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09.10.2018Wanderausstellung zur Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose im Arbeitsministerium | 154/2018

Arbeitsstaatssekretär Andreas Büttner hat heute im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie eine Wanderausstellung eröffnet, „die Langzeitarbeitslose ermutigen soll, sich wieder etwas zuzutrauen. Ich freue mich über das bisher Ereichte und kann nur jeden Betroffenen auffordern, sich auf den Weg zu machen, denn mit einer Arbeit wächst das Selbstvertrauen und die Lebensfreude“, so Büttner. Die Ausstellung zeigt Menschen, die mit Hilfe des Förderprogramms „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften“ eine Perspektive auf Arbeit erhalten haben und lässt sie zu Wort kommen:

„Man zweifelt an sich, ob man in der Lage ist zu arbeiten“, „Im Jobcenter hat man mir nicht zugetraut, dass ich es schaffen kann“ und später: „Mein Sohn ist stolz auf mich“, „Wenn man was will, dann schafft man es auch.“ Das Arbeitsministerium stellt mit einer neuen Wanderausstellung das Förderprogramm anhand von Portraits und guten Beispielen vor.

Büttner: „Ein großer Vorteil des Programms ist, dass es mit dem weit gefasstem Beratungs- und Vermittlungsansatz die gesamte Familie in den Blick nimmt. Besonders Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern werden angesprochen. Sie sind echte Leistungsträger in unserer Gesellschaft und benötigen unsere besondere Unterstützung.“

Das Landes-Förderprogramms „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften“ startete im August 2015. Bis Juli 2020 stehen dafür rund 40 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Die „Integrationsbegleitung“ ist das größte Förderprogramm des Arbeitsministeriums in der aktuellen ESF-Förderperiode.

Die Ausstellung ist bis zum 26. November 2018 im Arbeitsministerium zu sehen (montags bis donnerstags bis 19 Uhr, freitags bis 18 Uhr). Im Anschluss soll die Ausstellung an 20 Standorten landesweit präsentiert werden.

Hintergrund

Langzeitarbeitslose, die besonders große Schwierigkeiten haben, auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren, werden mithilfe von Integrationsbegleiterinnen und Integrationsbegleitern sowie durch individuell passende Unterstützungsangebote Schritt für Schritt wieder an Erwerbsarbeit herangeführt. Um die Hilfe so individuell wie möglich gestalten zu können, werden nicht mehr als 20 Teilnehmende gleichzeitig betreut. Besonderes Augenmerk wird bei der Begleitung auch auf die Situation der Kinder in den betreffenden Familien gelegt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können bis zu zwei Jahre in einem Projekt betreut werden.

In den ersten zweieinhalb Jahren wurden rund 3.700 Personen durch das Förderprogramm unterstützt, davon waren 64 Prozent Frauen. 1.348 Personen waren alleinerziehend. 1.827 Teilnehmende lebten in Erwerbslosen-Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren. So profitierten über 2.400 Kinder von dem Programm. Insgesamt schafften rund 34 Prozent den Übergang in eine Erwerbstätigkeit oder in eine berufliche Bildung.

Mit der zweiten Förder-Runde starteten im Februar 2018 landesweit 38 Integrationsbegleitungs-Projekte, die vor Ort zum Beispiel von Bildungsträgern oder Jobcentern umgesetzt werden. Die 38 Projekte betreiben 50 Beratungsstellen in allen Regionen des Landes Brandenburg.

In Brandenburg ist die Langzeitarbeitslosigkeit im Vergleich der Jahresdurchschnitte von rund 75.500 in 2008 auf rund 38.400 in 2017 zurückgegangen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen ist aber in diesem Zeitraum fast konstant geblieben: Im Jahr 2008 lag er bei 43,2 Prozent, im Jahr 2017 waren im Durchschnitt 41,4 Prozent aller Arbeitslosen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen.

Aktuell sind 31.760 Menschen in Brandenburg bereits länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet und gehören damit zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen. Das sind 40,3 Prozent aller Arbeitslosen (Stand: September 2018).

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