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07.11.2018„Zukunftswerkstatt innovative Versorgung“ diskutiert Notfallversorgung 2.0 / Ministerin Susanna Karawanskij: „Optimierung der Notfallversorgungsprozesse gemeinsam forcieren“ | 166/2018

Pflegende in einem Krankenhaus Neues Fenster: Bild - Pflegende in einem Krankenhaus - vergrößern © spotmatikphoto / Fotolia

„Die Macher der Zukunftswerkstatt haben auch in diesem Jahr den Finger auf eine aktuelle Wunde gelegt“, stellte Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij heute zu Beginn der Veranstaltung in Berlin fest. Schließlich sei für Brandenburg die flächendeckende medizinische Versorgung ein zentrales Ziel für die Landespolitik. Dies gelte im besonderen Maße auch für die Notfallversorgung.

„Den in der Notfallmedizin Tätigen ist bewusst, welch hohe Verantwortung für Leib und Leben von Patientinnen und Patienten auf Ihnen lastet. Enormer Zeitdruck und oft überfüllte Rettungsstellen und Notaufnahmen bestimmen zumeist ihren beruflichen Alltag. Ich habe große Achtung vor der Arbeit der Einsatzkräfte, die sich mit Einsatzfreude und Idealismus weit über die Grenzen unserer Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg hinaus engagieren“, so die Ministerin. „Zu Recht erwarten Sie aber, dass wir gemeinsam an der Optimierung der Notfallversorgungsprozesse arbeiten.“

Dies erfordere komplexe, innovative und mutige Lösungsansätze, die spürbare Entlastung bringen und für alle Patientinnen und Patienten zu verstehen sind.

Die Ministerin verwies auf neue Berufsbilder wie Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter, aber auch auf die Notwendigkeit, die beteiligten Bereiche stärker zu verzahnen. Im Land Brandenburg gäbe es in Abstimmung mit den Kostenträgern und dem Gesundheitsministerium gute Praxisbeispiele. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg baut beispielsweise aktuell ihren ärztlichen Bereitschaftsdienst um und geht durch neue Kooperationen mit Krankenhäusern und Rettungsdienstträgern innovative Wege.

Der Aufbau von ambulant-stationären Gesundheitszentren ist in Brandenburg in vielversprechenden Projekten umgesetzt worden, die inzwischen auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden sind. Der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses hat die Notwenigkeit gesehen und zahlreichen Projekten eine Finanzierung aus den Mitteln des Innovationsfonds bewilligt. Eines dieser Projekte hat die landesweite Weiterentwicklung der Notfall- und Akutmedizin in Brandenburg zum Inhalt. Daran sind alle Partner des gemeinsamen Landesgremiums für sektorübergreifende Versorgungsfragen (§ 90a SGB V-Gremium) beteiligt.

Hintergrund

Ziel der „Zukunftswerkstatt Innovative Versorgung“ ist, einen fachlichen, länderübergreifenden Austausch zur Gestaltung einer bedarfsorientierten, innovativen und sektorenübergreifenden Versorgungslandschaft angesichts der spezifischen Anforderungen an die Gesundheitsversorgung der Region Berlin-Brandenburg zu etablieren. Die jährlich stattfindende „Zukunftswerkstatt“ soll die Basis legen für eine zwischen den beiden Bundesländern abgestimmte, gemeinsame Krankenhausplanung in der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg ab 2020.

Die Werkstatt dient hierbei als Dialogplattform, kreative Ideenschmiede und Impulsgeber für die an der Gesundheitsversorgung beteiligten Akteure in der Region Berlin-Brandenburg. Im Fokus steht dabei die Entwicklung neuer Lösungsansätze für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Ihren unterschiedlichen Ausgangssituationen in der Metropolenregion sowie des ländlichen Raumes in Brandenburg.

Organisiert und koordiniert wird die „Zukunftswerkstatt Innovative Versorgung“ durch das Management des Handlungsfeldes „Neue Versorgungsformen und Rehabilitation“ des Clusters Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg – HealthCapital.

Die Zukunftswerkstatt findet seit 2014 jährlich statt und befasste sich bisher mit den Themen: „Altersmedizin und Geriatrie“, „Notfallversorgung“, „Zukunft der Kinder- und Jugendmedizin in Metropole und Fläche“, „Innovative sektorübergreifende Versorgungsansätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen“. 2018 steht die „Notfallversorgung 2.0“ im Mittelpunkt.

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