Hauptmenü

Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen zur Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung von Arbeit mit Tätern bei häuslicher Gewalt in Brandenburg

Juli 2019

Nach dem Lagebild Häusliche Gewalt des Landeskriminalamtes Brandenburg wurden in 2017 insgesamt 4.116 Fälle häuslicher Gewalt in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. In den letzten 10 Jahren haben sich die Fallzahlen der Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt verdoppelt. Rund 73 Prozent der Opfer bzw. der Geschädigten sind weiblich. Rund zwei Drittel der Opfer wurden aus der Partnerschaft heraus bzw. durch einen ehemaligen Partner Opfer häuslicher Gewalt.

Mit dem Koalitionsvertrag für die sechste Wahlperiode haben sich die Koalitionsparteien zum Schutz von Frauen vor Gewalt bekannt. Ferner haben sie vereinbart, Projekte zur Haftvermeidung durch frühzeitige ambulante pädagogische Maßnahmen und Konfliktlösungen außerhalb der Gerichte zu unterstützen. Im Interesse des Landes ist es, Opfer und Täter gleichermaßen in den Blick zu nehmen. Während Angebote und Strukturen für die von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder vorhanden und durch Land, Kommunen und freie Träger finanziert werden, fehlt es bisher an einem entsprechenden landesgeförderten Angebot für die Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt.

Mit hiesigem Antragseinwerbungsverfahren möchte das MASGF einen geeigneten Träger finden, um die Täterarbeit in Brandenburg in 2019 und 2020 in Form eines landesweiten Projektes einzuführen. Vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel soll das Angebot etabliert und verstetigt werden.

 

Ziele und Inhalte der Förderung, Fördergegenstände

Die Begriffe „Täterarbeit“ oder „soziales Training“ beschreiben die gewaltzentrierte Arbeit mit Tätern mit dem Ziel der Verhaltensänderung sowie die institutionelle Einbindung dieser Arbeit in Kooperationsbündnisse.

Die Täterarbeit im Rahmen dieses Interventionsprojektes erfolgt mit dem Ziel den Opferschutz und die Gewaltprävention im Bereich der häuslichen Gewalt zu verbessern. Täterarbeit ist nicht nur im Interesse der gewalttätigen Personen, sondern im gesellschaftlichen und Opferinteresse. Alle Handlungen und Unterlassungen müssen darauf abzielen, die Sicherheit von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern zu gewährleisten. Insofern besteht eine enge Verbindung zum Opferschutz und den dortigen Standards.

Täterarbeit kann daher nur erfolgreich sein, wenn Täterarbeit in die Interventionsstrukturen eingebunden ist und sie aktiv mitgestaltet. Konkret handelt es sich um Einrichtungen der Polizei, der Justiz (Amts- und Staatsanwaltschaften, Gerichte in Straf- und Familiensachen, Gerichts- und Bewährungshilfe, Justizvollzugsanstalten) und des Frauen- und Kinderschutzes (z.B. Frauenhäuser, Zufluchtswohnungen, Frauenberatungsstellen, Jugendämter) sowie um die Opferberatungsstellen. Die Einrichtungen der Täterarbeit sollen die vorgenannten Einrichtungen über Täterarbeit informieren und mit ihnen Kooperationsvereinbarungen, z.B. zur (proaktiven) Informationsweitergabe oder über die Bedingungen von Gesprächen mit Täter und Opfer zwecks Klärung sicherheitsrelevanter Fragen abschließen.

Zielgruppe des Landesprojektes zur Täterarbeit sind aufgrund der polizeilichen Fallzahlen vorrangig erwachsene männliche Täter, die gegenüber ihren (Ex-) Partnerinnen gewalttätig geworden sind. So sind 75 % der Täter häuslicher Gewalt in Brandenburg männlich). Gleichwohl soll das Angebot Menschen unabhängig der sexuellen Identität zu Verfügung stehen.

Die betroffenen Personen melden sich entweder selbst zur Teilnahme am Programm oder werden institutionell vermittelt. Bei Trennungsstalking und Straftaten gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung sind in der Regel andere Angebote zu nutzen.

Ein durch das Land gefördertes Projekt für Täterarbeit soll insbesondere folgende qualitative Anforderungen zu erfüllen:

  • Verpflichtung zum Einhalten der Standards der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt 2018 bzw. Folgestandards
  • Mitgliedschaft und enger Austausch mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit
  • Entwicklung von geschlechterbezogenen Täterprofilen und Vorhaltung entsprechender Angebote
  • Kooperationsarbeit mit beteiligten Institutionen und Organisationen
  • Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit zuweisenden Stellen
  • Erfahrung in der Arbeit mit Gewalttätern bzw. mit Gewaltopfern, geeignete fachliche Qualifikation: Fachkraft im Thema Gewaltberatung zu häuslicher Gewalt
  • Berücksichtigung der Flächenstruktur des Landes bei der Projektgestaltung
  • Einhaltung der Datenschutzbestimmungen
  • Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Projektcontrollings durch Dokumentation und Evaluation der Arbeit
  • Schlüssiger Finanzierungsplan, geeigneter Personaleinsatz (zwei Fachkräfte)

Während und zum Abschluss der Projektförderung sind Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Projektcontrollings durch den Projektträger vorzunehmen. Die Evaluation dient dem zielgerichteten Einsatz der Landesmittel und soll vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel die Fortführung des Angebotes in der Folgezeit qualitativ sichern.

Das Projekt ist im Land Brandenburg durchzuführen. Der Einzugsbereich der Tätigkeit umfasst das gesamte Bundesland.

Das MASGF gewährt daher nach Maßgabe der §§ 23 und 44 der Landeshaushaltsordnung (LHO) und der hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften (VV) Zuwendungen an freie und öffentliche Träger.

 

Fördervoraussetzungen, Art und Umfang der Förderungen

Die Antragstellung erfolgt formgebunden (http://www.lasv.brandenburg.de  -> Förderaufgaben/ESF -> Soziales, Gesundheit, Frauen, Familie und Gleichstellung -> Vordrucke) unter Beifügung eines entsprechenden Projektkonzeptes an das Landesamt für Soziales und Versorgung Dezernat 53 als bewilligende Stelle.

Zur Unterstützung der fachlichen Einschätzung wird im Rahmen der Förderung ein Gremium von Expertinnen und Experten aus dem MASGF, MdJEV, LASV, der Opferhilfe Land Brandenburg e.V. und den Spitzenverbänden in die Bewilligungsentscheidung einbezogen.

Zuwendungsempfänger können freie und gemeinnützige Träger sowie Gemeinde und Gemeindeverbände aus dem Land Brandenburg mit nachweisbarer Erfahrung im Bereich des Gewaltschutzes von Frauen und ihren Kindern sein.

Die Förderung dieses Projektes soll aus Haushaltsmitteln des Landes Brandenburg erfolgen.

Dafür stehen pro Jahr 80.000 Euro zur Verfügung, insgesamt 160.000 Euro.

Geplante Laufzeit des Projektes: 01.09.2019 bis 31.12.2020

Die Gewährung der Zuwendung steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel.

Gliederung einzureichender Projektkonzepte

Konzepte sind gemäß folgender Gliederung einzureichen (max. 10 Seiten ohne Anlagen):

1. Aussagen zum Träger

1.1     Selbstdarstellung, Darstellung einschlägiger Erfahrungen und Kompetenzen

1.2     Referenzen (sofern vorhanden)

1.3     Geplanter Personaleinsatz und Eignung der vorgesehenen Mitarbeiter/-innen

Dabei ist nachzuweisen, dass der Träger über qualifiziertes Personal mit einschlägigen praktischen Erfahrungen verfügt und mit diesem eine qualifizierte Projektdurchführung sicherstellen kann.

1.4     Bonität

1.5     Auszug Handels- bzw. Vereinsregister, Satzung/Gesellschaftsvertrag (als Anlagen)

 

2. Aussagen zum Projekt und seiner geplanten Umsetzung

2.1     Detaillierte Projektbeschreibung: Wie sollen die Aufgaben gemäß dem Anforderungsprofil konkret realisiert werden? Darzustellen sind Aussagen zu qualitativen und sofern möglich zu quantitativen Zielstellungen. Darüber hinaus sind darszustellen Aufgabenschwerpunkte, Instrumente und Methodik.

2.2     Einbeziehung Dritter, Kooperation und Netzwerkarbeit

         Darzustellen ist, wie externe Dritte eingebunden werden sollen und wie die Zusammenarbeit organisiert wird.

2.3     Qualitätssicherung und Projektcontrolling

 

Eine Zusammenarbeit in Trägerverbünden/-kooperationen ist zulässig und erwünscht, wobei ein Träger als Antragsteller/Zuwendungsempfänger gegenüber der Bewilligungsstelle festgelegt sein muss.

Förderfähig sind projektbezogene Personal- und Sachkosten insbesondere für:

  • Personalkosten für fachliche Projektmitarbeitende und Projektleitende
    Für die Förderung der Personalausgaben ist die Bemessungsgrundlage der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder für das Tarifgebiet Ost (TV-L). Als Obergrenze für die Förderung von Personalausgaben gilt die vom Ministerium der Finanzen festgelegte Höhe der Personaldurchschnittskosten für Tarifbeschäftigte in der geltenden Fassung.
    Eine Förderung der Personalausgaben ist in Höhe derjenigen Beträge möglich, die bei einer Einordnung der betreffenden Person nach TV-L anfallen würden. Ein den TV-L übersteigender Betrag ist nicht förderfähig und darf bei den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht berücksichtigt werden.
  • Kosten für Projekt- und Mitarbeiterverwaltung
  • Honorarkosten
    Die Höhe der Vergütung ist von der Leistung und der für die Durchführung erforderlichen Qualifikation der Honorarkraft abhängig. Dabei sollen Ausbildung, Erfahrung und Sachkenntnis sowie Umfang und Schwierigkeitsgrad der Leistung ausreichend zur Beurteilung dargestellt werden. Die Vergütung schließt alle mit der Honorartätigkeit verbundenen Arbeiten und Aufwendungen mit ein.
  • Mieten für Büro- und Veranstaltungsräume
  • Fahrtkosten
  • Büro- und Schulungsmaterial
  • Öffentlichkeitsarbeit

Der Eigenanteil soll bei freien Trägern in Höhe von mindestens 20 % und bei Gemeinden und Gemeindeverbänden in Höhe von mindestens 40 % der förderfähigen Gesamtausgaben erbracht werden. Die Einwerbung von Drittmitteln wird begrüßt.

Das MASGF bittet interessierte Träger, die Projekte entsprechend den oben genannten Bedingungen durchführen wollen, um Antragstellung.

Die Antragsfrist endet am 29. Juli 2019.

Die Antragstellung erfolgt formgebunden als Projektantrag unter Beifügung eines entsprechenden Projektkonzeptes an das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) als bewilligende Stelle.

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Laura Mietusch im MASGF. Dort erhalten Sie auch die Kurzversion des Landeskonzeptes „Umsetzung von Arbeit mit Tätern bei häuslicher Gewalt in Brandenburg“ mit weiteren inhaltlichen Ausführungen zu den Bewilligungsinhalten (Tel.: 0331/866 5217; E-Mail: laura.mietusch@masgf.brandenburg.de).

Juli 2019

Nach dem Lagebild Häusliche Gewalt des Landeskriminalamtes Brandenburg wurden in 2017 insgesamt 4.116 Fälle häuslicher Gewalt in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. In den letzten 10 Jahren haben sich die Fallzahlen der Straftaten im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt verdoppelt. Rund 73 Prozent der Opfer bzw. der Geschädigten sind weiblich. Rund zwei Drittel der Opfer wurden aus der Partnerschaft heraus bzw. durch einen ehemaligen Partner Opfer häuslicher Gewalt.

Mit dem Koalitionsvertrag für die sechste Wahlperiode haben sich die Koalitionsparteien zum Schutz von Frauen vor Gewalt bekannt. Ferner haben sie vereinbart, Projekte zur Haftvermeidung durch frühzeitige ambulante pädagogische Maßnahmen und Konfliktlösungen außerhalb der Gerichte zu unterstützen. Im Interesse des Landes ist es, Opfer und Täter gleichermaßen in den Blick zu nehmen. Während Angebote und Strukturen für die von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kinder vorhanden und durch Land, Kommunen und freie Träger finanziert werden, fehlt es bisher an einem entsprechenden landesgeförderten Angebot für die Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt.

Mit hiesigem Antragseinwerbungsverfahren möchte das MASGF einen geeigneten Träger finden, um die Täterarbeit in Brandenburg in 2019 und 2020 in Form eines landesweiten Projektes einzuführen. Vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel soll das Angebot etabliert und verstetigt werden.

 

Ziele und Inhalte der Förderung, Fördergegenstände

Die Begriffe „Täterarbeit“ oder „soziales Training“ beschreiben die gewaltzentrierte Arbeit mit Tätern mit dem Ziel der Verhaltensänderung sowie die institutionelle Einbindung dieser Arbeit in Kooperationsbündnisse.

Die Täterarbeit im Rahmen dieses Interventionsprojektes erfolgt mit dem Ziel den Opferschutz und die Gewaltprävention im Bereich der häuslichen Gewalt zu verbessern. Täterarbeit ist nicht nur im Interesse der gewalttätigen Personen, sondern im gesellschaftlichen und Opferinteresse. Alle Handlungen und Unterlassungen müssen darauf abzielen, die Sicherheit von gewaltbetroffenen Frauen und Kindern zu gewährleisten. Insofern besteht eine enge Verbindung zum Opferschutz und den dortigen Standards.

Täterarbeit kann daher nur erfolgreich sein, wenn Täterarbeit in die Interventionsstrukturen eingebunden ist und sie aktiv mitgestaltet. Konkret handelt es sich um Einrichtungen der Polizei, der Justiz (Amts- und Staatsanwaltschaften, Gerichte in Straf- und Familiensachen, Gerichts- und Bewährungshilfe, Justizvollzugsanstalten) und des Frauen- und Kinderschutzes (z.B. Frauenhäuser, Zufluchtswohnungen, Frauenberatungsstellen, Jugendämter) sowie um die Opferberatungsstellen. Die Einrichtungen der Täterarbeit sollen die vorgenannten Einrichtungen über Täterarbeit informieren und mit ihnen Kooperationsvereinbarungen, z.B. zur (proaktiven) Informationsweitergabe oder über die Bedingungen von Gesprächen mit Täter und Opfer zwecks Klärung sicherheitsrelevanter Fragen abschließen.

Zielgruppe des Landesprojektes zur Täterarbeit sind aufgrund der polizeilichen Fallzahlen vorrangig erwachsene männliche Täter, die gegenüber ihren (Ex-) Partnerinnen gewalttätig geworden sind. So sind 75 % der Täter häuslicher Gewalt in Brandenburg männlich). Gleichwohl soll das Angebot Menschen unabhängig der sexuellen Identität zu Verfügung stehen.

Die betroffenen Personen melden sich entweder selbst zur Teilnahme am Programm oder werden institutionell vermittelt. Bei Trennungsstalking und Straftaten gegen das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung sind in der Regel andere Angebote zu nutzen.

Ein durch das Land gefördertes Projekt für Täterarbeit soll insbesondere folgende qualitative Anforderungen zu erfüllen:

  • Verpflichtung zum Einhalten der Standards der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt 2018 bzw. Folgestandards
  • Mitgliedschaft und enger Austausch mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit
  • Entwicklung von geschlechterbezogenen Täterprofilen und Vorhaltung entsprechender Angebote
  • Kooperationsarbeit mit beteiligten Institutionen und Organisationen
  • Abschluss von Kooperationsvereinbarungen mit zuweisenden Stellen
  • Erfahrung in der Arbeit mit Gewalttätern bzw. mit Gewaltopfern, geeignete fachliche Qualifikation: Fachkraft im Thema Gewaltberatung zu häuslicher Gewalt
  • Berücksichtigung der Flächenstruktur des Landes bei der Projektgestaltung
  • Einhaltung der Datenschutzbestimmungen
  • Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Projektcontrollings durch Dokumentation und Evaluation der Arbeit
  • Schlüssiger Finanzierungsplan, geeigneter Personaleinsatz (zwei Fachkräfte)

Während und zum Abschluss der Projektförderung sind Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Projektcontrollings durch den Projektträger vorzunehmen. Die Evaluation dient dem zielgerichteten Einsatz der Landesmittel und soll vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel die Fortführung des Angebotes in der Folgezeit qualitativ sichern.

Das Projekt ist im Land Brandenburg durchzuführen. Der Einzugsbereich der Tätigkeit umfasst das gesamte Bundesland.

Das MASGF gewährt daher nach Maßgabe der §§ 23 und 44 der Landeshaushaltsordnung (LHO) und der hierzu erlassenen Verwaltungsvorschriften (VV) Zuwendungen an freie und öffentliche Träger.

 

Fördervoraussetzungen, Art und Umfang der Förderungen

Die Antragstellung erfolgt formgebunden (http://www.lasv.brandenburg.de  -> Förderaufgaben/ESF -> Soziales, Gesundheit, Frauen, Familie und Gleichstellung -> Vordrucke) unter Beifügung eines entsprechenden Projektkonzeptes an das Landesamt für Soziales und Versorgung Dezernat 53 als bewilligende Stelle.

Zur Unterstützung der fachlichen Einschätzung wird im Rahmen der Förderung ein Gremium von Expertinnen und Experten aus dem MASGF, MdJEV, LASV, der Opferhilfe Land Brandenburg e.V. und den Spitzenverbänden in die Bewilligungsentscheidung einbezogen.

Zuwendungsempfänger können freie und gemeinnützige Träger sowie Gemeinde und Gemeindeverbände aus dem Land Brandenburg mit nachweisbarer Erfahrung im Bereich des Gewaltschutzes von Frauen und ihren Kindern sein.

Die Förderung dieses Projektes soll aus Haushaltsmitteln des Landes Brandenburg erfolgen.

Dafür stehen pro Jahr 80.000 Euro zur Verfügung, insgesamt 160.000 Euro.

Geplante Laufzeit des Projektes: 01.09.2019 bis 31.12.2020

Die Gewährung der Zuwendung steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der veranschlagten Haushaltsmittel.

Gliederung einzureichender Projektkonzepte

Konzepte sind gemäß folgender Gliederung einzureichen (max. 10 Seiten ohne Anlagen):

1. Aussagen zum Träger

1.1     Selbstdarstellung, Darstellung einschlägiger Erfahrungen und Kompetenzen

1.2     Referenzen (sofern vorhanden)

1.3     Geplanter Personaleinsatz und Eignung der vorgesehenen Mitarbeiter/-innen

Dabei ist nachzuweisen, dass der Träger über qualifiziertes Personal mit einschlägigen praktischen Erfahrungen verfügt und mit diesem eine qualifizierte Projektdurchführung sicherstellen kann.

1.4     Bonität

1.5     Auszug Handels- bzw. Vereinsregister, Satzung/Gesellschaftsvertrag (als Anlagen)

 

2. Aussagen zum Projekt und seiner geplanten Umsetzung

2.1     Detaillierte Projektbeschreibung: Wie sollen die Aufgaben gemäß dem Anforderungsprofil konkret realisiert werden? Darzustellen sind Aussagen zu qualitativen und sofern möglich zu quantitativen Zielstellungen. Darüber hinaus sind darszustellen Aufgabenschwerpunkte, Instrumente und Methodik.

2.2     Einbeziehung Dritter, Kooperation und Netzwerkarbeit

         Darzustellen ist, wie externe Dritte eingebunden werden sollen und wie die Zusammenarbeit organisiert wird.

2.3     Qualitätssicherung und Projektcontrolling

 

Eine Zusammenarbeit in Trägerverbünden/-kooperationen ist zulässig und erwünscht, wobei ein Träger als Antragsteller/Zuwendungsempfänger gegenüber der Bewilligungsstelle festgelegt sein muss.

Förderfähig sind projektbezogene Personal- und Sachkosten insbesondere für:

  • Personalkosten für fachliche Projektmitarbeitende und Projektleitende
    Für die Förderung der Personalausgaben ist die Bemessungsgrundlage der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder für das Tarifgebiet Ost (TV-L). Als Obergrenze für die Förderung von Personalausgaben gilt die vom Ministerium der Finanzen festgelegte Höhe der Personaldurchschnittskosten für Tarifbeschäftigte in der geltenden Fassung.
    Eine Förderung der Personalausgaben ist in Höhe derjenigen Beträge möglich, die bei einer Einordnung der betreffenden Person nach TV-L anfallen würden. Ein den TV-L übersteigender Betrag ist nicht förderfähig und darf bei den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben nicht berücksichtigt werden.
  • Kosten für Projekt- und Mitarbeiterverwaltung
  • Honorarkosten
    Die Höhe der Vergütung ist von der Leistung und der für die Durchführung erforderlichen Qualifikation der Honorarkraft abhängig. Dabei sollen Ausbildung, Erfahrung und Sachkenntnis sowie Umfang und Schwierigkeitsgrad der Leistung ausreichend zur Beurteilung dargestellt werden. Die Vergütung schließt alle mit der Honorartätigkeit verbundenen Arbeiten und Aufwendungen mit ein.
  • Mieten für Büro- und Veranstaltungsräume
  • Fahrtkosten
  • Büro- und Schulungsmaterial
  • Öffentlichkeitsarbeit

Der Eigenanteil soll bei freien Trägern in Höhe von mindestens 20 % und bei Gemeinden und Gemeindeverbänden in Höhe von mindestens 40 % der förderfähigen Gesamtausgaben erbracht werden. Die Einwerbung von Drittmitteln wird begrüßt.

Das MASGF bittet interessierte Träger, die Projekte entsprechend den oben genannten Bedingungen durchführen wollen, um Antragstellung.

Die Antragsfrist endet am 29. Juli 2019.

Die Antragstellung erfolgt formgebunden als Projektantrag unter Beifügung eines entsprechenden Projektkonzeptes an das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) als bewilligende Stelle.

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Laura Mietusch im MASGF. Dort erhalten Sie auch die Kurzversion des Landeskonzeptes „Umsetzung von Arbeit mit Tätern bei häuslicher Gewalt in Brandenburg“ mit weiteren inhaltlichen Ausführungen zu den Bewilligungsinhalten (Tel.: 0331/866 5217; E-Mail: laura.mietusch@masgf.brandenburg.de).