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25.11.2015Fachgespräch „Inklusion und Kammern“ / Sozialministerin Golze: Inklusion ist auch ein Beitrag zur Fachkräftesicherung | 179/2015

Diana Golze Neues Fenster: Bild - Ministerin 3 - vergrößern Foto: BILDHAUS. Karoline Wolf

Die Chancen für Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt sollen in Brandenburg weiter verbessert werden. Dazu will das Arbeitsministerium die Industrie- und Handelskammern (IHK) und die Handwerkskammern (HWK) in Brandenburg unterstützen, Fachberatungsstellen für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur „Inklusion und Arbeitswelt“ einzurichten. Ab 2016 jährlich stehen dafür bis zu 200.000 Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe des Landes zur Verfügung. Auf Einladung von Arbeits- und Sozialministerin Diana Golze und Liane Klocek, Präsidentin des Landesamtes für Soziales und Versorgung, fand dazu heute in Potsdam ein Fachgespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der sechs IHKs und HWKs statt.

Arbeitsministerin Diana Golze sagte zur Eröffnung des Fachgesprächs: „Es müssen sich noch mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit dem Thema Inklusion auseinandersetzen. Menschen mit Behinderungen sind in vielen Fällen überdurchschnittlich gut ausgebildet, oft hoch motiviert und leistungsfähig. Trotzdem werden sie auf dem Arbeitsmarkt immer noch benachteiligt. Betriebe müssen ihnen eine Chance auf gute Arbeit geben. Inklusion darf nicht länger als unternehmerisches Risiko verstanden werden, sondern als ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung. Wer nicht bereit ist einen schwerbehinderten Jugendlichen auszubilden, darf sich nicht darüber beklagen, keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber für seine Lehrstellen zu finden.“

Golze betonte, dass die Kammern wichtige Multiplikatoren beim Thema „Inklusion und Arbeitswelt“ sind: „Die Kammern sind kompetente Ansprechpartner und unterstützen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit Beratungen und Leistungen. Wir wollen, dass alle sechs Kammern die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auch über die Einstellung von Menschen mit Behinderungen und entsprechende Fördermöglichkeiten informieren und beraten können. Hier gibt es gute Vorbilder. Die HWK Cottbus und die HWK Frankfurt (Oder) haben bereits Strukturen zur Förderung von Inklusion und der Teilhabe am Arbeitsleben aufgebaut. Sie helfen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern ganz konkret, Menschen mit Behinderungen auszubilden oder einzustellen.“

Das Arbeitsministerium, die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit und das Landesamt für Soziales und Versorgung unterstützen seit August 2014 mit dem gemeinsamen Förderprogramm „Inklusive Ausbildung und Arbeit“ schwerbehinderte Menschen bei der Ausbildung und bei der Arbeitssuche. Bis zum Jahr 2016 sollen zusätzlich über 65 neue betriebliche Ausbildungsplätze und über 200 neue Arbeitsplätze für Menschen mit einer Schwerbehinderung geschaffen werden. Für das Programm stehen insgesamt 6,5 Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe des Landes zur Verfügung.

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