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16.11.2018Internationaler Männertag am 19. November / Landesgleichstellungsbeauftragte setzt sich für moderne Männerbilder ein – Workshop „Väter 4.0“ | 174/2018

Neues Fenster: Bild - Vater und Kinder - vergrößern © JenkoAtaman - Fotolia.com

In Brandenburg sollen alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, gleiche Chancen haben und sich partnerschaftlich begegnen. „Das gilt auch für Männer“, erklärt die Landesbeauftragte für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Monika von der Lippe, anlässlich des Internationalen Männertages am 19. November 2018. „Zwar sitzen Männer häufiger in Chefsesseln als Frauen – aber wenn sie traditionell weibliche Aufgaben übernehmen wollen, sind die gesellschaftlichen Widerstände mitunter groß. Das gilt für die Arbeitswelt – genauso wie für die Familien und andere gesellschaftliche Bereiche.“

Wie wichtig es für eine moderne Gleichstellungspolitik ist, Männer einzubeziehen, zeigt ein Projekt in Cottbus. Dort lädt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Sabine Hiekel, in Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburger Väterinitiative e. V. am heutigen Freitag (16. November) zu einem Sensibilisierungs-Workshop zum Thema „Väter 4.0 – Die Gleichberechtigung aus dem Blickwinkel von Männern“ ein. Sie möchten Rollenstereotypen entgegen wirken und zeigen, wie vielfältig die Lebenssituationen und Lebenserfahrungen von Männern sind. Eingeladen sind insbesondere Mitarbeitende der Gleichstellungs-, Jugend- bzw. Familienarbeit, von Jugend- und Sozialämtern, Erziehungs- und Familienberatungsstellen. Da sie für Väter wichtige Entscheidungen treffen, möchten sie diese für deren Interessen und Lebenssituationen sensibilisieren.

Ein wichtiges Ziel der Väterinitiative ist es, werdende Väter zu stärken. „Viele Männer wünschen sich mehr Zeit für die Familie und wollen engere Beziehungen zu ihren Kindern aufbauen. Das Projekt ‚Aktiver Vater von Anfang an‘ stärkt Männer in Cottbus und den angrenzenden Landkreisen bei ihrem Start in eine aktive Vaterschaft“, so von der Lippe. „Dieses Projekt ist ein Kleinod bei uns in Brandenburg, das ich sowohl ideell als auch aus den Zuwendungsmitteln gerne fördere.“

Jürgen Schlicker, Vorsitzender der Väterinitiative e.V. erläutert, warum  diese Angebote an werdende Väter so wertvoll sind: „Väter – wie auch Mütter - fallen nicht urplötzlich vom Himmel. Während sie in ihre neue Rolle hineinwachsen, werden sie mit zum Teil vorgefertigten Erwartungen der Gesellschaft über ihre jeweiligen Elternrollen konfrontiert. Deshalb benötigen sie Möglichkeiten und Angebote prozesshaft die eigene und selbstbestimmte Vater- oder Mutterrolle entwickeln zu können. Währenddessen seine Vaterschaft aktiv zu leben bedeutet, für sein Kind verbindlich emotional erreichbar zu sein und dessen Bedürfnisse immer im Blick zu haben. Dies stärkt nicht nur die Vater-Kind-Beziehung, sondern die Familie und letztendlich auch die Partnerschaft.“

Hintergrund

Erst kürzlich hat eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (www.rwi-essen.de) gezeigt, dass es Auswirkungen auf die ganze Familie hat, wenn Väter von Anfang an eine aktive Rolle übernehmen. Sie belegt, dass Elternzeit bei Vätern zu nachhaltigen Verhaltensänderungen führt. Auch nach dieser Zeit verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kindern und beteiligen sich stärker an der Hausarbeit.

Brandenburgs Landesregierung setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer ihre Lebensentwürfe frei von Vorurteilen und Klischees entfalten können. Ein Ziel des Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramms 2015-2019 ist „Rollenbilder verändern und Vielfalt ermöglichen“. Im Herbst 2017 veranstaltete die Landesgleichstellungsbeauftragte die Fachtagung „Jenseits von Rollenbildern – Vielfalt ermöglichen für Jungen und Männer in Brandenburg“ (https://masgf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.546486.de).

Im Jahr 2017 nahmen in Brandenburg über 11.000 Männer Elterngeld in Anspruch. Damit liegt Brandenburg zwar nur leicht über dem Bundesdurchschnitt von 23,2 Prozent, aber einige Brandenburger Kreise liegen auch im Bundesvergleich weit vorne. So nahmen 2017 in Potsdam (28,3 Prozent) und Potsdam-Mittelmark (25,5 Prozent) besonders viele Brandenburger Väter Elternzeit (Quelle: Destatis 2018).

Berlin-Brandenburger Väterinitiative: http://vaeterinitiative.org/index.html

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