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01.09.2015Sozialministerin Golze: Bund muss Integration durch Deutschkurse für Flüchtlinge ‎fördern | 131/2015

Diana Golze Neues Fenster: Bild - Ministerin - vergrößern Foto: BILDHAUS. Karoline Wolf

Am heutigen 1. September startet das Landesprogramm „Deutsch für Flüchtlinge“. Dafür stehen 2 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds bereit. Die Deutschkursangebote richten sich an Asylsuchende in laufenden Asylverfahren und Geduldete, die noch keinen Zugang zu den Integrationskursen des Bundes haben. Landesweit können 900-1000 Asylsuchende und Geduldete an diesem Programm teilnehmen. Gefördert werden 6 Module mit jeweils 100 Stunden Deutsch, ein Einstufungs- und Abschlusstest sowie die Fahrtkosten.

Ende letzten Jahres wurde bundesgesetzlich der Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge erleichtert. Um diese Möglichkeiten zu nutzen, brauchen Flüchtlinge frühzeitig die Möglichkeit, qualifiziert Deutsch zu lernen.

Sozialministerin Diana Golze: „Auf meiner asylpolitischen Tour durch das Land Brandenburg höre ich von Asylsuchenden immer wieder den dringenden Wunsch Deutsch lernen zu können. Sprache ist die erste Voraussetzung dafür, hier wirklich ankommen zu können. Deshalb freue ich mich, dass das Programm „Deutsch für Flüchtlinge“ heute wieder startet. Die Zahl der Menschen, die bei uns Zuflucht vor Krieg, Gewalt und regionalen Krisen suchen, wächst. Darum bleibt die langjährige Forderung der Bundesländer an den Bund zur Öffnung der Integrationskurse für alle Flüchtlinge und Geduldeten weiter ganz oben auf der Tagesordnung. Es bleibt abzuwarten, in welchem Umfang die Bundeskanzlerin bereit ist, auf die Forderungen der Länder einzugehen. Darum schaue ich sehr gespannt auf das Gespräch mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten Ende September. Eine Beschränkung auf wenige Herkunftsländer mit hoher Bleibeperspektive reicht angesichts der realen Situation vor Ort in den Kommunen jedenfalls nicht aus.“

Zahlreiche Brandenburger Betriebe sind bereit, Flüchtlinge einzustellen oder auszubilden. Gefordert werden aber beispielsweise für eine Berufsausbildung deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau A2/B1. Dieses Sprachniveau kann mit dem Programm erreicht werden.

Die Deutschkurse werden landesweit an zahlreichen Standorten bei vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannten Integrationskursträgern angeboten. Sollte es während der Laufzeit eines Kurses zu einer Anerkennung als Flüchtling kommen, erfolgt die Weiterförderung als Integrationskursteilnehmender  durch das BAMF. Brandenburg ist das einzige Bundesland mit einer so umfangreichen Förderung für qualifizierte Deutschkurse.

Die Euroschulen Berlin-Brandenburg  starten heute bereits mit 2 Kursen in Potsdam. (Euro-Schulen Potsdam, Am Kanal 12, 14467 Potsdam, Bley.Stefan@eso.de; Klabuhn.yvonne@eso.de Telefon: 0331 70444-593).

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