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30.11.2018Sozialministerin Karawanskij würdigt mit „Veltener Teller“ zehn engagierte Seniorinnen und Senioren | 191/2018

Das Ehrenamt scheint für sie eine Selbstverständlichkeit zu sein und prägt ihr Leben: Zehn Seniorinnen und Senioren sind heute in Potsdam für ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement mit dem „Veltener Teller“ ausgezeichnet worden. Sozialministerin Susanna Karawanskij überreichte die Ehrenteller gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Seniorenrates des Landes Brandenburg, Wolfgang Puschmann.

Ministerin Karawanskij sagte: „Ohne das Engagement der älteren Generation wäre vieles in unserer Gesellschaft nicht möglich. Wir brauchen engagierte Seniorinnen und Senioren, ihren Einsatz, ihre Zeit, die helfenden Hände und vielen klugen oftmals erfahrenen Ideen. Dieses Ehrenamt passiert im immer schneller werdenden Alltagsrhythmus für andere oft unbemerkt, ist aber keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Die zehn Preisträgerinnen und Preisträger stehen heute stellvertretend für viele andere Frauen und Männer, die im höheren Alter ehrenamtlich aktiv sind. Ihnen allen gebührt unser großer Dank.“

Eine große Klammer verbindet alle Preisträgerinnen und Preisträger: die Arbeit in den unterschiedlichsten Seniorenbeiräten. „Die Seniorenbeiräte sind eine wichtige Säule der gelebten Seniorenpolitik des Landes Brandenburg. Sie setzen sich für die Interessen der älteren Menschen ein, haben dabei aber auch immer die Bedürfnisse der jüngeren Generationen im Blick. Alle Generationen sind aufeinander angewiesen. In einer immer älterwerdenden Gesellschaft ist es besonders wichtig, lebendige Begegnungsorte zu schaffen“, betonte Karawanskij.

Der „Veltener Teller“ wird bereits zum 24. Mal für besondere Verdienste im Ehrenamt vergeben. Die Verleihung findet jedes Jahr rund um den „Internationalen Tag des Ehrenamtes“ (5. Dezember) statt.

Seit 1995 sind bereits 247 Seniorinnen und Senioren mit dem Preis ausgezeichnet worden. Die Tradition geht auf Regine Hildebrandt, Brandenburgs erste Sozialministerin, zurück. Auf ihre Anregung hin wurde der Ehrenteller, der die Form einer Schale mit Fuß hat, in der Werkstatt von Hedwig Bollhagen in Velten (Oberhavel) entworfen.

Den „Veltener Teller 2018“ erhielten heute:

Horst Kühn (Guben/Spree-Neiße): Er ist seit dem 1. Oktober 2008 Vorsitzender des Seniorenbeirates der Stadt Guben. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Seniorenbeirat zu einer anerkannten Interessenvertretung der älteren Bewohnerinnen und Bewohner. Herr Kühn nimmt regelmäßig als sachkundiger Einwohner an den Ausschusssitzungen für Soziales, Bildung und Kultur in seiner Heimatstadt teil, sowie an den Sitzungen des Kreisseniorenrates. Dort setzt er sich unablässig für die Belange der älteren Generation ein. Vorbildlich ist seine Einsatzbereitschaft bei der Fortführung der deutsch-polnischen Beziehungen, die seit 2002 bestehen. So hat er u.a. erreicht, dass sich der städtische Seniorenrat Gubin regelmäßig an der Gubener Seniorenwoche beteiligt. Mit viel persönlichem Engagement setzt sich Horst Kühn außerdem für die gute Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat der Gubener Partnerstadt Laatzen ein, hält Kontakt und organisiert gegenseitige Besuche.

Edda Mayer (Neuenhagen bei Berlin/Märkisch-Oderland): Sie engagiert sich als Vorsitzende des Seniorenbeirates der Gemeinde Neuenhagen für vielfältige Projekte in der Seniorenarbeit. So ist sie maßgeblich für die Vorbereitung der alljährlichen Seniorenwoche im Juni verantwortlich – ein Höhepunkt im kommunalen Veranstaltungskalender für die älteren Bürgerinnen und Bürger. Zweimal im Jahr berät der Seniorenbeirat unter ihrer Leitung gemeinsam mit dem Bürgermeister die Schwerpunkte der Seniorenpolitik im Ort. Alle zwei Jahre erscheint die Zeitzeugenbroschüre „Lebenszeit“ mit Neuenhagener Geschichten. Nicht zu vergessen ist ihre Mitarbeit im Haus der Senioren, dem zentralen Treffpunkt für alle älteren Bürgerinnen und Bürger. Edda Mayer ist außerdem Mitglied der Kreisseniorenbeirates Märkisch-Oderland.

Edelgard Dolch (Angermünde/Uckermark): Sie leitet seit 2007 den Ortsverband des Brandenburgischen Seniorenverbandes Angermünde, dessen Mitglied sie seit 1996 ist. Der Seniorenverband ist zuverlässiger Partner der Angermünder Seniorenarbeit. Das Wohl und die Geborgenheit der älteren Generation liegt Edelgard Dolch immer am Herzen. Durch ihre ruhige, sachliche, ausgeglichene und mütterliche Art hat sie sich konsequent für Belange der Älteren eingesetzt. In regelmäßigen Gesprächsrunden der Seniorinnen und Senioren mussten Bürgermeister und andere kommunalpolitische Verantwortliche Rede und Antwort stehen. Durch diese Veranstaltungen hat sie der älteren Generation ermöglicht, an demokratischen Prozessen teilzuhaben. Mit Fahrten zu kulturellen Höhepunkten im Land Brandenburg, mit Besuchen von alleinlebenden, kranken Mitgliedern des Seniorenverbandes und mit dem Aufbau einer Tanz- und Sportgruppe hat sie die Seniorenpolitischen Leitlinien in konkrete Maßnahmen umgesetzt.

Dr. Paul Stahlberg (Schulzendorf/Dahme-Spreewald): Er war bis zum Frühjahr 2018 mit 86 Jahren der älteste aktive Vorsitzende eines Seniorenbeirates im Landkreis Dahme-Spreewald. Mit hoher Sachkenntnis hat er die seniorenpolitischen Ziele mit Nachdruck durchgesetzt. Ganz selbstverständlich war der Kontakt zum Bürgermeister der Gemeinde Schulzendorf und zu den Gemeindevertretern. Regelmäßig nahm er an den Sitzungen des Hauptausschusses teil. Mit den Seniorenvertretungen der Nachbargemeinden, mit der Volkssolidarität, dem Seniorenheim sowie dem Förderverein der Patronatskirche pflegte er eine kontinuierliche und nachhaltige Zusammenarbeit. Seit über 15 Jahren bringt er in jedem Schuljahr 50 Grundschülern das Schachspielen bei. Traditionell findet das jährliche Treffen der Generationen mit einem Kinderprogramm im Seniorenheim Schulzendorf statt. Die Partnerschaft mit der polnischen Partnergemeinde Kargowa liegt ihm besonders am Herzen.

Karl-Heinz Grollmisch (Oranienburg/Oberhavel): Er ist seit mehr als 15 Jahren Vorsitzender des Kreisseniorenbeirates Oberhavel. Er wird von allen Mitgliedern als außerordentlich engagiert anerkannt. Sein Rat wird geschätzt, ebenso seine Beiträge im Unterausschuss „Demografischer Wandel“ des Landkreises. Hier hat er wesentlichen Anteil, dass den Belangen der Seniorinnen und Senioren größere Aufmerksamkeit zuteilwird. Karl-Heinz Grollmisch verfolgt intensiv die Seniorenpolitik im Land Brandenburg und auch bundesweit. Er greift Ideen auf, die er in die seniorenpolitische Diskussion mit dem Land einbringt. Die erfolgreiche Eröffnung der 23. Brandenburgischen Seniorenwoche 2016 in Oranienburg ist wesentlich seinem Engagement zu verdanken.

Barbara Kernchen (Neuruppin/Ostprignitz-Ruppin): Sie arbeitet seit 2009 engagiert im Seniorenbeirat der Stadt Neuruppin und ist seit mehreren Jahren die Vorsitzende. Die Schaffung von behindertengerechtem Wohnraum in Neuruppin, der auch für alleinstehende Seniorinnen und Senioren bezahlbar sein muss, ist ein wichtiges Anliegen des Seniorenbeirates. Sie war mehrere Jahre Stadtverordnete und engagierte sich für die sozialen Belange der Bürgerinnen und Bürger in Neuruppin. Sie ist seit vielen Jahren Mitglied im Kreisseniorenbeirat und vertritt dort den Altkreis Neuruppin sehr aktiv. Durch ihr unermüdliches Engagement und ihre Tatkraft aktiviert Barbara Kernchen die Seniorinnen und Senioren in ihrem Alltag und sorgt damit nicht nur bei der älteren Generation für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Helga Buchholz (Rathenow/Havelland): Sie engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Seniorenarbeit der Stadt Rathenow. Sie ist auf Vorschlag der Arbeiterwohlfahrt in den Seniorenrat Rathenow gewählt worden und als Vorstandsmitglied für die Finanzen zuständig. Als sachkundige Bürgerin im Ausschuss für Finanzen und Rechnungsprüfung setzt sie sich aktiv für die Belange der älteren Menschen ein. Helga Buchholz hat stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Seniorinnen und Senioren in Rathenow. Ihre offene und freundliche Art wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzt, auch weil sie als aktives Mitglied der AWO Gespräche zu aktuellen kommunalpolitischen Themen führt. Mit viel Herzblut setzt sie sich auch für die junge Generation im Kinder- und Jugendparlament ein.

Johanna Ranneberg (Beelitz/Potsdam-Mittelmark): Sie ist der Seniorenbetreuung seit mehr als 36 Jahren verbunden, sei es in der Stadt Beelitz oder im Kreisseniorenbeirat Potsdam-Mittelmark, dessen stellvertretende Vorsitzende sie seit zehn Jahren ist. Hauptberuflich war sie von 1982 bis 1991 bei der Volkssolidarität und anschließend bei den Johannitern tätig. Mit Beginn des Rentenalters wurde sie 2001 Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Beelitz. 2014 absolvierte sie eine Ausbildung zur Senior-Trainerin.

Herma Lindner (Gemeinde Schorfheide/Barnim): Sie ist seit 2003 Mitglied des Seniorenbeirates der Gemeinde Schorfheide und seit 2005 Beiratsvorsitzende. Sie pflegt enge Kontakte zum Bürgermeister und zur Verwaltung der Gemeinde, und hat durchgesetzt, dass Mitglieder des Seniorenbeirates an den Sitzungen des Hauptausschusses, des Sozialausschusses und des Bauausschusses teilnehmen. Sie haben dort Rederecht und können sich an den Diskussionen beteiligen. Herma Lindner selbst nimmt an den Sitzungen des Sozialausschusses teil. Darüber hinaus arbeitet sie aktiv im Ortsvorstand der Gewerkschaft der Eisenbahner mit. Sie ist Mitglied des Vorstandes und stellvertretende Vorsitzende der Seniorengruppe. Seit 1993 ist sie auch Mitglied im Gemeindekirchenrat und seit 2005 sogar die Vorsitzende. Hier legt sie ihr Augenmerk auf die Einbeziehung der Seniorinnen und Senioren der Kirchengemeinde in die Arbeit des Seniorenbeirates der Gemeinde Schorfheide. Herma Lindner ist seit 2010 auch stellvertretende Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates Barnim. Auf Grund persönlicher Erfahrungen hat sie die Arbeitsgruppe „Seniorenheime“ ins Leben gerufen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch des Pflegepersonals zu untersuchen.

Gudrun Jentsch (Ludwigsfelde/Teltow-Fläming): Sie ist seit November 2004 Mitglied des DRK und als ehrenamtliche Helferin im Blutspendedienst des DRK tätig. Sie organisiert die Werbung für die 14-tägig stattfindenden Blutspende-Termine und kümmert sich fürsorglich um die teilnehmenden Spenderinnen und Spender. Seit drei Jahren betreut Gudrun Jentsch regelmäßig das Spielezimmer im Übergangswohnheim Ludwigsfelde. Auch im Bereich der Seniorenarbeit ist ihr Einsatz inzwischen unverzichtbar geworden. Sie leitet den wöchentlichen, nunmehr auf Grund der großen Nachfrage zweimal pro Woche stattfindenden, dreistündigen Spielenachmittag für Seniorinnen und Senioren. Hinzu kommt einmal im Monat der Rentnertreff, den sie ebenfalls vorbereitet und begleitet. Die Teilnehmenden an diesen Veranstaltungen fühlen sich von Gudrun Jentsch so umsorgt, als wären sie zu Hause. Seit Neuestem engagiert sie sich beim Aufbau eines neuen Kiez-Treffs für die älteren Bürgerinnen und Bürger des Stadtgebietes Ludwigsfelde West.

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