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UV-Schutzfaktor / UVP-Messung

UV-Schutzfaktor

Kleinkind im Freibad mit Sonnenschutz-Kleidung, © Henry Czauderna / Fotolia © Henry Czauderna / Fotolia 

Der Lichtschutzfaktor (LSF) von Sonnenschutzmitteln entspricht bei Kleidung dem UV-Schutzfaktor (UPF). Für Textilien gilt: mit Kleidung UPF 40 können Personen ihre Aufenthaltsdauer in der Sonne um das vierzigfache verlängern, ohne Hautschädigungen zu provozieren. Somit ist der UVP ein Maß für die Schutzwirkung des Textils.

Der UV-Schutz von Textilien hängt von den verwendeten Materialien und Fertigungsverfahren ab und lässt sich als Laie nicht beurteilen. Das Anschauen und Betasten von Kleidungsstücken beim Kauf gibt leider keinen Hinweis auf die UV-Durchlässigkeit. Mit UV- absorbierenden oder -reflektierenden Stoffen oder der Verwendung besonders dicht gewebter Stoffe sowie bewusst eingesetzter Farben können UV Schutzfaktoren von über 40 erzielt werden. Zur Festlegung des UV-Schutzfaktors (UPF) sind komplizierte Laboruntersuchungen von Prüfinstituten notwendig.

Diese haben spezielle Methoden entwickelt mit denen nachgewiesen werden kann, wieviel UV-Strahlung durch ein Kleidungsstück hindurch tritt. Textilien können einen höheren und länger wirksamen Sonnenschutz als Sonnenschutzcremes bieten. Sicherheit können Gütesiegel geben. Einen hohen Stellenwert hat zertifizierte UV-Schutzkleidung bei besonders empfindlichen Personen (z.B. Kinder) oder bei intensiver Einwirkung ohne Möglichkeit, Schatten aufzusuchen (z.B. Sport- und Funktionsbekleidung).

 

UVP-Messung

Es gibt eine große Anzahl von Faktoren, die den Sonnenschutz von Bekleidungstextilien beeinflussen.

Der UVP berechnet sich aus dem Transmissionsgrad (UV-Strahlendurchlässigkeit) der Kleidung und ist von deren Dichte, sowie der Dicke, dem Fasermaterial aber auch der Farbe abhängig. Viskose, Baumwolle- und Leinenstoffe bieten weniger Schutz vor UV-Strahlung als solche aus Wolle, Seide und Nylon. Es gilt, dass dichte, schwere Textilien in dunklen Farben einen guten UV-Schutz bieten.

Doch gerade im Sommer tragen wir gerne helle leichte Kleidung statt dem dunkelgrünen Wollpullover. Das häufige Tragen und Waschen von Kleidungsstücken reduziert den Schutz. Bei der Messung sollten im Optimalfall Abnutzung, Dehnung des Gewebes beim Tragen, Feuchtigkeit durch Schweiß oder Meerwasser beachtet werden. Die Schutzzeit kann je nach Bedingungen reduziert sein; z.B. bei nasser Kleidung um bis zu 50 Prozent.

 

Für die UV-Schutzeigenschaften von diesen Textilien gibt es grundsätzlich drei Standards:

  • den Australisch-Neuseeländischen Standard (AS/NZS 4399:1996),
  • den Europäischen Standard (EN 13758-1) und den
  • UV-Standard 801 (In Deutschland ist die Klassifizierung nach UV-Standard 801 üblich)