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28.10.2015Zwanzig Jahre Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser e.V. | 160/2015

Frauenministerin Diana Golze würdigt heute in Potsdam die Arbeit des Netzwerkes der brandenburgischen Frauenhäuser. Sie gratuliert zum Jubiläum und dankt den Mitarbeiterinnen für ihr Engagement für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder.
Diana Golze: „Das Netzwerk brandenburgischer Frauenhäuser hat durch seine tatkräftige Mitarbeit im Begleitgremium des Landesaktionsplans viel dazu beigetragen, dass wir im Land eine leistungsfähige Hilfestruktur haben. Ich freue mich darauf, diese konstruktive Zusammenarbeit auch bei der Weiterentwicklung und Umsetzung des neuen Landesaktionsplans fortzusetzen.“

Zur Feier des runden Geburtstages hat das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie das Netzwerk in den Brandenburgischen Landtag eingeladen. Nach einem Erfahrungsaustausch zum bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ und einer Führung durch den Landtag am Vormittag besuchen die Teilnehmerinnen am Nachmittag die Ausstellung „Frauensache“ im Schloss Charlottenburg.

Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe: „Gewalt gegen Frauen und Kinder ist nicht akzeptabel, dagegen müssen wir entschlossen vorgehen. Es ist wichtig, dass Brandenburg über eine leistungsfähige Hilfestruktur verfügt, um Frauen und Kindern Schutz bieten zu können.“

Kurz nach der Wende gründeten engagierte Frauen die ersten Zufluchtsstätten für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder. Die Vernetzung wurde immer wichtiger, so dass sich am 14. März 1995 das Netzwerk brandenburgischer Frauenhäuser e.V. gründete. Mehrere der damals Aktiven arbeiten heute noch im Netzwerk. Anders als in anderen Bundesländern verbindet das Netzwerk alle Frauenunterstützungseinrichtungen in Brandenburg in unterschiedlicher Trägerschaft. Auch der Vereinsstatus ist etwas Besonderes und verschafft dem Netzwerk eine gute Basis des eigenständigen Agierens. Ziel und Zweck des Netzwerks brandenburgischer Frauenhäuser ist die überörtliche und überregionale Vernetzung der Frauenhäuser und Frauenschutzwohnungen. Es hat zudem beratende und unterstützende Funktion für die Mitglieder, führt Fort- und Weiterbildungen durch und übernimmt ihre politische Vertretung. Außerdem veranstaltet das Netzwerk Fachgespräche und gibt Informationsmaterialien heraus. Im Laufe der Jahre sind viele neue Aufgaben entstanden: So unterhält das Netzwerk eine Interventionsstelle mit pro-aktivem Ansatz, kümmert sich um den ambulanten Hilfebereich und die Umsetzung des Gewaltschutz-Gesetzes in Brandenburg. Das Netzwerk hat seinen Sitz seit 2011 in Rathenow, zuvor war er in Potsdam.

Das Sozialministerium hat die Pionierinnen der Frauenhausarbeit in Brandenburg von Beginn an in ihrer Arbeit finanziell und ideell unterstützt. Frauenhäuser wurden auch in Brandenburg Teil der sozialen Infrastruktur. Die Zusammenarbeit der Gewaltschutzeinrichtungen mit Polizei, Verwaltung und anderen Akteuren wurde mit dem Landesaktionsplan „Keine Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder“ nochmals verbessert. Derzeit ist eine Neuauflage des Landesaktionsplans in Arbeit. Diana Golze: „Ich freue mich besonders, dass wir in Brandenburg ab 2015 den Landesanteil bei der Finanzierung der Frauenhäuser um 25% erhöhen konnten“.

Im Land Brandenburg gibt es derzeit insgesamt 23 Frauenschutzeinrichtungen. Im Jahr 2014 fanden dort 554 Frauen mit 684 Kindern Aufnahme und weitere 2.579 Frauen ließen sich dort beraten.

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