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Landesgleichstellungsbeauftragte seit einem Jahr im Amt

008/2016 vom 31.08.2016

Als eine der wichtigsten Aufgaben im ersten Jahr ihrer Amtszeit bezeichnet Brandenburgs Gleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe die Mitarbeit am Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm der Landesregierung, das Anfang September in Kraft treten soll. Monika von der Lippe, die seit dem 1. September 2015 im Amt ist, betont: „In den kommenden Monaten wird es um die praktische Umsetzung des Programms gehen. Besonders stolz bin ich, dass sich die Landesregierung über alle Ressorts hinweg auf ein Leitbild für ein geschlechtergerechtes Brandenburg verständigen konnte. Dieses Leitbild wird wegweisend  sein für die nächsten Jahre.“

Das Thema Gewalt an Frauen war ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Landesgleichstellungsbeauftragten. Monika von der Lippe hat zahlreiche Unterstützungs- und Beratungsstellen im Land aufgesucht, um sich selbst ein Bild von der Situation der Gewaltbetroffenen und den Bedingungen vor Ort zu machen. Seit dem 1. Juli dieses Jahres arbeitet die neue Koordinierungsstelle für von Gewalt betroffene (Flüchtlings-)Frauen im Land Brandenburg.

Die Landesgleichstellungsbeauftragte hat sich auf vielen Veranstaltungen und bei zahlreichen Besuchen von Unterkünften und Einrichtungen mit der Situation geflüchteter Frauen in Brandenburg beschäftigt. Seit Oktober vergangenen Jahres tagt die neugeschaffene Unterarbeitsgruppe Flüchtlingsfrauen beim Landesintegrationsbeirat. Noch im Herbst dieses Jahres erscheint eine Broschüre zum Thema Gewaltschutz für Frauen in Flüchtlingsunterkünften.

Die Brandenburgische Frauenwoche ist ein Leuchtturm - auch im bundesweiten Vergleich. Zum diesjährigen Motto „Generationswechsel“ fanden zahlreiche Veranstaltungen im ganzen Land statt, an denen auch die Landesgleichstellungsbeauftragte teilnahm. Dem Generationswechsel in den zahlreichen brandenburgischen Vereinen und Verbänden sieht sie optimistisch entgegen. Die Planungen für die Frauenwoche 2017 sind angelaufen.

Als nach wie vor schwierig bezeichnet sie die Situation der Kommunalen Gleichstellungsbeauftragten in Brandenburg. Monika von der Lippe: „Hier gilt es auch weiterhin Überzeugungsarbeit zu leisten, um Gleichstellungsbeauftragte in Behörden und Kommunen einzusetzen und mit guten Arbeitsbedingungen auszustatten.“  

Monika von der Lippe betont weiter: „Ich habe viele engagierte gleichstellungspolitische Akteure mit guten Ideen im Land kennengelernt. Unser gemeinsames und vordringliches Anliegen muss es sein, die Situation Alleinerziehender zu verbessern. Es gilt weiterhin, Rollenbilder zu hinterfragen und eine Berufswahl zu ermöglichen, die unabhängig vom Geschlecht erfolgt. Wichtig bleibt darüber hinaus auch das Gespräch mit den Brandenburgerinnen und Brandenburgern zu der Frage: Warum ist die Gleichstellung der Geschlechter gut für uns alle?“