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26.04.2016Ausstellung 125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung / Sozialministerin Golze: Altersarmut verhindern | 061/2016

Die Deutsche Rentenversicherung hat zu ihrem 125-jährigen Jubiläum eine umfangreiche Wanderausstellung zur Geschichte der Rente erstellt. Die Ausstellung wird vom 26. April bis zum 13. Mai in Potsdam im Foyer des Sozialministeriums gezeigt. Sozialministerin Diana Golze eröffnete die Ausstellung heute gemeinsam mit Christian Hoßbach, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, und Geschäftsführer Dr. Stephan Fasshauer.

Sozialministerin Diana Golze sagte: „Die gesetzliche Rentenversicherung kann auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Bis heute bildet sie eine wichtige Säule des deutschen Sozialstaats. Über Jahrzehnte hat es das deutsche Rentensystem auch geschafft, Altersarmut zu verhindern. Jetzt muss das Rentensystem zukunftssicher gestaltet werden. Viele Menschen besonders in Ostdeutschland machen sich derzeit große Sorgen und wissen nicht, ob sie im Alter von ihrer Rente wirklich leben können. Die Zahl derer, die auf die Grundsicherung im Alter angewiesen ist, steigt bereits heute deutlich an. Bedingt durch die Wendezeit haben viele Ostdeutsche Lücken in der Erwerbsbiografie und waren überdurchschnittlich von Langzeitarbeitslosigkeit und Niedriglöhnen betroffen. Zudem sinkt das Rentenniveau. Die Rente muss so gestaltet werden, um vor Armut im Alter zu schützen. Außerdem muss die vollständige Rentenangleichung Ost-West endlich vorangebracht werden.“

Dr. Stephan Fasshauer, Geschäftsführer der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, sagte: „125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung zeigen: Sie ist stabil, verlässlich und anpassungsfähig. Durch die vielfältigen Anpassungen in der Vergangenheit ist sie gut auf den Wandel der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingestellt.“

Die gesetzliche Rentenversicherung wurde 1889 mit dem „Gesetz betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung“ ins Leben gerufen. Sie war Teil eines größeren Gesetzesvorhabens: 1883 war die gesetzliche Krankenversicherung eingeführt worden und 1884 die Unfallversicherung. Diese vom Reichstag binnen weniger Jahre beschlossenen Gesetze bildeten den Anfang der Sozialversicherung in Deutschland. Damit war auch jenes gesetzliche Rentensystem begründet, wie es bis heute in Deutschland existiert.

In der Wanderausstellung werden 125 Jahre gesetzliche Rentenversicherung sowie ihre Funktion und Leistung im Wandel der Zeit anschaulich dargestellt. Dabei wird auch die Entwicklung des Rentenversicherungssystems in der DDR mit berücksichtigt. Die Geschichte wird in einem langen Zeitstrahl sowie auf Info-Tafeln mit Texten, Grafiken und Bildern erläutert. Dazu gehören auch Bereiche wie Hinterbliebenenrente, Erwerbsminderungsrente, Rehabilitation, Prävention sowie Auskunft und Beratung. Auf großformatigen Fotos wird zudem die Arbeitswelt innerhalb und außerhalb der Rentenversicherung dargestellt.

Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung wurden am 31. Dezember 2014 im Land Brandenburg 872.833 Renten gezahlt. In Brandenburg leben über 6.500 Menschen, die die Grundsicherung im Alter erhalten.

Ausstellungsort: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Haus S, Foyer, Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, 14467 Potsdam, Öffnungszeiten: werktags von 7 bis 19 Uhr, Eintritt: frei.

Weitere Informationen unter www.125jahre-gesetzliche-rentenversicherung.de

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