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08.01.2018Kooperation: Lausitz Klinik Forst und Spremberger Krankenhausgesellschaft richten neue Tageskliniken ein | 005/2018

Diana Golze Neues Fenster: Bild - Ministerin 2 - vergrößern Foto: BILDHAUS. Karoline Wolf

Die medizinische Versorgung im Landkreis Spree-Neiße verbessert sich: Die Lausitz Klinik Forst und die Spremberger Krankenhausgesellschaft haben eine dauerhafte Kooperation im Bereich der Tageskliniken für Geriatrie und Psychiatrie vereinbart. Das Gesundheitsministerium hat die beiden miteinander abgestimmten Anträge – zum einen von der Lausitz Klinik Forst zur Einrichtung einer neuen Tagesklinik für Geriatrie am Standort Spremberg, zum anderen von der Spremberger Krankenhausgesellschaft zur Einrichtung einer neuen Tagesklinik für Psychiatrie am Standort Forst – genehmigt. Die Bescheide wurden zum Jahresende verschickt. Damit werden beide Krankenhausstandorte ausgebaut. Das Gesundheitsministerium hat den Krankenhausplan des Landes Brandenburg entsprechend geändert.

Gesundheitsministerin Diana Golze lobt die Kooperation: „So wie sich die Bevölkerung in den einzelnen Regionen des Landes verändert, so verändert sich auch der Bedarf an der medizinischen Grundversorgung. Besonders in einem dünnbesiedelten Flächenland wie Brandenburg ist das eine große Herausforderung. Für eine bestmögliche Versorgung müssen sich deshalb alle Krankenhäuser permanent weiterentwickeln. Dafür müssen sie neue Wege suchen und beschreiten. Die vereinbarte Kooperation zwischen Forst und Spremberg ist dafür beispielgebend. Die Patientinnen und Patienten profitieren, wenn zwei in verschiedenen Fachbereichen spezialisierte Krankenhäuser sich nicht als Konkurrenten, sondern als Partner verstehen, die sich fachlich austauschen und zusammenarbeiten. Und durch den geplanten Ausbau der wohnortnahen tagesklinischen Angebote können stationäre Behandlungen vermieden oder verkürzt werden.“

Hans-Ulrich Schmidt, Geschäftsführer der Lausitz Klinik Forst GmbH, sagte: „In der Lausitz Klinik Forst werden seit 1992 stationäre und seit 2004 teilstationäre geriatrische Behandlungen durchgeführt und wir haben uns somit eine große Kompetenz in der Behandlung geriatrischer Patienten angeeignet. Die Umgebung von Spremberg wies bisher für diese Patienten eine Versorgungslücke auf, die wir durch diese Kooperation nun schließen können und so eine wohnortnahe Versorgung sicherstellen. Im Gegenzug können die Forster Bürger nun auf eine wohnortnahe psychiatrische Versorgung zurückgreifen, was das Versorgungsniveau in der Stadt Forst verbessert. Eine Win-Win Situation für die Bürger aus Spremberg und Forst.“

Kathrin Möbius, Geschäftsführerin der Spremberger Krankenhausgesellschaft mbH, sagte: „Die Spremberger Krankenhausgesellschaft entwickelte sich in den letzten Jahren zum Gesundheitszentrum und sichert die medizinische Grundversorgung der Bürger der Spremberger Region auf hohem medizinischen Niveau. Das Gesundheitszentrum bietet ambulante, teilstationäre und stationäre Leitungen an und kooperiert seit vielen Jahren eng mit dem Carl-Thiem-Klinikum Cottbus. Die vereinbarte Kooperation mit der Lausitzklinik Forst erweitert und verbessert die medizinische Versorgung in den Städten Forst und Spremberg. Die Fachabteilung für Psychiatrie/Psychotherapie in Spremberg wurde in den letzten 20 Jahren kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Diese Erfahrungen, die bewährten Behandlungskonzepte und die Kompetenz unserer Mitarbeiter bilden sehr gute Voraussetzungen für das Betreiben einer weiteren psychiatrischen Tagesklinik in der Stadt Forst. Die Kooperation der Kliniken in Forst und Spremberg ist gleichzeitig ein wichtiger Schritt, um die wohnortnahe medizinische Grundversorgung im ländlichen Raum an beiden Krankenhausstandorten zu sichern.“

In der Lausitz Klinik Forst (www.lausitz-klinik.de) werden seit 1992 geriatrische Behandlungen durchgeführt. In der Altersgruppe ab 65 gibt es in der Region Spree-Neiße eine steigende Gruppe von Patienten, die zwar in der Häuslichkeit selbstständig ist, aber aufgrund von Mobilitätseinschränkungen und / oder verminderter Belastbarkeit wegen diverser Alterserkrankungen einer geriatrischen Behandlung bedürfen.

Das Krankenhaus erhält vom Gesundheitsministerium den Versorgungsauftrag zum Betrieb einer neuen Tagesklinik für Geriatrie am Standort Spremberg mit 20 Plätzen. So sollen unter anderem die Wege der Patienten zum Behandlungsort verkürzt werden. Im Krankenhausplan erhöht sich damit die Gesamtzahl der Tagesklinikplätze der Lausitz Klinik Forst von bisher 20 auf insgesamt 40 Plätze. Die Gesamtkapazität der Lausitz Klinik Forst erhöht sich von 191 auf insgesamt 211 Betten und Tagesklinikplätze.

Im Krankenhaus Spremberg (www.krankenhaus-spremberg.de) wird seit 1992 die psychiatrische Fachabteilung kontinuierlich aufgebaut. Neben der vollstationären, teilstationären und ambulanten Versorgung in Spremberg wurde eine psychiatrische Tagesklinik in der Stadt Guben eröffnet. Auf Grund der ungünstigen öffentlichen Verkehrsanbindung können Patienten aus dem Raum Forst die psychiatrischen Tageskliniken in Spremberg und Guben nur mit erheblichem Aufwand erreichen oder sind nicht in der Lage, den Weg zur Therapie auf sich zu nehmen. Zudem sind die im Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie bereits vorhandenen 72 vollstationären Betten und 35 Tagesklinikplätze nahezu vollständig ausgelastet, der Behandlungsbedarf in der Region steigt aber kontinuierlich an.

Die Spremberger Krankenhausgesellschaft erhält vom Gesundheitsministerium den Versorgungsauftrag zum Betrieb einer Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Standort Forst mit 18 Plätzen. Damit soll eine deutliche Verbesserung der Versorgungssituation psychisch Kranker in der Region erreicht werden. Die Gesamtzahl der Tagesklinikplätze des Krankenhauses erhöht sich damit von bislang 35 auf insgesamt 53 Plätze. Im Krankenhausplan erhöht sich somit die Gesamtkapazität des Spremberger Krankenhauses von 195 auf 213 Betten und Tagesklinikplätze.

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