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16.03.2016Inklusives Frühstück in Cottbus / Arbeitsministerin Golze: Stärken von Menschen mit Behinderung erkennen | 037/2016

Eine besondere Form der Ausbildungs- und Arbeitsplatzvermittlung für Jugendliche mit Behinderung findet heute in Cottbus statt: Beim „Inklusiven Frühstück“ erhalten junge Menschen die Chance, mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in einer lockeren Atmosphäre ins Gespräch zu kommen und sich so für eine Einstellung zu empfehlen. Die Schirmherrschaft für das „Inklusive Frühstück“ hat Jürgen Dusel, Beauftragter der Landesregierung für die Belange der Menschen mit Behinderungen, übernommen. Zur Eröffnung sagte er in Cottbus: „Noch immer sehen sich Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft vielen Vorurteilen ausgesetzt. Das ‚Inklusive Frühstück‘ leistet einen wichtigen und kreativen Beitrag dafür, dass Arbeitgeber ihre Vorbehalte überwinden und die vielen Talente sehen, die Menschen mit Behinderung haben. Sie sind oftmals gut ausgebildet, hoch motiviert und leistungsbereit. Sie sind ein Gewinn für jedes Unternehmen, gerade auch angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs.“

Das „2. Inklusive Frühstück“ ist eine Veranstaltung der Agentur für Arbeit Cottbus. Die erste Veranstaltung fand im April 2015 statt.

Arbeitsministerin Diana Golze sagte zu der Veranstaltungsreihe: „Menschen mit einer Schwerbehinderung haben es auf dem ersten Arbeitsmarkt nach wie vor schwerer. Sie sind überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen. Aber auch sie wollen gebraucht werden. Für die Betroffenen ist die Arbeitslosigkeit besonders frustrierend, da sie umso schwerer am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Deshalb ist es so wichtig, dass Betriebe ihnen eine Chance geben. Das ‚Inklusive Frühstück‘ in Cottbus ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie man Betriebe mit jungen Menschen mit und ohne Behinderung zusammenbringen kann. Interessierte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erhalten die Gelegenheit, sich von den Fähigkeiten und Stärken der jungen Menschen zu überzeugen. Schwerbehinderte Menschen können viel leisten, auch wenn sie dafür im Einzelfall eine besondere Form der Unterstützung benötigen. Dafür gibt es Unterstützung, zum Beispiel vom Land oder der Arbeitsagentur.“

Mit dem Förderprogramm „Inklusive Ausbildung und Arbeit“ unterstützen das Arbeitsministerium, die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit und das Integrationsamt beim Landesamt für Soziales und Versorgung gemeinsam Menschen mit einer Schwerbehinderung bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche. Seit August 2014 bis Ende 2016 stehen für das Programm insgesamt acht Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe zur Verfügung.

Mit dem Förderprogramm werden zusätzlich neue betriebliche Ausbildungs- und Arbeitsplätze für Menschen mit einer Schwerbehinderung im Land Brandenburg geschaffen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erhalten für jeden neuen Ausbildungsplatz für junge schwerbehinderte Menschen bis zu 10.000 Euro. Bei einer Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis nach Abschluss der Ausbildung erhalten sie einen weiteren Zuschuss von 2.500 Euro bei einem befristeten oder von 20.000 Euro bei einem unbefristeten Arbeitsverhältnis.

Förderanträge für neue betriebliche Ausbildungsplätze können beim Integrationsamt im Landesamt für Soziales und Versorgung des Landes Brandenburg noch bis zum 31. Dezember 2016 gestellt werden (www.lasv.brandenburg.de).

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