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02.11.2016Arbeitsstaatssekretärin Hartwig-Tiedt: Anerkennung ausländischer Abschlüsse - ein bedeutender Faktor zur Integration in Arbeit | 170/2016

Fachtagung zur Arbeitsmarktintegration

„Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Integration und Teilhabe in der Gesellschaft“, das sagte Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt heute in Potsdam aus Anlass der Fachtagung „Wege zur Vielfalt am Arbeitsmarkt – Erfahrungen und Erfolge aus 5 Jahren IQ Netzwerk Brandenburg“. Im Mittelpunkt der Tagung mit über 150 Expertinnen und Experten steht die Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Migrationsgeschichte. Im Land Brandenburg leben aktuell rund 130.000 Menschen mit Migrationsgeschichte, das sind 5% der Bevölkerung. Almuth Hartwig-Tiedt: „Viele Zugewanderte bringen sehr gute Qualifikationen und eine hohe Motivation mit. Die Arbeitsmarktintegration ist dennoch mit einigen Hürden verbunden: ausländische Qualifikationen, teilweise noch nicht ausreichend vorhandene Deutschkenntnisse, aufenthalts- und arbeitsrechtliche Regelungen, fehlende Vernetzung vor Ort sowie die Unkenntnis von Unterstützungsangeboten. Manchmal sind es auch Vorbehalte von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die es den Migrantinnen und Migranten erschweren, hier bei uns Arbeit zu bekommen.“

Hier setzt das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ an. Zu den Erfolgen zählt beispielsweise der Aufbau von Beratungsstrukturen zur Anerkennung von ausländischen Qualifikationen. Hartwig-Tiedt: „Neben der Anerkennung von ausländischen Qualifikationen sind Qualifizierungsmaßnahmen und die deutsche Sprache im Zusammenhang mit der Arbeitsmarktintegration ein besonders wichtiges Thema. Wenn der Abschluss in Deutschland nicht vollständig anerkannt wurde, können die fehlenden Bestandteile (so auch das erforderliche Sprachniveau in Deutsch) mit den IQ-Qualifizierungsmaßnahmen erworben werden. Über IQ konnten beispielsweise Lehrerinnen und Lehrer und auch Gesundheitspflegekräfte in Brandenburg die Anerkennung ihres Abschlusses erlangen.“

Interkulturelle Kompetenz bei den Arbeitsmarktakteuren wie Jobcenter, Agenturen für Arbeit, Kammern sowie bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu verankern und interkulturelle Öffnungsprozesse anzuregen, ist ein weiteres zentrales Anliegen des Förderprogramms IQ. Hartwig-Tiedt: „In vielen Jobcentern gibt es mittlerweile Vermittlerinnen oder Vermittler speziell für Geflüchtete, die sich fortgebildet und auf die besonderen Voraussetzungen dieser Gruppe spezialisiert haben. Viele Betriebe in Brandenburg engagieren sich ebenfalls, bieten Praktika (z.B. auch im Rahmen der IQ-Brückenmaßnahmen) oder Arbeitsstellen an.“

Das IQ Netzwerk Brandenburg hat im Oktober 2011 seine Arbeit aufgenommen. Inzwischen arbeiten 14 Teilprojekte im Netzwerk, die bei den verschiedensten Trägern angesiedelt sind. Die Koordinierung des Landesnetzwerkes IQ Brandenburg sowie eine IQ-Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstelle für ausländische Qualifikationen sind im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) angesiedelt. Auf diese Weise ist eine Verzahnung und Abstimmung mit der Integrations- und Arbeitsmarktpolitik des Landes gewährleistet.

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