Hauptmenü

04.08.2019

| 118/2019

Gesundheitsministerium veröffentlicht Bericht zur Diabetes in Brandenburg, jeder Zehnte betroffen

Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij hat anlässlich der Veröffentlichung des Berichtes zur Diabetes ihres Ministeriums erneut an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, Diabetes nicht zu unterschätzen. Bislang lebe bereits jeder Zehnte (ca. 286.000) In Brandenburg mit dieser chronischen Stoffwechselkrankheit. „Diese tückische Krankheit bleibt lange Zeit unbemerkt, kann aber unbehandelt zu schweren Folgeerkrankungen führen.  Auch wenn das Gesundheitsverhalten einen großen Einfluss auf Entstehung und weiteren Verlauf der Krankheit hat, halte ich es für unangemessen und verkürzt, allein zu einer Änderung des Verhaltens aufzurufen. Zur Problemlösung benötigen wir geeignete Konzepte und Handlungsstrategien. Dem soll u. a. eine Diabetes-Fachkonferenz im November diesen Jahres dienen.“

Diabetes zählt zu den großen Volkskrankheiten unserer Zeit. Die Zahl der Betroffenen steigt mit zunehmendem Alter, aber auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Im Zeitraum von 2007 bis 2016 stieg die Diabetes-Prävalenz (Kennzahl für die Krankheitshäufigkeit) in Brandenburg von 8,2 auf 11,5 Prozent an und liegt damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 9,2 Prozent. Das Gesundheitsministerium hat jetzt die Broschüre „Diabetes mellitus Typ 2 in Brandenburg“ veröffentlicht. Auf 140 Seiten werden Informationen und Daten zur Verbreitung, Versorgung und Vermeidung der Krankheit dargestellt. Sie kann kostenfrei unter https://masgf.brandenburg.de/masgf/de/start/service/publikationen/ bestellt werden.

Hintergrund:

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Es gibt zwei Hauptformen: Beim Diabetes Typ 1, auch insulin-abhängiger Diabetes genannt, fehlt das Hormon Insulin. Diese Autoimmunkrankheit tritt meist im Kindes- und Jugendalter auf. Bei Diabetes Typ 2, dem nicht-insulinabhängigen Diabetes (früher sagte man „Alterszucker“), kann die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin herstellen, aber das Hormon wirkt im Körper nicht richtig – oder es reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken. Insulin ist lebensnotwendig: Das Hormon sorgt dafür, dass die aus der Nahrung zugeführte Glukose (Traubenzucker) in die Körperzellen gelangt. Infolge eines dauerhaft zu hohen Blutzuckerspiegels kann es zu Langzeitschäden und Funktionsstörungen verschiedener Organe kommen.

Kontakt

Pressestelle

Organisation:
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg
Abteilung:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartner:
E-Mail:
presse@­masgf.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5044
Fax:
+49 331 866-5049

Pressesprecherin

Ansprechpartner:
Gerlinde Krahnert
E-Mail:
presse@­masgf.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5040
Telefon 2:
+49 170 73 20 779