Region. Es bildet kontinuierlich Lehrlinge in den Baugewerben aus, ein Großteil der jungen Kollegen hat in dem Betrieb die Ausbildung absolviert. Reifenstein arbeitet bereits seit der Gründung des Betriebes im Jahr 1991 in dem Bauunternehmen, anfangs als Technologin, später als Projektleiterin. Im Mai 2010 entschloss sie sich gemeinsam mit ihrem Mann, die Unternehmensanteile zu kaufen. Dank dieser Übernahme konnten die Arbeitsplätze der damals 56 Beschäftigten gesichert werden. Reifenstein erhält für den 3. Preis 500 Euro.

Christoffers: „Dass sich Corina Reifenstein gemeinsam mit ihrem Mann entschieden hat, das unternehmerische Risiko für eine der größten Baufirmen in der Region zu tragen, war eine mutige Entscheidung. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass das Bauhandwerk nach wie vor eine von Männern dominierte Branche ist. Die Terpe Bau GmbH ist ein Unternehmen, das sich sowohl durch fachliche Kompetenz und Qualität als auch durch individuelle Kundenbetreuung einen Namen gemacht hat. An diesem guten Ruf hat die Chefin Corina Reifenstein entscheidenden Anteil. Sie engagiert sich aber nicht nur in ihrem Unternehmen: Bereits im Jahr nach der Betriebsübernahme übernahm sie auch Verantwortung im Vorstand der Handwerkskammer Cottbus. Darüber hinaus ist sie in hohem Maße sozial engagiert. Mit ihrer Unterstützung für Vereine, Schulen, Kitas und Projekte vor Ort trägt sie dazu bei, das Leben in der Region noch lebenswerter zu machen.“

Den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis für Solo-Unternehmerinnen erhält Petra van Laak aus Potsdam (www.text-vanlaak.de). Die alleinerziehende Mutter von vier Kindern gründete 2008 erfolgreich ihre Texter-Agentur, mit der sie Dienstleistung rund um Unternehmenskommunikation anbietet. 2012 veröffentlicht sie das Buch „1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro“, ein Jahr später das Buch „Auf eigenen Beinen“. Sie gewann 2010 und 2013 den Swiss Text Award und war bereits für den Landespreis „Unternehmerin des Landes Brandenburg 2011“ nominiert.

Baaske: „Petra van Laak ist bereits ein großes Vorbild für viele Frauen beim Thema Selbständigkeit, ob im Beruf oder auch im Privaten. Mit ihren Sachbüchern hat sie vielen Frauen Mut gemacht, auch in schwierigen Lebenssituationen nicht zu verzweifeln. Trotz oder gerade wegen ihrer vier Kinder hat sie als alleinerziehende Mutter eine erfolgreiche Kommunikationsagentur gegründet. Ich bin mir sicher, viele Frauen wollen und werden Petra van Laak nacheifern.“

Weitere Informationen zum 9. Unternehmerinnen- und Gründerinnentag und Fotos der Preisverleihung finden Sie auf der Internetseite www.ugt-brandenburg.de.

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