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22.11.20185. Sitzung des gemeinsamen Landesgremiums nach § 90a SGB V / Gesundheitsministerin Karawanskij: „Mehr ambulant-stationäre Gesundheitszentren schaffen“ | 178/2018

Ministerin Susanna Karawanskij Neues Fenster: Bild - Ministerin Karawanskij Portrait 1 - vergrößern Foto: Johanna Bergmann

Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij sieht in dem sogenannten 90a-Gremium ein unverzichtbares Instrument der Brandenburger Gesundheitspolitik. Zum Auftakt der 5. Sitzung, die heute unter ihrer Leitung im Potsdamer Gesundheitsministerium stattfindet, sagte Karawanskij: „Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten in allen Teilen des Landes ist enorm wichtig. Hier stehen wir vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen können. Gut ist, dass alle für die gesundheitliche Versorgung Verantwortlichen in dem gemeinsamen Landesgremium an einem Tisch sitzen und an einem Strang ziehen.“

Das Planungsgremium erarbeitet Strategien zum Aufbau sektorenübergreifender Versorgungsmodelle, die besonders den ländlichen Raum betreffen. Auf der Tagesordnung standen heute unter anderem der aktuelle Stand zum „Berlin-Brandenburg Herzinfarktregister“ und zum Projekt „Innovative Gesundheitsversorgung in Brandenburg – Strukturmigration im Mittelbereich Templin“ sowie verschiedene Innovationsfonds-Projekte wie „Menschen mit Demenz im Krankenhaus“, „GeriCare Havelland“ und „Kinder- und Jugendmedizin“.

Gesundheitsministerin Karawanskij: „Die Gesundheitsversorgung in Brandenburg ist insgesamt gut. Eine besondere Herausforderung für die Bevölkerung im Flächenland ist aber die Erreichbarkeit medizinischer Angebote. Die Zukunft liegt in der Vernetzung. Eine gute gesundheitliche Versorgung können wir besonders in den berlinfernen Regionen nur garantieren, wenn es uns gelingt, die Krankenhaus-Standorte zu modernen ambulant-stationären Gesundheitszentren umzubauen.“ Daran arbeitet auch das 90a-Gremium. Ambulante Haus- und Fachärzte werden künftig noch intensiver mit Krankenhäusern sowie mit Einrichtungen für Rehabilitation und Pflege zusammenarbeiten.

„Hier haben wir hohe Erwartungen an die neue Bund-Länder-Arbeitsgruppe ‚Sektorenübergreifende Versorgung‘, die im September 2018 konstituiert wurde. Daran ist Brandenburg beteiligt. Wichtig für uns ist auch, dass die eingerichteten Innovations- und Krankenhausstrukturfonds des Bundes langfristig fortgeführt werden. Wir brauchen diese Instrumente, um eine moderne Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können. Nur mit zusätzlichem Geld können wir den Aufbau weiterer ambulant-stationärer Gesundheitszentren anschieben.“

Hintergrund

Bundesweit können die Länder nach § 90a SGB V Gremien bilden, um sektorenübergreifende Versorgungsfragen zu beraten und entsprechende Empfehlungen zu geben. In Brandenburg gibt es dieses 90a-Gremium seit dem 12. März 2014.

Ständige Mitglieder des gemeinsamen Landesgremiums in Brandenburg sind das Gesundheitsministerium, die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg, die Landesverbände der Krankenkassen sowie die Ersatzkassen, die Landeskrankenhausgesellschaft und die kommunalen Spitzenverbände. Darüber hinaus haben die in Brandenburg für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen maßgeblichen Organisationen, die Landesärztekammer Brandenburg, die Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer und die auf Landesebene für die Wahrnehmung der Interessen der Pflegeberufe maßgebliche Dachorganisation ein Mitberatungsrecht. Ziel des gemeinsamen Landesgremiums ist, aktuelle Herausforderungen und regionale Versorgungsbedürfnisse im Gesundheitsbereich in den Fokus zu nehmen und dafür passende Lösungen auf den Weg zu bringen.

Mit dem Krankenhausstrukturfonds stellt der Bund 500 Millionen Euro aus dem Gesundheitsfonds für den Umbau von Krankenhäusern zur Verfügung. Die Mittel sollen u.a. für die Umwandlung von Krankenhäusern in andere Versorgungseinrichtungen verwendet werden. Brandenburg erhält aus dem Fonds 15,15 Millionen Euro und beteiligt sich an der Förderung in gleicher Höhe. So stehen von 2017 bis 2020 insgesamt 30,3 Millionen Euro für zusätzliche Krankenhausinvestitionen in Brandenburg zur Verfügung.

Die Havelland Kliniken entwickeln derzeit beispielsweise ein zukunftsweisendes sektorenübergreifendes Konzept für die Altersmedizin. Ziel ist es, Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen frühzeitig und aus einer Hand so gut zu versorgen, dass eine Einweisung in die Notaufnahme seltener oder gar nicht erst notwendig wird. Dafür sollen unter anderem Methoden der Telemedizin und des geriatrischen Assessments zum Einsatz kommen. Die Kliniken wollen für das Projekt mit dem Arbeitstitel „GeriCare Havelland“ eine Förderung aus dem bundesweiten Innovationsfonds beantragen.

Resultierend aus der „Zukunftswerkstatt Innovative Versorgung Berlin-Brandenburg“ 2018 soll das Thema Notfallversorgung ein Schwerpunktthema des gemeinsamen Landesgremiums im nächsten Jahr werden.

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