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Landesgleichstellungsbeauftragte von der Lippe: Bekämpfung von Gewalt gegen geflüchtete Frauen auch in Brandenburg notwendig

010/2016 vom 24.11.2016

Geflüchtete Frauen erleben nicht nur in ihren Herkunftsländern und auf der Flucht Gewalt. Auch in Brandenburg sind sie von gewalttätigen Vorfällen betroffen und brauchen Hilfe. Die Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe betont aus Anlass des morgigen „Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“: „Mit der Koordinierungsstelle für Zufluchts- und Beratungsangebote für von Gewalt betroffene (Flüchtlings-) Frauen haben wir in Brandenburg ein gutes und wichtiges Instrument geschaffen, die Frauenhäuser im Land bei der Betreuung von geflüchteten Frauen zu entlasten. Nun dürfen wir nicht nachlassen, diese Unterstützung auch weiterhin anzubieten.“

Im Jahr 2015 suchten 542 von Gewalt betroffene Frauen Schutz in einem Brandenburger Frauenhaus, 176 von ihnen haben einen Migrationshintergrund, 34 mehr als im Jahr zuvor. Damit fliehen immer mehr Frauen mit Migrationshintergrund in Brandenburger Frauenhäuser. Monika von der Lippe: „Es ist gut, dass geflüchtete Frauen in Brandenburg uneingeschränkten Zugang zum Schutz- und Beratungssystem haben. Für die Brandenburger Frauenschutzeinrichtungen stellen sich damit jedoch viele neue Fragen. Zum Beispiel müssen Übersetzungen organisiert werden und manchmal braucht es ganz besondere Kenntnisse, um eine gute und sichere Betreuung geflüchteter Frauen im Frauenhaus gewährleisten zu können.“

Entlastung bietet seit dem 1. Juli 2016 die Koordinierungsstelle für Zufluchts- und Beratungsangebote für von Gewalt betroffene (Flüchtlings-) Frauen. Schon die ersten Monate haben den großen Beratungsbedarf belegt. Monika von der Lippe: „In der Koordinierungsstelle konnten viele Fragen beantwortet, aber noch längst nicht alle Probleme gelöst werden. Eine der großen Herausforderungen ist es nach wie vor, kompetente, sensibilisierte und kostengünstige Übersetzungsdienstleistungen auch in der Fläche, in eher ländlichen Regionen anbieten zu können. Daher wollen wir die Koordinierungsstelle auch im nächsten Jahr fortführen und weiterentwickeln.“

 

Nach Angaben der Koordinierungsstelle wurde diese seit Aufnahme ihrer Arbeit am 01.07.2016 über 600 Mal per E-Mail angefragt. Sie hat über 30 Treffen mit Kooperationspartnerinnen und -partnern durchgeführt und die Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser zu ausländerrechtlichen Fragen geschult.

 

Koordinierungsstelle für Zufluchts- und Beratungsangebote für von Gewalt betroffene (Flüchtlings-)Frauen und Kinder
Anti-Gewalt-Koordinierung Frauen Brandenburg
Charlottenstraße 121, 14467 Potsdam
Telefon: 0331 81329847
Mobil: 0176 43524738
E-Mail: koordinierung@frauenhaeuser-brandenburg.de