Dialogforum „Ehrenamt“ in Brandenburg an der Havel

Das zweite Dialogforum mit dem Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe in diesem Jahr fand am 20. Oktober in Brandenburg statt. Knapp 60 Teilnehmende kamen, um miteinander und mit Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung zu diskutieren. Moderiert wurde die Veranstaltung von Diana Gonzaléz Olivo, die mit Charme und Fachkenntnis durch den Tag führte.

Die ehemalige Bürgermeisterin der Stadt Brandenburg und jetzige Bundestagsabgeordnete Dr. Dietlind Tiemann sprach ein Grußwort und versprach, sich auf Bundesebene für das Thema Integration stark zu machen. Motivierende Worte richtete zu Beginn der rbb-Moderator Harald Pignatelli an die Ehrenamtlichen. Er hob ihr Engagement hervor und forderte sie auf, sich laut zu äußern, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Der ehrenamtliche Einsatz für Geflüchtete sollte nach seiner Einschätzung mehr Öffentlichkeitsanerkennung finden.

Dr. Doris Lemmermeier, die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, berichtete zum Stand der Integration aus ihrer Sicht. Sie überbrachte stellvertretend auch den Dank der Landesregierung bei den Ehrenamtlichen für ihr großartiges Engagement. Sie wiederholte, was die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Susanna Karawanskij, bereits beim ersten Dialogforum am 10. Oktober in Eberswalde gesagt hatte: Menschen, die arbeiten oder in Ausbildung sind, dürften nicht abgeschoben werden.

Die anschließende Diskussion war sehr angeregt und warf viele Fragen auf, die danach an vier Thementischen vertieft wurden: Zum Zukunft des Ehrenamts in der Flüchtlingshilfe, zu Rechtsfragen, zum Thema Arbeit und zur Zusammenarbeit zwischen Behörden und Ehrenamtlichen.

Zwei Initiativen aus der Region, „H.i.E.R.“  (Helfen im Ehrenamt Rathenow) sowie „Willkommen in Falkensee“  stellten in einem Interview mit der Moderatorin ihre Arbeit vor. Mit einem Mittagessen, bei dem weiter diskutiert wurde und die Vernetzung fortgesetzt wurde, fand die Veranstaltung ihren Abschluss.

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