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18.05.2018Welttag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai / Lemmermeier: Kulturelle Vielfalt Gewinn für ganze Gesellschaft – Neues Projekt „Zu Hause, eine Bank im Grünen“ bringt Menschen zusammen | 071/2018

Dr. Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg Neues Fenster: Bild - Dr. Doris Lemmermeier - vergrößern Dr. Doris Lemmermeier, Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg

Am 21. Mai ist der UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt. Brandenburgs Integrationsbeauftragte Dr. Doris Lemmermeier sagt dazu heute in Potsdam: „Kulturelle Vielfalt ist auch in Brandenburg – nicht nur durch die Geflüchteten – längst Realität geworden, aber trotzdem noch keine Selbstverständlichkeit. Kulturelle Vielfalt ist ein Gewinn und eine große Bereicherung für die ganze Gesellschaft.“ Anlässlich des Welttages macht Lemmermeier beispielhaft auf das neue Projekt „Zu Hause, eine Bank im Grünen“ der Stiftung für Engagement und Bildung e.V. aufmerksam, das aus Mitteln des Bündnisses für Brandenburg mit 29.900 Euro gefördert wird.

Dr. Lemmermeier: „Das Projekt leistet ganz praktische Integrationsarbeit direkt vor Ort. Es bringt Menschen mit unterschiedlicher Herkunft zusammen und fördert den Austausch. So kann ein auf gegenseitigem Respekt beruhendes Zusammenleben von Brandenburgerinnen und Brandenburgern unterschiedlicher Nationalität und Religion gelingen und kulturelle Vielfalt gelebt werden. Gemeinsames ehrenamtliches Engagement von Einheimischen und Migrantinnen und Migranten trägt zu einer Verbesserung der interkulturellen Verständigung bei und kann Ängste und Vorurteile abbauen. Menschen treffen sich, tauschen sich aus und lernen sich so besser kennen.“

Dr. Katja Böhler, Vorstand der Stiftung für Engagement und Bildung e.V.: „Sie wohnen in derselben Stadt, gehen zum selben Supermarkt und wandern mit ihren Kindern durch denselben Park. Dennoch gehen Menschen aus Brandenburg und Geflüchtete aus der unmittelbaren Nachbarschaft noch nicht selbstverständlich aufeinander zu und fühlen sich oft unsicher im Umgang miteinander. Eigentlich, so zeigt die Erfahrung der letzten Jahre, seit viele Menschen nach Deutschland gelangten, möchten alle dasselbe: In Frieden und ohne Angst vor Verfolgung und Krieg leben, ihre und die Zukunft ihrer Kinder aufbauen und aktiv gestalten.“

Das Kennenlernen und die Förderung des harmonischen Zusammenlebens verschiedener Menschen stehen im Mittelpunkt des neuen Projektes „Zu Hause, eine Bank im Grünen“. Um einen schönen Platz zum Austausch zu schaffen, stellen die Anwohnerinnen und Anwohner, Deutsche und Geflüchtete gemeinsam eine Bank im Grünen auf. Sie erzählen von sich, von ihrem Leben und warum sie sich wohl fühlen in Brandenburg. Auf der Bank wird eine persönliche Widmung an den gemeinsamen Tag erinnern.

Die seit 2009 bestehende und in Potsdam ansässige Stiftung für Engagement und Bildung e.V. ist als Nichtregierungsorganisation bundesweit aktiv. Für die Umsetzung des Projekts arbeitet die Stiftung mit dem deutsch-französischen Theater- und Filmregisseur Thierry Brühl zusammen. Geplante Stationen sind Nauen, Brandenburg a.d.H. und Lübbenau/Spreewald. Bereits ab Juni soll der Austausch beginnen, dass gemeinsame Aufstellen der Bänke findet im September statt.

Ausführliche Informationen zum Projekt erhalten Sie von Dr. Katja Böhler (Kontakt: 0179 70 35 758 oder Anne-Kathrin.Krauel@german-african-partnership.org).

Hintergrund

Im November 2001 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. Mai zum „Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ ausgerufen. Der Welttag soll das öffentliche Bewusstsein für kulturelle Vielfalt stärken und die Werte kultureller Vielfalt besser verständlich machen.

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