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Maßnahmen bei Sommer-Hitze für ältere Menschen

Seniorin trinkt aus einem Wasserglas, © contrastwerkstatt / Fotolia © contrastwerkstatt / Fotolia

Das sollten Sie tun - Prävention und Therapie

  • Kontrollieren Sie die Raumtemperaturen morgens zwischen 8.00 und 10.00 Uhr, mittags gegen 13.00 Uhr und abends nach 22.00 Uhr.
  • Passen Sie den Tagesablauf der Hitze an.
  • Lüften Sie früh morgens, abends, wenn die Luft draußen kühler als drinnen ist und möglichst auch nachts.
  • Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab.
  • Reduzieren Sie künstliche Beleuchtung als Wärmequelle.
  • Hängen Sie feuchte Tücher im Zimmer auf.
  • Verwenden Sie leichte Bettwäsche, so wenig Kissen wie möglich und nur Laken als Zudecke.
  • Verwenden Sie leichte luftdurchlässige Kleidung und lassen Sie alles Überflüssige weg.
  • Benutzen Sie wenn möglich eher eine Netzhose mit Einlage als folienbeschichtete Windelhosen (Wärmestau!).

 

Flüssigkeits- und Salzzufuhr ist unerlässlich

Ältere Personen sollten täglich mindestens 1500 bis 2000 ml Flüssigkeit zu sich nehmen. Hilfreich ist oft, die tägliche Trinkmenge sichtbar bereitzustellen und ggf. ein Trink-Protokoll zu führen.

 

Halten Sie verschiedene kühle (nicht kalte) Getränke bereit: z. B. Kräuter- oder Früchtetee, Saftschorle, Mineralwasser, Leitungswasser. Wenn unbedingt Kaffee gewünscht wird, dann nur stark verdünnt.

  • Eisgekühlte Getränke oder sehr kalte Speisen sollten nicht zum Verzehr dienen, da das Durstgefühl bei eisgekühlten Getränken schneller nachlässt und so die Trinkmenge geringer bleibt.
  • Bei starkem Schwitzen sollten Sie darauf achten, dass der Salzverlust ausgeglichen wird. Verwenden Sie natriumreiche Mineralwässer (>20mg/l), um einem Natriumverlust infolge starken Schwitzens vorbeugen zu können.
  • Generell sollten natriumarme Getränke wie Fruchtsäfte, Tee, Kaffee etc. nur dann eingenommen werden, wenn eine ausreichende Kochsalzzufuhr auf anderem Wege gesichert ist.
  • Falls als Getränk (Mineral-)Wasser nicht akzeptiert wird, können Sie mit Tee, Fruchtsaft, kalten Suppen, Kompott, Speiseeis (vorzugsweise Wassereis), wasserreichen Früchten wie Erdbeeren, Pfirsichen, Tomaten, Gurken und Melonen variieren.
  • Bei Fieber ist die Flüssigkeitszufuhr zu erhöhen. Zum Beispiel muss ein Mensch wenigstens 500 ml zusätzliche Flüssigkeit pro Tag trinken, wenn die Körpertemperatur von 37 auf 38 Grad steigt.

Die Einnahme von leichter Kost wird empfohlen: viel Gemüse, wasserreiches Obst.

 

Medikamente und Hitze

Medikamente sollten vor extremer Hitze und praller Sonne geschützt werden.

Die meisten Arzneimittel sind im Sommer an einem kühlen (bis maximal 25 Grad Celsius), aber nicht zu kalten Ort am besten aufgehoben. Besonders empfindlich auf Temperaturen reagieren Injektionsflüssigkeiten wie beispielsweise Insuline (für Diabetiker) oder einige der so genannten «Biologicals» – in biotechnologischen Verfahren hergestellte Medikamente z.B. für Rheumatiker. Für diese empfiehlt sich eine Lagerung an einem kühlen Ort, meist am besten zuhause in der Kühlschranktüre (keine Gefahr des Gefrierens).

Hitzeschäden sind aber bei Arzneien in allen Darreichungsformen möglich: Bei falscher Lagerung können sich die Wirkstoffe zersetzen, was nicht immer von bloßem Auge zu erkennen ist. Asthmasprays, die der direkten Sonne ausgesetzt sind, heizen sich stark auf, mit möglichen Folgen für die Dosierungsgenauigkeit und Wirksamkeit.