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16.10.2018„Nachbarschaft erleben – Altern im vertrauten Wohnumfeld“: 45.000 Euro Förderung für 14 Projekt | 159/2018

Fachtag der Fachstelle Altern und Pflege im Quartier

Im Rahmen der Brandenburger Pflegeoffensive fördert die „Fachstelle Altern und Pflege im Quartier im Land Brandenburg“ (FAPIQ) in diesem Jahr mit rund 45.000 Euro 14 Projekte, die vor Ort mit ihren Angeboten ältere Menschen unterstützen. Diese Projekte wurden heute in Potsdam auf dem 3. FAPIQ-Fachtag unter dem Motto „Nachbarschaft erleben – Altern im vertrauten Wohnumfeld“ vorgestellt.

Sozialstaatssekretär Andreas Büttner sagte zu Beginn der Veranstaltung: „Eine gute Beziehung zu den Nachbarn ist für die Selbständigkeit im Alter von großer Bedeutung. Der zentrale Ansatz unsere Pflegepolitik ist es, Pflegebedürftigkeit so gut und so lange es geht hinauszuzögern oder gar zu vermeiden. Das gelingt mit guten sozialen Kontakten in unmittelbarem Wohnumfeld umso besser. Denn Menschen, die Einsamkeit nicht kennen, bis ins hohe Alter aktiv sind und viel mit anderen unternehmen, seltener oder deutlich später pflegebedürftig werden als andere.

Die Brandenburgerinnen und Brandenburger zeichnen sich durch eine hohe Identifikation mit dem Gemeinwesen aus. Sie fühlen sich besonders mit ihrer Nachbarschaft und ihrem Wohnort verbunden. Das ist eine Stärke, die wir noch besser nutzen können. Die ausgewählten Förderprojekte zeigen, welche verschiedenen Ideen und Möglichkeiten es vor Ort gibt, das Miteinander und Älterwerden gut und aktiv zu gestalten. Abgucken und Nachmachen sind ausdrücklich erwünscht.“

Dazu gehört zum Beispiel das Projekt „Das Leben hat viele Facetten – gemeinsam mit Nachbarn auf Erkundungstour“ der Stadt Cottbus. Ziel ist nicht nur sich bei einem gemeinsamen Rundgang durch den Stadtteil gegenseitig kennenzulernen, sondern auch Anregungen für die Gestaltung der Nachbarschaft zu entdecken. Oder das Projekt „Wie in alten Zeiten“ des Dorfvereins von Glienicke (Landkreis Ostprignitz-Ruppin). Gemeinsam will man den Dorfplatz zu einem generationenübergreifenden Treffpunkt gestalten, der einen nachbarschaftlichen Austausch aller Einwohner ermöglicht.

An dem FAPIQ-Fachtag beteiligten sich heute 150 Akteurinnen und Akteuren aus Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Kranken- und Pflegekassen, Vereinen, Mehrgenerationenhäusern, Wohnungswirtschaft sowie Seniorenvertretungen.

 

Hintergrund

Die Fachstelle Altern und Pflege im Quartier (www.fapiq-brandenburg.de) ist die größte Maßnahme der Brandenburger Pflegeoffensive, die im Herbst 2015 gestartet wurde. Sie wird mit jährlich knapp 600.000 Euro vom Sozialministerium aus Landesmitteln sowie rund 500.000 Euro von den Landesverbänden der Pflegekassen sowie dem Verband der privaten Krankenversicherung im Land Brandenburg gefördert.

Projektträger sind Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg e.V. – Selbsthilfe Demenz sowie das Institut für Gerontologische Forschung e.V.

Die FAPIQ soll dazu beitragen, die Landkreise und kreisfreie Städte, Initiativen und Akteure vor Ort beim Auf- und Ausbau alternsgerechter und teilhabeorientierter Strukturen zu unterstützen. FAPIQ bietet u.a. Beratung; Begleitung und Qualifizierung an und fördert den Erfahrungsaustausch zu guten Praxis-Beispielen. Die Fachstelle hat Standorte in Potsdam, Eberswalde, Neuruppin, Luckenwalde und Lübben.

FAPIQ hat bereits in den Jahren 2016 und 2017 jeweils zehn Projekte, mit denen die soziale Infrastruktur für ältere Menschen verbessert wird, mit insgesamt 80.000 Euro gefördert.

FAPIQ trägt außerdem dazu bei, dass neue alltagsunterstützende Angebote anerkannt werden. Solche anerkannten Angebote im Sinne des § 45a SGB XI sollen die Selbständigkeit, Selbstbestimmung und soziale Teilhabe von pflegebedürftigen Menschen mit oder ohne Demenz fördern. Aktuell gibt es im Land Brandenburg 275 solcher anerkannten Angebote, die jährlich von über 8.500 anspruchsberechtigten Personen genutzt werden. Hier nimmt Brandenburg im bundesweiten Vergleich eine Vorreiterrolle ein.

In Brandenburg leben rund 112.000 pflegebedürftige Menschen. Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen ist über 80 Jahre alt. 78 Prozent der Pflegebedürftigen werden in Brandenburg in der eigenen Häuslichkeit entweder von Angehörigen oder von ambulanten Pflegediensten betreut.

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