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12.02.2016One Billion Rising - Tanzen gegen Gewalt an Frauen | 017/2016

Mit der Kampagne One Billion Rising wird am Sonntag, dem 14. Februar, auch in Brandenburg ein außergewöhnliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Weltweit sind Frauen und Männer aufgerufen, zusammen zu kommen und öffentlich zu tanzen, um ihre Solidarität und gemeinsame Kraft zu demonstrieren. Frauenministerin Diana Golze: „Der Aktionstag One Billion Rising ist ein öffentliches Bekenntnis gegen Gewalt an Frauen. Niemand hat das Recht, Frauen zu bedrohen oder zu schlagen, sie sexuell zu belästigen.“ Monika von der Lippe, Landesgleichstellungsbeauftragte: „Geschlechtsbezogene Gewalt trifft Frauen jeden Alters und jeder Herkunft. Umso mehr freue ich mich, dass wir betroffenen Frauen auch 2016 landesweit mit bunten und fröhlichen Veranstaltungen Mut zusprechen und das Thema präsent machen.“

Die Kampagne One Billion Rising wurde 2012 ins Leben gerufen. Sie macht darauf aufmerksam, dass weltweit bereits jede dritte Frau Opfer von körperlicher oder psychischer Gewalt wurde. In Brandenburg registrierte die Polizei im Jahr 2014 allein 2.909 weibliche Opfer von häuslicher Gewalt, das sind rund 75 % aller Opfer häuslicher Gewalt in Brandenburg. Damit war ein Anstieg der häuslichen Gewalt um 5,3 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, wobei die Dunkelziffer derjenigen, die nicht zur Polizei gehen, deutlich höher ist. So zeigt eine repräsentative Dunkelfeldstudie (Dezember 2015) der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern, dass im Bereich häuslicher Gewalt 98,4 % und im Bereich der Sexualstraftaten 98,9 % der Fälle nicht zur Anzeige gebracht werden.

Diana Golze: „Es ist für die Frauen in Brandenburg ein gutes Signal, dass Belästigungen ernstgenommen und nicht geduldet oder kleingeredet werden. Die Aufmerksamkeit für das Thema ist groß und viele Betroffene haben den Mut, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Der Aktionstag soll ihnen weiter Mut machen. Nicht die Opfer von Gewalt sollen sich beschämt verstecken, sondern die Täter!“

Monika von der Lippe: Was jetzt noch fehlt, sind ein wirksameres Sexualstrafrecht und dauerhaft gute Hilfe für die Betroffenen. Insoweit freue ich mich sehr, dass wir in Brandenburg die landesseitige Finanzierung der Frauenhäuser 2015 um 25 % anheben konnten.“

Eine Übersicht über die landesweiten Aktionen kann unter http://www.onebillionrising.de/ abgerufen werden. Geplant sind Tanzaktionen in Angermünde, Hohen Neuendorf, Neuruppin und Potsdam.

Das kostenlose "Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen" ist unter der Rufnummer 08000 116 016 erreichbar. Betroffene können sich aber auch online per E-Mail oder Chat (www.hilfetelefon.de.) beraten lassen. Sprach- und Gebärdendolmetscherinnen stehen zur Verfügung.

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Marina Ringel
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