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Richtiger Umgang mit Medikamenten bei Hitze

Fläschchen Insulin und eine Spritze, © Davizro Photography / Fotolia © Davizro Photography / Fotolia

 

Medikamente sollten vor allem im Sommer vor extremer Hitze und Sonneneinstrahlung geschützt werden. Untersuchungen zeigen, dass die Wirkung von Medikamenten durch Wärmeeinwirkungen nachlässt und nur noch bei 80 bis 90 Prozent liegen kann.

Hitzeschäden können so bei Arzneien in allen Darreichungsformen entstehen. Salben können brechen und Zäpfchen schmelzen. Am empfindlichsten reagieren Insulin und Impfstoffe, wo sich die Wirkstoffe bei großer Hitze zersetzen.

Cremes und Salben werden unbrauchbar, weil sich in der Sonne ihre feste und flüssige Phase voneinander trennen können. Auch Säfte und Lösungen sind anfällig für große Wärmeeinwirkung und extreme Sonneneinstrahlung.

Nicht zuletzt deshalb sollte man Medikamente immer in der Verpackung aufbewahren. Am widerstandsfähigsten sind feste Darreichungsformen, also Tabletten oder Dragees.

Hinweise auf Beipackzetteln beachten

Auf dem Beipackzettel lassen sich oft Hinweise auf die richtige Aufbewahrung finden. Üblicherweise werden Medikamente im Sommer am besten zuhause an einem kühlen Ort unter 25 Grad Celsius aufbewahrt.

Insuline oder Impfstoffe müssen aber immer im Kühlschrank gelagert werden, sonst verlieren sie bei Nichteinhaltung der Kühlkette ihre Wirkstoffe. Auch frisch zubereitete Antibiotika-Säfte für Kinder sind am besten im Kühlschrank aufgehoben.

Wer sich unsicher ist, kann gerne in der Apotheke nachfragen, wie die einzelnen Medikamente gelagert werden sollen.

Bei kurzen Autofahrten wird geraten, die Arzneien in einer Tasche zu verstauen und diese unter dem Autositz oder in den Kofferraum zu packen, also an Stellen, an denen die Sonnen-Einstrahlung geringer ist.

Wer Arzneimittel im Sommer für längere Zeit im Auto lagern muss, etwa auf längeren Reisen, kann eine Kühltasche nutzen. Ein direkter Kontakt zu einem Kühlelement soll jedoch vermieden werden.

Auch Menschen, die Medikamente einnehmen, müssen mehr Acht geben. Die Hitze kann in Verbindung mit bestimmten Medikamenten nämlich für Gesundheitsprobleme sorgen und die Mechanismen des Körpers zur Hitzeadaptation beeinflussen. Sie können etwa bei starkem Schwitzen und längerer Hitze im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren zum Beispiel Erschöpfungszustände oder einen Hitzschlag begünstigen. Wichtig ist immer ausreichend zu trinken!

Wichtig: Die Entscheidung zur Einnahme von Medikamenten, welche die Fähigkeit des Körpers zur Anpassung an die Hitze verändern können, ist durch den behandelnden Arzt zu treffen.