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03.05.2018Besser später als früher: Jugendliche und Alkohol | 064/2018

Diana Golze Neues Fenster: Bild - Ministerin 3 - vergrößern Foto: BILDHAUS. Karoline Wolf

Wenn aus Kindern im Alter von 14 Jahren offiziell Jugendliche werden, gewinnen sie neue Freiheiten: Sie dürfen zum Beispiel selbst entscheiden, ob und welcher Religion sie angehören möchten. Wenn es die Eltern erlauben, können sie auch alleine in den Urlaub fahren. Und ab 14 Jahren dürfen Jugendliche zum Beispiel in Gaststätten Bier, Wein oder Sekt trinken, wenn ein Erziehungsberechtigter dabei ist. Ohne Begleitung der Eltern ist ihnen dies nach dem Jugendschutzgesetz erst ab 16 Jahre erlaubt. Gesundheitsministerin Diana Golze appelliert an einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol.

Gesundheitsministerin Golze: „Viele Jugendliche haben in diesen Tagen ihre Jugendfeier. Ein wichtiger symbolischer Schritt ins Erwachsenenleben, der natürlich mit der Familie und den Freunden ordentlich gefeiert werden soll. Erwachsen zu werden bedeutet aber nicht nur, immer mehr Freiheiten zu bekommen, sondern auch Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Man darf zwar im Alter von 14 Jahren offiziell den ersten Alkohol in der Öffentlichkeit trinken. Aber beim Alkohol-Konsum gilt: Besser später als früher. Jugendfeiern sind für Eltern oft ein Anlass, ihren Kindern im Familienkreis Alkohol einzuschenken. Heute weiß man aber: Alkohol kommt in diesem Alter zu früh. Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen, dass frühe Alkoholrausch-Erfahrungen bei Jugendlichen ein vermeidbares Risiko sind. Denn wer später einen problematischen Umgang mit Alkohol entwickelt, hat in den meisten Fällen früh angefangen.“

Eltern tragen eine besondere Verantwortung. Golze: „Sie sind Vorbild für den Umgang mit Alkohol und sollten diese Chance nutzen, den Jugendlichen einen verantwortungsbewussten Konsum zu vermitteln.“ Konkret heißt das: Für Feiern sollten attraktive Getränke ohne Alkohol zur Verfügung stehen.

In Brandenburg trinken Schülerinnen und Schüler heute wesentlich weniger Alkohol als noch vor 12 Jahren. Das zeigt die 4. Befragung von Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen zum Konsum von Alkohol, Tabak und Drogen, an der im vergangenen Jahr landesweit rund 11.000 Jugendliche teilgenommen haben. 2005 tranken noch 34 Prozent der Zehntklässler regelmäßig, das heißt mindestens einmal die Woche, Alkohol. 2017 waren es nur noch 15 Prozent. Parallel zu dieser Entwicklung ist der Anteil der Jugendlichen gestiegen, die bis zum Alter von 16 Jahren noch nie Alkohol getrunken hatten.

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