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05.03.2019

| 034/2019

Frauenbeauftragte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen vernetzen sich

Mehr als 40 Teilnehmerinnen sind heute zum ersten Fachtag der „Frauenbeauftragten in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen“ in Potsdam, im Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, zusammengekommen. Die Landesgleichstellungsbeauftragte, Monika von der Lippe hatte die Brandenburgische Frauenwoche zum Anlass genommen, um diese engagierten Frauen zum Erfahrungsaustausch und zum Vernetzungstreffen einzuladen. Denn „wer sich für Frauenrechte einsetzt, braucht Verbündete“, ist die Landesbeauftragte überzeugt.

Zur Interessenvertretung der Belange von Frauen mit Behinderungen gehört auch das Thema Gewaltprävention und -schutz. Frauen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben und arbeiten, erfahren besonders häufig geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung. Das hat eine wissenschaftliche Studie der Universität Bielefeld über die „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ bereits 2013 nachgewiesen.

„Ich freue mich darüber, dass in allen 28 Brandenburger Werkstätten Frauenbeauftragte und ihre Stellvertreterinnen gewählt wurden. Mit dem heutigen Fachtag möchte ich ihre Arbeit unterstützen. Dieses erstmalige Treffen bietet die Chance, einander kennenzulernen und sich auszutauschen. Die Frauenbeauftragten in den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, die es erst seit Ende 2017 gibt, sind eine große Bereicherung für die Gleichstellungs- und Teilhabepolitik in Brandenburg, sagte Monika von der Lippe.

Hintergrund

Das Bundesteilhabegesetz legt fest, dass seit Herbst 2017 in allen Werkstätten für behinderte Menschen erstmals Frauenbeauftragte gewählt werden. Die Frauenbeauftragten sollen die Anliegen der Frauen in den Werkstätten gegenüber der Werkstattleitung bzw. in den Wohneinrichtungen gegenüber der Hausleitung vertreten.

In Brandenburg wurden die künftigen Frauenbeauftragten und ihre Unterstützerinnen seit Frühjahr 2017 mit einer kostenfreien Ausbildung durch zwei Trainerinnen-Teams unterstützt. Dafür hat das Sozialministerium 80.000 Euro aus Mitteln des Behindertenpolitischen Maßnahmenpakets zur Verfügung gestellt. Neben Werkstätten wurden in Brandenburg auch in Wohneinrichtungen Frauenbeauftragte ausgebildet.

In Brandenburg gibt es 28 Werkstätten für behinderte Menschen, in denen rund 11.500 Menschen arbeiten. In den rund 530 unterstützten Wohnformen leben rund 8.600 Menschen mit Behinderungen.

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